Es gibt Abende, an denen man eigentlich nur kurz etwas trinken gehen will. Und plötzlich steht man gemeinsam mit dem ganzen Team im Scheinwerferlicht, Mikrofone in der Hand, und singt, als wäre genau dieser Moment schon immer geplant gewesen. So ungefähr lässt sich unser Besuch in der Karaokebar Kult in Bochum zusammenfassen.
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Mikro an, Alltag aus: Karaoke im Kult Bochum

Ich, Paula, war gemeinsam mit Felix, Monic, Santina und Ines an einem Donnerstagabend dort. Zunächst war noch alles ziemlich entspannt. Ab 21 Uhr drehte sich das Bild, denn mit dem Start des Karaokeabends füllte sich die Bar spürbar. Nach und nach kamen immer mehr Menschen dazu, die Stimmung wurde lebendiger und irgendwann war klar: Hier bleibt niemand lange nur stiller Beobachtender.
Schon beim Reinkommen merke ich, dass das Kult nicht nach ruhigem Feierabendgetränk aussieht. Das Ambiente ist eher dunkel gehalten, dazu kommen viele Discolichter, die den Raum in Bewegung bringen. Ich fühle mich direkt in Karaoke- und Partystimmung versetzt, auch wenn ich eigentlich noch behaupte, heute „nur zuzuschauen“.
Die Bar ist auf zwei Bereiche verteilt. Oben gibt es Longdrinks, unten frisch gezapftes Bier. So findet sich schnell der passende Platz für den Abend. Geöffnet hat das Kult donnerstags von 19 bis 3 Uhr nachts sowie freitags und samstags von 19 bis 4 Uhr nachts. Besonders schön: Im Kult ist immer etwas los, denn regelmäßig steigen besondere Aktionen wie Mystery Karaoke oder ein Musikquiz und jeden Monat gibt es ein anderes Motto. Das sorgt dafür, dass kein Besuch wie der andere ist und auch regelmäßige Gäste immer wieder etwas Neues erleben können. Bei unserem Besuch steht alles im Zeichen von Western. Passend dazu gab es das Getränkespecial „High Noon“, was das Motto nicht nur sichtbar, sondern auch trinkbar gemacht hat.
Bei uns hat es allerdings einen Moment gedauert, bis wir wirklich bereit dafür waren. Sagen wir so: Wir mussten uns erstmal anschauen, was die anderen so machen, bis der Mut groß genug war, sich auf die Bühne zu stellen. Da waren einige Talente dabei, aber irgendwann war der Zettel ausgefüllt, unser Songwunsch abgegeben und dann hieß es warten. Zwischen Longdrinks, Bier und Discolichtern stieg die Spannung langsam an. Und dann ging es los: Unser Name wurde aufgerufen und wir standen plötzlich wirklich auf der Bühne.
Unsere Wahl fiel auf „Don’t Stop Believin’“ von Journey, ein Song, bei dem spätestens beim Refrain sowieso keiner mehr alleine singen muss. Und was sollen wir sagen? Es hat richtig Spaß gemacht. Sobald die Musik läuft, das Mikro in der Hand liegt und die anderen mitfeiern, ist die anfängliche Aufregung ziemlich schnell vergessen. Danach gab es für uns kein Halten mehr und wir waren öfter in verschiedenen Konstellationen auf der Bühne zu finden.
Unser Fazit: Karaoke im Kult ist für Menschen, die Spaß haben wollen. Du musst nicht jede Note treffen, um einen guten Abend zu haben. Du musst dich nur trauen, irgendwann aufzustehen, das Mikro zu nehmen und loszulegen. Und falls nicht: Mitsingen vom Platz aus zählt auch.
verfasst von Paula September 2026
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