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Cafés in Bochum Teil 3

In Bochum gibt es eine Vielzahl von charmanten Cafés und Kaffeeröstereien. Wenn wir gefragt werden, wo ihr euren Kaffee am besten genießen könnt, fällt es uns oft schwer, eine klare Antwort zu geben. Aber um euch die Entscheidung zu erleichtern, stellen wir euch vier weitere Cafés vor. Da wir die Perlen der City bereits in den Vorgängerausgaben dieser Blogartikel-Reihe vorgestellt haben, fokussieren wir uns diesmal eher auf Lokale, die sich abseits der Innenstadt befinden und haben die eine oder andere Insider-Empfehlung parat. Spoiler: Nach den nächsten Zeilen wird ein Ausflug nach Weitmar bei euch weit oben auf der Liste stehen, vertraut uns.

Café MariNic in Weitmar

Die nächste Location liegt etwas versteckt in der Mark-Passage in Weitmar. Nicht nur wegen der Lage, sondern vor allem wegen dem hervorragenden Kuchen ist das Café ebenfalls ein echter Geheimtipp. Ich (Lisa) mache mich zusammen mit meiner Kollegin Lara an einem Dienstagnachmittag auf den Weg nach Weitmar zum Café Marinic. Das Café wurde uns schon häufiger auf Social Media empfohlen, auch wegen des guten Frühstücks. Doch wir sind heute wegen Kaffee und Kuchen hier und wie sich gleich herausstellen wird, ist das ebenfalls eine richtig gute Wahl. 

Beim Betreten der Mark-Passage sehen wir auf der linken Seite schon das Café, doch unser erster Blick fällt auf den Concept Store direkt gegenüber. Dieser ist ebenfalls Teil des MariNic, denn nicht umsonst trägt das Lokal den Beinamen „Café und Gedöns“. Wir schauen uns um und entdecken Oster-Deko sowie selbstgemachten Schmuck von „Dein Schmuckstück“. Hier findet ihr wirklich allerlei Artikel zum Verschenken und sich selbst beschenken. Uns hat vor allem das Porzellan angesprochen. Nach dem kurzen Shopping-Bummel gehen wir gegenüber ins Café. Leider spielt das Wetter heute nicht ganz so mit, sonst hätten wir auch gerne im hübsch dekorierten Außenbereich Platz genommen.

Es ist full house im Cafe MariNic, aber wir finden noch einen süßen kleinen Zweiertisch. Unser Blick fällt auf den Kuchen in der Vitrine. Das letzte Stück Eierlikör-Sahne, der Bestseller des heutigen Tages, wird uns vor der Nase weggeschnappt, aber das ist gar nicht schlimm. Denn so entscheiden wir uns für die Zitronencremetorte – die ist super fluffig und saftig – und den Erdnussbutter-Käsekuchen. Ihr hättet gerade unsere Gesichter sehen müssen, als wir die erste Gabel Käsekuchen gekostet haben. Kurz sind wir im Erdnussbutter-Himmel. Diese Geschmacksexplosion hätten wir nicht erwartet. Dazu gibt es für uns einen Cappuccino und Latte Macchiato. Beim nächsten Ausflug nach Weitmar-Mark steuern wir das MariNic sicher wieder an.

Tante Yurgan‘s an der Grenze zu Grumme

Zuletzt besuchen wir eines der ältesten Cafés Bochums – das Tante Yurgan‘s, ein waschechtes Urgestein mitten „auffe Castroper“ (Hausnummer 79). Seit Ende der 70er-Jahre ein stadtbekanntes Kult-Szenelokal, hat die Atmosphäre noch heute den Hang zu Extravaganzen nicht verloren. An der Haltestelle Planetarium ausgestiegen, laufen wir bei strahlend blauem Himmel direkt auf das Schätzchen im Erdgeschoss eines Wohnhauses zu und werden von Besitzer Jürgen Sippel herzlich empfangen.

Seit der Geburtsstunde arbeitet er in dem damaligen Café Treibsand, inzwischen führt er es im 14. Jahr in Eigenregie. Das erfahren wir in einem netten Gespräch an der Bar, während vor unseren Augen kühle Drinks und verschiedene Kaffee-Kreationen zubereitet werden. Über der Theke blicken wir auf eine breite Auswahl an Spirituosen, weil sich das Bistro in den Spätstunden zur Bar verwandelt, sowie auf den „Café“-Schriftzug, der seit den knapp 47 Jahren auf der roughen Tapete prangt. Am Konzept hat sich nie wirklich etwas verändert. „Alles original erhalten geblieben. Ich betreibe quasi Denkmalpflege“, scherzt Jürgen. Und genau das macht hier den Charme aus. 

Im hinteren Bereich zieht sich der alternative Stil mit Bänken und Stühlen aus Holz, Bücherregalen und tiefen Deckenlampen durch. Da wir aber nicht primär im architektonischem, sondern kulinarischem Interesse unterwegs sind, geht’s jetzt endlich an die Getränke. Geküsst von den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, ist uns eher nach Kaltgetränken. So genießen wir einen Iced White und eine Fresh Lemon Soda. Empfohlen wurde uns aber noch der fürs Yurgan’s bekannte Mauro mit Milch – ein kleiner Cappucchino mit „etwas mehr Liebe“. Darüber hinaus können wir euch die wechselnde Kuchenauswahl und die frisch zubereiteten Snacks ans Herz legen.

An Spieltagen dient das Lokal an der Grenze zu Grumme übrigens als Zwischenstation auf dem Marsch zum Ruhrstadion und schenkt den VfL-Fans eine frisch gezapfte Abkühlung aus – herrlich! Man munkelt, ich (Dustin) spreche da aus Erfahrung. Nicht selten finden hier auch Abendveranstaltungen wie Vernissagen mit musikalischer Untermalung statt.

Falls ihr euch jetzt gefragt habt, wo euer Lieblingscafé in Bochum geblieben ist oder gerade jetzt angespitzt seid, euch von weiteren Empfehlungen inspirieren zu lassen, solltet ihr auch mal einen Blick in Teil 1 und Teil 2 dieser Reihe werfen.

Piano Café Husemann-Karree

Hier kommt unser nächster Tipp für euch: das Piano Café – vielleicht noch nicht jedem bekannt, aber definitiv einen Besuch wert. Das Café liegt direkt neben der L’Osteria im neuen Gebäudekomplex des Husemann-Karrees. Wir suchen uns einen Platz an der großen Fensterfront. Neben den Schallplatten als Wanddeko findet ihr hier ausreichend Steckdosen und USB-Anschlüsse – perfekt, wenn ihr mal einen Tapetenwechsel zum Arbeiten braucht. Weitere Lern- und Coworking Orte in Bochum findet ihr hier. Ein echter Hingucker ist das Piano in der Ecke, das dem Café seinen Namen gibt. Und jetzt kommt das Besondere: Wer sich traut und ein paar Töne anschlägt, bekommt einen Cappuccino gratis. Eine charmante Idee, die das Café besonders macht.

Eine Frau im weißen Kapuzenpulli tippt an einem Laptop an einem hölzernen Tresen neben einem großen Fenster. Die Wand hinter ihr ist mit Schallplatten und bunten Plattencovern dekoriert, die eine Retro-Atmosphäre schaffen.

Natürlich gibt es hier nicht nur gute Musik, sondern auch süße Versuchungen in Hülle und Fülle. Egal ob Kuchen, frische Crêpes oder Waffeln – im Piano Café findet jeder etwas für den kleinen oder großen Appetit. Zusätzlich sind regelmäßig kleine Events und Programmpunkte geplant. Unser Fazit: Das Piano Café ist nicht nur für Musikliebhaber spannend, sondern auch für alle, die einen inspirierenden Ort zum Arbeiten, Genießen oder einfach zum Abschalten suchen. Ein echter Geheimtipp mitten in Bochum.

Im Vordergrund steht ein Teller mit Waffeln, die mit frischen Erdbeeren, Blaubeeren, zerbröselten Keksen und einer Kugel Eiscreme belegt sind. Im Hintergrund steht auf einem anderen Tisch ein Teller mit Schokoladenwaffeln und Eiscreme.
Ein Tisch mit zwei Scheiben Schokoladenkuchen, einem Cappuccino und einem Milchkännchen in einem Café mit einer Backsteinmauer, einem Klavier und einem leuchtenden Piano Café-Schild im Hintergrund.

verfasst von Lisa und Dustin März 2025

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