Veranstaltung

Vortrag: Sterilisation und Euthanasie psychisch kranker Bochumer Bürgerinnen und Bürger Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum

Prof. Dr. Georg Juckel
Sterilisation und Euthanasie
psychisch kranker Bochumer
Bürgerinnen und Bürger
 
 
Auch 90 Jahre nach nationalsozialistischer Machtergreifung und Beginn des dunkelsten
Kapitels deutscher Psychiatriegeschichte bleibt die Auseinandersetzung mit der
Medizinhistorischen Vergangenheit als kontinuierliche ärztliche Verantwortung von
Großer Relevanz. Die Eingriffe in das Leben psychisch kranker Menschen durch das nationalsozialistische Regime sind zwar ein fest etablierter
Bestandteil der medizinhistorischen Forschung; über die genauen Vorgänge in
einer konkreten Region mit ihren betroffenen Bürgerinnen und Bürgern ist jedoch bisher
wenig bekannt.
Es wurden über 3.000 Bochumer BürgerInnen gefunden, die wegen einer angeblichen
oder möglichen psychischen Störung zwangssterilisiert wurden. Mindesten 366
Bochumer BürgerInnen wurden aus den Provinzial- Heilanstalten in die Todes-Anstalten
verlegt und fielen der Euthanasie zum Opfer.
Die Transportlisten wurden durch Aufnahme- und Abgangsbücher, Sterbelisten sowie
Patientenakten verifiziert. Mithilfe der Erbgesundheitsakten
des Stadtarchivs konnten die verlegten Bochumer Patientinnen und
Patienten daraufhin untersucht werden, ob sie Opfer einer Zwangssterilisation wurden.
Das Untersuchungsprojekt war durch die DGPPN-Wanderausstellung zur T4-Aktion angestoßen
worden und ist Teil der Bochumer Gedenk- und Stolpersteinprojekte.

Preisinformationen

Kontakt
Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte
Wittener Straße 47
44777 Bochum
Telefonnummer 0234 910-9510
E-Mail Adresse stadtarchiv@bochum.de


Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag:
10:00 bis 18:00 Uhr
Samstag und Sonntag:
11:00 bis 17:00 Uhr
An Feiertagen:
11 bis 17 Uhr

Termine

Mittwoch, 21.10.2026

  • bis

Anmerkungen

  • Eintritt frei
  • Ersteller:

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