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„Zwischen Gestern und Morgen“ wandert durch Bochum

Multimediale Ausstellung von Judith Büthe macht ab dem 4. Juli an sieben Orten persönliche Perspektiven auf die Stadt sichtbar. Start in Wattenscheid.

25 Gesichter, 25 Geschichten, eine Stadt: Vom 4. Juli bis zum 11. Oktober tourt die vom Bochum-Fonds geförderte Wanderausstellung „Zwischen Gestern und Morgen“ der Fotografin und Journalistin Judith Büthe durch Bochum. An sieben Stationen quer durch die Stadt zeigt Büthe im öffentlichen Raum großformatige Portraits von Menschen, die ihre ganz persönliche Perspektive preisgeben. Per QR-Code lässt sich an jedem Bild das passende Videointerview abrufen.

Die künstlerisch-dokumentarische Arbeit „Zwischen Gestern und Morgen“ begreift Stadt als lebendigen Raum – geprägt von Biografien, Widersprüchen und dem täglichen Aushandeln von Gestaltungsspielräumen. Im Mittelpunkt stehen 25 Bochumer*innen, die ihren Blick auf die Stadt eröffnen, auf das Gefühl von Zugehörigkeit und auf die Frage, wem Teilhabe gelingt. Die Portraitierten erzählen von ihrem Heute und entwerfen Ideen für ein Morgen. Dabei setzt das Projekt auf ehrliche Einblicke in vielfältige gesellschaftliche Realitäten.

Modulare Kuben

Konzipiert ist „Zwischen Gestern und Morgen“ als mobile Ausstellung für den Stadtraum. Die großformatigen Portraits werden auf modularen Kuben präsentiert, die sich flexibel einsetzen lassen. So holt Büthe Menschen aus der Anonymität des Stadtraums und macht individuelle Geschichten sichtbar und hörbar. Über das Smartphone erhalten Interessierte direkten Zugang zu den Videointerviews der Portraitierten. 

Start an der Friedenskirche

Der Weg der Ausstellung führt durch viele Bochumer Stadtteile, beginnend mit Wattenscheid ab dem 4. Juli. Bereits im September 2025 startete das Projekt nach rund einjähriger Vorbereitung am Rathausplatz, im Q1 Stadtteilzentrum und einzelnen Leerständen. Schon damals stand fest: Der eigentliche Weg durch die Stadt sollte erst im Sommer 2026 beginnen. Dafür hat Judith Büthe Anfang des Jahres sieben Standorte gesucht und dabei bewusst alle Himmelsrichtungen der Stadt einbezogen, ergänzt durch zwei zentrale Stationen in der Innenstadt. 

„Die Recherche war für mich wichtig, um Verbindungen zwischen den Portraitierten und den Stadtteilen herzustellen. Außerdem wollte ich bewusst nicht nur den Innenstadtbereich in den Blick nehmen, sondern auch die einzelnen Ortsteile mitdenken“, sagt Büthe.

Ausstellungsorte im Überblick

• 4. bis 15. Juli: Friedenskirche, Hochstraße 2, Bochum-Wattenscheid

• 15. bis 27. Juli: Marienkirche, Alte Bahnhofstraße 182, Bochum-Langendreer

• 28. Juli bis 11. August: Marktgarten, Turnstraße, Bochum-Gerthe

• 11. bis 21. August: Ladenzeile, Rosenbergstraße / Ecke Haydnstraße, Bochum-Harpen/Rosenberg

21. August bis 2. September: Hufelandplatz, Bochum-Querenburg/Hustadt

3. September bis 11. Oktober: Fritz-Bauer-Forum, Feldmark 107, Altenbochum (Vernissage am 3. September, 18 Uhr)

22. bis 26. September (parallel zum Zeitraum im Fritz-Bauer-Forum): Husemannplatz, Bochum-Mitte (im Rahmen von „Geistesblitz #1 – Das Wissensfestival“ rund um das Haus des Wissens)

Die Ausstellungen im öffentlichen Raum sind barrierefrei beziehungsweise barrierearm und rund um die Uhr zugänglich. Die Ausstellung im Fritz-Bauer-Forum ist barrierefrei zugänglich.

Weitere Infos: https://www.gestern-und-morgen.de

Zur Künstlerin

Hinter den Bildern steht eine Künstlerin mit klarem Blick für gesellschaftlichen Wandel. Judith Büthe lebt und arbeitet in Bochum. Sie ist seit 2011 als freie Fotografin und Journalistin tätig, mit Schwerpunkt auf sozialdokumentarischer Fotografie. Ihre Arbeiten wurden europaweit ausgestellt und vielfach ausgezeichnet. Neben ihrer künstlerischen Arbeit war sie unter anderem auf zivilen Rettungsschiffen im Mittelmeer und auf der Balkanroute unterwegs, um Flucht, Migration und kulturelle Vielfalt zu dokumentieren. Mit „Zwischen Gestern und Morgen“ lädt sie dazu ein, den öffentlichen Raum als Bühne für neue Perspektiven zu begreifen und das Bild von Bochum gemeinsam weiterzudenken.

Förderung durch den Bochum-Fonds

Gefördert wird das Projekt durch den Bochum-Fonds. Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie, die die Stadtentwicklung bis 2030 fördern will, und wird seit 2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die volljährig sind, können gemeinwohlorientierte Ideen für ihre Stadtteile einbringen, ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die Bürgerprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert. Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden kann. Ideen können weiterhin bei Projektmanagerin Inga Wiesen eingereicht werden, die auch bei der Umsetzung hilft. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen schnell realisiert werden. Für Pläne ab 7.501 Euro ist ein Gremium zuständig, das sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses zusammensetzt.

Kontakt: Inga Wiesen, fonds(at)bochum-marketing.de, T 0234 9049638 

Website: www.bochum-fonds.de

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