
Veranstaltung
Jewish Chamber Orchestra Munich Kammerspiele, Königsallee 15, 44789 Bochum
Was geschieht, wenn Menschen trotz aller Härte der Gesellschaft an das Gute glauben?
Heimkehr erzählt von zwei jungen Menschen, deren Geschichte durch die Abgründe des 19. und 20. Jahrhunderts führt, und stellt Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Im Zentrum steht Hans Werner Henzes intensiv-expressive Vertonung eines Monologs des Fürsten Myschkin aus Dostojewskijs Der Idiot, in poetische Sprache gefasst von Ingeborg Bachmann. Myschkin, ein Ausbund an Mitgefühl und Menschlichkeit, scheitert an einer Welt, die seiner Güte keinen Platz lässt.
Demgegenüber steht ein eigens für das Jewish Chamber Orchestra Munich entstandener Text des ungarischen Schriftstellers Lajos Parti-Nagy, inspiriert von Imre Kertész’ Roman eines Schicksallosen. Ausgehend von den Erlebnissen heimkehrender Shoah-Überlebender in eine Gesellschaft, die sich mit der eigenen Vergangenheit und Verstrickung nicht befassen will, entspinnt sich ein Gespräch über Erinnerung und Verdrängung, Zugehörigkeit und Fremdheit sowie die Frage, wie Heimkehr möglich sein kann, wenn nichts mehr ist wie zuvor. Die für diesen Abend komponierte Musik von Judit Varga verbindet die Szenen zu einem eindringlichen Ganzen.
Angesichts von Kriegen, Fluchtbewegungen, gesellschaftlichen Spannungen und persönlichen Umbrüchen sucht Heimkehr Antworten auf Fragen wie: Wo gehören wir hin? Was bleibt, wenn Vertrautes verloren geht? Und wie kann ein Neubeginn gelingen? Zwischen Erinnerung und Gegenwart entsteht ein musikalisch-literarischer Dialog über Menschlichkeit, Verantwortung und die Hoffnung, trotz aller Konflikte einen Weg nach vorne zu finden.
Programm:
Hans-Werner Henze (1926-2012): Der Idiot. Mimodram mit Szenen aus Dostojewskijs gleichnamigem Roman
Judit Varga (*1979): Vissazaút Haza – Heimkehr. Melodram für zwei Sprechstimmen und Kammerorchester nach einem Text von Lajos Parti-Nagy (Auftragskomposition des Jewish Chamber Orchestra Munich 2026)
Mit: Kriszta Biró, Károly Hajduk, Martin Weigel
Alle Beteiligten: Dirigent: Daniel Grossmann Idee und Konzept: Daniel Grossmann Szenische Einrichtung: Martin Valdés-Stauber
Sprache: Deutsch und Ungarisch mit Übertiteln
www.jcom.de
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
auf Deutsch und Ungarisch mit Übertiteln.
Heimkehr erzählt von zwei jungen Menschen, deren Geschichte durch die Abgründe des 19. und 20. Jahrhunderts führt, und stellt Fragen, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren haben. Im Zentrum steht Hans Werner Henzes intensiv-expressive Vertonung eines Monologs des Fürsten Myschkin aus Dostojewskijs Der Idiot, in poetische Sprache gefasst von Ingeborg Bachmann. Myschkin, ein Ausbund an Mitgefühl und Menschlichkeit, scheitert an einer Welt, die seiner Güte keinen Platz lässt.
Demgegenüber steht ein eigens für das Jewish Chamber Orchestra Munich entstandener Text des ungarischen Schriftstellers Lajos Parti-Nagy, inspiriert von Imre Kertész’ Roman eines Schicksallosen. Ausgehend von den Erlebnissen heimkehrender Shoah-Überlebender in eine Gesellschaft, die sich mit der eigenen Vergangenheit und Verstrickung nicht befassen will, entspinnt sich ein Gespräch über Erinnerung und Verdrängung, Zugehörigkeit und Fremdheit sowie die Frage, wie Heimkehr möglich sein kann, wenn nichts mehr ist wie zuvor. Die für diesen Abend komponierte Musik von Judit Varga verbindet die Szenen zu einem eindringlichen Ganzen.
Angesichts von Kriegen, Fluchtbewegungen, gesellschaftlichen Spannungen und persönlichen Umbrüchen sucht Heimkehr Antworten auf Fragen wie: Wo gehören wir hin? Was bleibt, wenn Vertrautes verloren geht? Und wie kann ein Neubeginn gelingen? Zwischen Erinnerung und Gegenwart entsteht ein musikalisch-literarischer Dialog über Menschlichkeit, Verantwortung und die Hoffnung, trotz aller Konflikte einen Weg nach vorne zu finden.
Programm:
Hans-Werner Henze (1926-2012): Der Idiot. Mimodram mit Szenen aus Dostojewskijs gleichnamigem Roman
Judit Varga (*1979): Vissazaút Haza – Heimkehr. Melodram für zwei Sprechstimmen und Kammerorchester nach einem Text von Lajos Parti-Nagy (Auftragskomposition des Jewish Chamber Orchestra Munich 2026)
Mit: Kriszta Biró, Károly Hajduk, Martin Weigel
Alle Beteiligten: Dirigent: Daniel Grossmann Idee und Konzept: Daniel Grossmann Szenische Einrichtung: Martin Valdés-Stauber
Sprache: Deutsch und Ungarisch mit Übertiteln
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