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Ein Tag am Kemnader See

Das Naherholungsgebiet an der Grenze zu Witten hat einige Aktivitäten zu bieten, hier könnt ihr problemlos einen ganzen Tag verbringen und Urlaub in der eigenen Stadt machen. Zusammen mit meinem Kollegen Dustin bin ich morgens also zum Kemnader See gefahren, denn dort wollen wir endlich mal Stand-Up-Paddling ausprobieren. Außerdem stehen für den Tag noch Tretbootfahren und eine Pause am StrandDeck auf dem Programm.

Stand-Up-Paddling bei der Surfschule WestUfer

Wir starten unseren Tag am Kemnader See an der Surfschule WestUfer, diese bietet Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene im Bereich Windsurfen und Stand-up-Paddling (SUP) an. Oder ihr leiht euch hier einfach die dazu notwendige Ausrüstung aus, auch Longboards stehen für den Verleih zur Verfügung. Surflehrer Sebastian begrüßt uns und gibt uns als Anfänger zuerst eine kurze Einweisung. Er zeigt uns, was wir auf dem See zu beachten haben und wo wir uns auf dem SUP-Board aufhalten können. Dann geht es auch schon zum Board und zu den wichtigsten Handgriffen. Sebastian erklärt uns, wie man auf dem Brett steht und wie man das Paddel richtig hält. Wichtig beim Stand-up-Paddling ist auch die richtige Position der Arme, die sind ausgestreckt und sollten mit dem Paddel ein Dreieck bilden. Dann geht es mit dem Board auch schon aufs Wasser.  

Ich steige also das erste Mal auf ein SUP-Board. Bevor man sich auf das Board stellt, kniet man sich erstmal hin. Das ist doch eine wackelige Angelegenheit, aber schnell habe ich mich an das Board gewöhnt, versuche aufzustehen und mache die ersten Paddelbewegungen. Das funktioniert schon ganz gut. Dann sagt Sebastian, dass wir jetzt die Drehung üben, in dem das Paddel seitlich in einem weiten Bogen um das Board geführt wird. Ich probiere es, aber als sich das Board etwas dreht, komme ich aus dem Gleichgewicht und falle ins Wasser. Das war so nicht geplant, doch das Wasser ist angenehm warm und an diesem heißen Tag eine willkommene Abkühlung. Nach spätestens einer halben Stunde habe ich die Handgriffe richtig drauf und kann auch ohne Sebastian lospaddeln. Auf einmal stehe ich auf meinem Board mitten auf dem See. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, denn um mich herum ist niemand, ich habe den ganzen See für mich allein. Die Sonne scheint und die Wolken spiegeln sich im Wasser. Ich habe noch den Satz im Kopf, den Sebastian bei der Einweisung in einem Nebensatz erwähnt hat: „Morgens gehört einem der See.“ Wie wahr. Ich nehme mir nach diesem wunderbaren Erlebnis vor, in Zukunft auch einmal eine längere SUP-Tour zu machen.

Eine Abkühlung am StrandDeck

Das Stand-up-Paddling war doch etwas anstrengend und hat durstig gemacht, also begeben wir uns auf den Weg zum StrandDeck. Dabei gehen wir am See entlang und uns fällt wieder einmal auf, wie gut man hier Fahrradfahren und Inlineskaten kann. Denn: es gibt getrennte Strecken für Fußgänger, Fahrräder und Inlineskater. Die eigene Inliner-Strecke ist wirklich etwas Besonderes und ist im Dunkeln sogar bis 23 Uhr beleuchtet. Fun Fact: Wir haben gehört, dass hier auch schon der ein oder andere Darsteller von Starlight Express zu Beginn der Saison trainiert hat. Am Wochenende kann es am See übrigens schon mal etwas voller werden, doch heute Mittag ist es trotz Ferienzeit verhältnismäßig leer.
Am StrandDeck angekommen wird das Urlaubsgefühl noch größer, denn an der Strandbar lässt es sich in Liegestühlen unter Palmen mit 1.500 Quadratmeter Sandstrand und chilliger Musik perfekt entspannen. Die Pause tut wirklich gut und wir gönnen uns ein kühles Getränk (oder auch zwei) und einen kleinen Snack. Ab 17 Uhr könnt ihr hier auch Cocktails trinken. Wenn ihr aber lieber richtig essen gehen möchtet, können wir das Haus Oveney empfehlen, hier gibt es neben leckerem Essen auch ein vielfältiges Kultur- und Musikprogramm.

Tretbootfahren

Nach der Pause am StrandDeck ist es schon Nachmittag und wir wundern uns, wo die Zeit geblieben ist. Aber was für uns an einem Tag am Kemnader See nicht fehlen darf, ist Tretbootfahren. An der Anlegestelle stellt sich die Frage: Schwan oder normales Tretboot? Wie ihr seht, haben wir uns dieses Mal für ein normales Tretboot entschieden. Wir lassen uns erst einmal treiben, genießen die Sonne und beobachten die Enten und Schwäne, die sich auf dem See tummeln. Wir nehmen uns den Leuchtturm als Ziel, um dort noch ein paar Fotos zu machen. Nach etwa einer Stunde kommen wir wieder am Anlieger an und stellen fest, dass das Einparken mit dem Tretboot gar nicht so einfach ist. Somit geht ein schöner und aufregender Tag zu Ende, der sich wirklich wie Urlaub angefühlt hat.

verfasst von Lisa

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