News

Wandern auf dem Urban Trail durch Bochum

Wir entdecken Bochum mit dem Urban Trail.

Mit den neuen Urban Trails geht es zu Fuß auf Entdeckungsreise durch die Städte des Ruhrgebiets. Verschiedene Routen führen euch vorbei an Industriekultur, durch grüne Parks, lebendige Viertel, vorbei an Streetart und an Orte, die man im Alltag vielleicht übersieht. Der Urban Trail in Bochum ist ganz neu – und wie dieser aussieht, wollen wir heute herausfinden. Unterwegs bin ich mit meiner Kollegin Leonie von der Ruhr Tourismus GmbH. Sie kommt zwar aus Mülheim, ist aber immer gerne zu Besuch bei uns in Bochum. Weil sie es nicht so oft über die A40 zu uns schafft, ist der Urban Trail der perfekte Anlass, um ihr unsere Stadt mal auf eine andere Art zu zeigen. Und auch ich bin gespannt, was ich als Bochum-Expertin auf der Strecke noch Neues entdecken werde, aber lest selbst.

Start am Bochumer Hauptbahnhof mit Kaffeestopp

Los geht‘s am Bochumer Hauptbahnhof. Zentraler kann eine Wanderung durch die Stadt kaum starten. Direkt am Bahnhof entdecken wir schon die ersten pastellgelben Sticker, die uns entlang des Rundweges begleiten werden. Zusätzlich haben wir unser Handy parat und öffnen die Wander-App „komoot“. Darüber lässt sich die Route auch ganz entspannt navigieren.

Wir treffen uns schon um 9 Uhr und beschließen, uns als Motivation für den Tag erst einmal einen Kaffee zu holen. Nur ein paar Schritte vom Hauptbahnhof entfernt liegt das Café Zlatanz. Im Eifer des Gefechts läuft Leonie fast dran vorbei – ein großer Fehler, denn hier gibt es meiner Meinung nach einen der besten Kaffees der Stadt. Besitzer Zlatan zaubert uns zwei schöne Latte Arts in unsere To-go-Becher und wünscht uns viel Spaß auf der Tour. Nach dem ersten Schluck von ihrem Cappuccino stimmt Leonie direkt zu: „Der ist wirklich richtig gut!“ Sie freut sich total, direkt einen neuen Insidertipp in Bochum kennengelernt zu haben. By the way: Abends gibt’s hier auch richtig gutes Essen.

Genau das mögen wir schon zu Beginn des Urban Trails: Ihr kommt unterwegs vorbei an Cafés, Foodspots und kleinen Läden, die ihr sonst vielleicht gar nicht auf dem Schirm hattet. Und Pausen sind beim Wandern schließlich auch sehr wichtig.

Durch die Innenstadt Richtung Stadtpark

Mit Kaffee in der Hand geht es weiter durch die Bochumer Innenstadt, vorbei am Kuhhirten und die Castroper Straße hoch. Auch das Planetarium liegt auf dem Weg, bevor wir Richtung Stadtpark abbiegen. Der Stadtpark wird aktuell saniert und ist noch nicht überall begehbar, doch wir entscheiden uns trotzdem einen kleinen Abstecher dorthin zu machen. 

Schon jetzt sieht man, was hier alles Neues entsteht. Leonie ist vor allem von den alten Bäumen beeindruckt, ich steuere direkt den Gondelteich an. Kurz ans Wasser, die herbstlichen Sonnenstrahlen genießen und einmal durchatmen. Am Teich entdecken wir auch die Boote des Tretbootverleihs. Zwischen Pelikan, Dino und Einhorn können wir uns kaum entscheiden, welches Boot am besten aussieht. Für heute bleibt es beim Anschauen, aber wir freuen uns schon aufs nächste Frühjahr, wenn wir wieder über den Teich fahren können.

Kleingartenanlage und Bergbau-Museum

Wir verlassen den Stadtpark und merken schnell: Auf dieser Route kommen die Highlights wirklich Schlag auf Schlag. Bevor wir das Deutsche Bergbau-Museum mit dem „Eiffelturm von Bochum“, dem Fördergerüst, erreichen, führt uns der Weg durch eine Kleingartenanlage. Und hier bleiben wir noch ein paar Mal stehen, weil es einfach so schön aussieht. Das ist Pott-Idylle pur: kleine Vorgärten, Sonnenblumen, sogar Tomatenpflanzen entdecken wir. Dazwischen ragt das Wahrzeichen des Bergbau-Museums in den Himmel. Wir machen ein paar Fotos und freuen uns über diesen Mix, den Bochum so gut kann: ganz viel Grün, ein bisschen Alltag und mittendrin Industriekultur.

Am Deutschen Bergbau-Museum angekommen, haben wir schon ein paar Kilometer in den Beinen und denken langsam an die nächste Pause. Wenn ihr mehr Zeit mitbringt, könnt ihr die Tour übrigens gut mit einem Besuch im Museum oder im Planetarium verbinden. Der Urban Trail eignet sich also nicht nur zum Laufen, sondern auch für einen kleinen Sightseeing-Tag. Weiter geht es durch den Kortländer Kiez in Richtung Westpark.

Westpark und eine kleine Pause

Kurz bevor wir den Westpark erreichen, legen wir eine Pause im Coffea West ein. Das Café gehört zum Fräulein Coffea am Schauspielhaus. Durch die großen Fensterfronten fällt uns die Sonne ins Gesicht – herrlich! In der Auslage an der Theke grinsen uns die Kuchenstücke nur so an, wir brauchen aber erst einmal etwas Herzhaftes. Ein gegrilltes Sandwich ist jetzt genau das Richtige. An anderen Tagen habe ich hier auch schon sehr leckere Bagels gegessen und der Kuchen ist sowieso unschlagbar – für eine Pause auf der Route ist das Café auf jeden Fall eine gute Adresse.

Danach sind wir wieder fit für den nächsten Abschnitt: Der Weg führt uns durch den Westpark, der im Herbst besonders schön erstrahlt. Die ersten Blätter färben sich schon rot und gelb, im Hintergrund liegt die Jahrhunderthalle. Auch hier zeigt sich wieder dieser typische Bochumer Kontrast: Industriegeschichte und Grünfläche direkt nebeneinander.

Bermuda3Eck, Ehrenfeld und Eis-Pause

Was darf auf einer Tour durch Bochum natürlich nicht fehlen? Richtig, das Bermuda3Eck. Auch hier führt der Urban Trail entlang. Tagsüber ist es noch ruhig, aber zwischen Bars, Kneipen und Clubs planen wir innerlich schon den nächsten Abend mit Freunden. Doch jetzt haben wir erstmal ein anderes Ziel: das Ehrenfeld. An einer Straßenlaterne am Hans-Ehrenberg-Platz entdecken wir wieder einen der Sticker, die uns die Route zeigen, und wissen: Wir sind noch richtig. Das trifft sich gut, denn nur wenige Schritte weiter kommen wir an der Eisdiele „I am Love“ vorbei. Eine kleine Pause mit zwei Kugeln Eis passt jetzt sehr gut. Falls ihr hier mit Hunger vorbeikommt: Direkt in der Nähe findet ihr auch die Pizzeria Pizza, die wir für neapolitanische Pizza sehr empfehlen können.

Streetart an der Hermannshöhe

Bevor wir die Runde am Hauptbahnhof beenden, wartet an der Hermannshöhe noch ein echtes Highlight auf uns: das Pottwal-Wandgemälde. Das beeindruckende Graffiti erstreckt sich über eine ganze Hauswand und ist ein richtig beeindruckender Fotospot auf der Strecke. Wenn ihr noch mehr Streetart in Bochum entdecken wollt, findet ihr weitere Tipps auch in unseren Blogartikeln über tierische Streetart, sportliche Streetart und Streetart entlang der U35-Linie.

Unser Fazit zum Urban Trail Bochum

Am Ende stehen wir wieder am Hauptbahnhof. Elf Kilometer liegen hinter uns und Leonie bringt es ziemlich gut auf den Punkt: „Wenn du den Urban Trail abgelaufen bist, hast du wirklich die ganze Innenstadt von Bochum gesehen.“ Genau so fühlt es sich an. In wenigen Stunden laufen wir durch Parks, Kleingartenanlagen, Szeneviertel, vorbei an Industriekultur, Cafés, Streetart und bekannten Bochumer Orten. Gleichzeitig entdecken wir Ecken, an denen man sonst vielleicht einfach vorbeigeht. Wir freuen uns schon darauf, auch andere Städte im Ruhrgebiet auf diese Art zu entdecken.

verfasst von Lisa Oktober 2026

Ähnliche Themen

  • Ersteller:

    Dateiname: