Es gibt sie jedes Jahr, diese Songs, mit denen alles ein bisschen leichter wird. Wir haben uns vier Bochumer Releases rausgepickt, die den Sommer nochmal auf die Playlist bringen.
In Sachen Pop macht Kristina K. gerade richtig Lust auf mehr – und auf Urlaub. Nach „Wenn du willst“ (2022) und „Näherkommen“ (2023), einer gefühlvollen Ballade, legt die 28-Jährige jetzt nach. Ihre neue Single „Frei“ ist ein Sommersong, der das Gefühl von spontanen Urlaubstagen einfängt – Sonne, Meer, einfach treiben lassen, keine Pläne, nur ein gutes Gefühl. Mit dem locker-leichten Song und ihrer klaren Stimme trifft Kristina einen Nerv, der unter die Haut geht. Früher im Chor, singt die Bochumerin seit Jahren auf Feierlichkeiten und Festen, schreibt inzwischen aber auch eigenhändig Songs. Ihr Traum: noch mehr Festivalbühnen erobern. Auf dem Bochumer Musiksommer hat sie zuletzt schon eine halbe Stunde das Sommer-Feeling verbreitet.
Was passiert, wenn Freundschaft, Experimentierfreude und musikalische Offenheit aufeinandertreffen? Karmakind (s. Foto)! Das Trio aus Ronja, Mathis und Can kreiert einen unverwechselbaren Mix aus elektronischen und akustischen Sounds, mit Raum für ganz persönliche Geschichten. Die Wurzeln reichen bis in die Rotunde, wo 2019 das erste Konzert stattfand. Auch heute noch entstehen viele Songs in der WG oder im Wohnzimmer – zwischen Witten und Bochum. Das neue Album „Viyan“ ist abwechslungsreich wie das Leben: mal tanzbar, mal nachdenklich, in verschiedenen Sprachen, aber immer mit viel Emotionen und kreativer Leidenschaft. Wer einen bezaubernden Soundtrack zur nächsten Sommernacht sucht, wird bei Karmakind garantiert fündig – und vielleicht auch beim nächsten Live-Gig, etwa auf der Ruhrtriennale am 6. September.
Die vier Indie-Rocker Robin Kocik, Tim Klinke, Moritz Bücker und Leif Loerchner von Kaprice mischen seit Ende letzten Jahres in neuer Konstellation die lokale Szene auf – und liefern mit ihrer Anfang August erschienenen Single „Delorean“ ihren bislang tanzbarsten Song ab. Mit nostalgischen Gitarrensounds und modernem Groove verpasst die Band ihrem Stil einen frischen Anstrich, bleibt ihrem unverkennbaren Sound aber treu: ein Spagat aus Rückspiegel und Vorwärtsgang – kleine Reminiszenzen an „Zurück in die Zukunft“ inklusive. Auch live bringt Kaprice das Publikum zum Beben: Ob auf den großen Bühnen beim Bochumer Musiksommer und Bochum Total oder als Support-Act auf der Tour der Lärmer in ausverkauften Hallen. Kaprice sind längst mehr als ein Geheimtipp.
Wer es melodisch, aber tiefgründig mag, ist bei AdriNalin richtig, der seit zehn Jahren textet, rappt und den Sorgen wie dem Zauber des Alltags eine Stimme gibt. Seine im Juni erschienene Single „Viel zu wenig“ (mit dem Bochumer Rap-Kollegen Knackpunkt) ist nicht nur die Fortsetzung des Songs „Nie zu viel“ und perfekt zum Mitwippen, sie ist auch ein ehrlicher Blick aufs Künstlerdasein: Rap ist für ihn Leidenschaft, keine Geldmaschine. Themen wie gesellschaftliche Missstände liegen bei AdriNalin ebenso im Fokus wie der reflektierte Umgang mit eigenen Schwächen – das gilt auch für „Life-Leid-Balance“, brandheiß im August erschienen. Die Szene feiert längst nicht nur seine digitalen Veröffentlichungen – Ende 2024 erschien seine erste Vinylplatte. Ein weiteres Statement für echten Rap aus Bochum.
Die vorgestellten Songs sind auf den gängigen Streaming- und Download-Plattformen verfügbar. Dort erscheinen täglich frische Tracks. Unser Tipp, um den Überblick über die Bochumer Songs zu behalten: Regelmäßig einen Blick auf die sozialen Kanäle von „Music made in Bochum“ werfen. Der Release Radar präsentiert jeden Sonntag die neuesten Tracks aus unserer Stadt. Zusätzlich bietet „Music made in Bochum“ kuratierte Playlisten mit Bochumer Musik auf Spotify, YouTube und Amazon Music – ein Soundtrack, der nie langweilig wird.
Kristina K.
www.kristinakalfhaus.com
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Karmakind
www.karmakind.band
Instagram-Icon @karmakind.music
Kaprice
Instagram-Icon @kapriceband
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AdriNalin
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YouTube-Icon @AdriNalinRap
Music made in Bochum
www.mibo.ruhr
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