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Westfälischer Preis für Baukultur

Drei Anerkennungen für Bochumer Projekte

Gleich drei Bochumer Bauprojekte sind am gestrigen Montag, 10. November, in Münster vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) mit einer Anerkennung des Westfälischen Preises für Baukultur 2025 ausgezeichnet worden. Damit kamen ein Fünftel der insgesamt 15 im Rahmen des Baukultur-Preises mit Preisen oder Anerkennungen bedachten Projekte aus Bochum. Der Preis, der alle zehn Jahre vom LWL verliehen wird, würdigt Projekte aus Städtebau, Architektur und Freiraumplanung die einen besonderen Beitrag zur baukulturellen Entwicklung in der Region leisten. Diese Projekte aus Bochum haben eine Anerkennung erhalten:

Das Fritz Bauer Forum für Menschenrechte und Demokratie – ehem. Trauerhalle Ost 

Die Trauerhalle Ost in Bochum-Laer, ein bedeutendes Architekturbeispiel des Brutalismus, wurde 2015 in die Denkmalliste der Stadt Bochum aufgenommen. Entworfen vom Bochumer Architekten Ferdinand Keilmann, zeigt das Bauwerk raue Sichtbetonfassaden über einem gläsernen Sockel. „Besonders eindrucksvoll wirken die überarbeiteten Glasfenster von Egon Becker“, so die Begründung der Jury. Nach den Entwürfen des Bochumer Architekturbüros „Planplus“ wurde die ehemalige Trauerhalle durch die Buxus-Stiftung zum Fritz-Bauer-Forum – kulturelles Zentrum für Menschenrechte, Demokratie und soziale Gerechtigkeit – umgebaut und beherbergt seit Mai 2015 eine Bibliothek und einen Veranstaltungsraum. 

Die KoFabrik 

In den denkmalgeschützten Backsteingebäuden der ehemaligen Eisenhütte Bochum in der Bochumer Innenstadt befindet sich seit einigen Jahren die KoFabrik – ein innovatives und gemeinnütziges Projekt, welches in Kooperation mit der Stadt Bochum und der Montags-Stiftung im Rahmen der Strategie „Bochum 2030 – Vision Innenstadt“ realisiert wurde. Das Projekt vereint ein Café, Ateliers, kleine Produktionsstätten sowie eine Quartiershalle, die als Seite 2 von 3 Gemeinschaftsorte für die Nachbarschaft dienen. Über der Quartiershalle wurde von „Böll Architekten“ aus Essen ein Erweiterungsbau für weitere kreative Coworking-Flächen entworfen. Die KoFabrik stellt einen wichtigen Impuls für eine lebendige Quartiersentwicklung dar.

Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr 

Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr in der Bochumer Innenstadt ist ein gelungenes Beispiel für städtebauliche und kulturelle Integration. Das Gebäude an der Viktoriastraße des Architekturbüros „Bez + Kock“ wurde im Oktober 2016 eröffnet und bietet den Bochumer Symphonikern ein modernes Musikzentrum mit rund 1.000 Zuschauerplätzen. Die angrenzende, ehemalige Marienkirche wurde in den Neubau integriert und dient dem Musikforum als Foyer. Dank vielfältiger Förderungen der öffentlichen Hand, großzügigen Einzelspenden sowie Spenden aus der Bürgerschaft stärkt das Musikforum die kulturelle Vielfalt Bochums und trägt mit dem hochrangigen und mehrfach ausgezeichneten Bau einen wesentlichen Teil zur baukulturellen Bereicherung der Stadt bei. Die LWL-Jury lobte: „An prominenter Stelle in der Bochumer Innenstadt setzt das Anneliese Brost Musikforum Ruhr seit fast zehn Jahren ein städtebauliches Zeichen und gibt eine überzeugende Antwort auf die Frage, wie Kirchen weitergenutzt werden können.“„Die Anerkennungen für diese drei Projekte zeigen, wie lebendig Bochums Baukultur ist“, sagt Heike Möller, Leiterin des Amtes für Stadtplanung und Wohnen. „Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die mit ihrer kreativen Arbeit dazu beigetragen haben. Diese Auszeichnungen sind ein weiterer Beleg dafür, dass sich ein hoher Anspruch an die Architekturqualität lohnt und es ein starkes zivilgesellschaftliches Engagement in unserer Stadt gibt. Bochum setzt weiter auf innovative Bauprojekte, die nicht nur das Stadtbild verändern, sondern Bochum auch kulturell und sozial weiterbringen.“

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