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Schaubüdchen präsentiert Fotoausstellung „Kiyw ohne Licht“

19 Bilder von zehn Künstlern, die sich nicht durch den Krieg unterkriegen lassen.

Unter dem Titel „Kiyw ohne Licht“ präsentieren Katja Kustevol und Ellen Hopmann vom 17. bis 30. Dezember im Schaubüdchen in der Ursulastraße 24 nun zum zweiten Mal Fotografien ukrainischer Künstlerinnen und Künstler, die den Alltag mitten im Kriegsgeschehen zeigen – allen Umständen zum Trotz. 

Die Zusammenarbeit: ein Zufall. Als Katja Kustevol im März 2022 aus der Ukraine nach Bochum kam, zog sie in die ehemalige Wohnung von Ellen Hopmann ein. Nach der Freundschaft entstand eine künstlerische Verbindung.

Katja Kustevol ist Fotografin und weltweit in Galerien zu finden. Vor kurzem stellte sie noch in Kiyw aus. Dennoch schafft sie als Kuratorin von „Kiyw ohne Licht“ Raum für andere: „Ich habe hier unglaublich viel Hilfe erfahren. Jetzt möchte ich Menschen aus der Ukraine unterstützen und ihrer Kunst eine Plattform geben“, sagt sie. 

Zur Ausstellung im Dezember hat die Ukrainerin folgenden Text verfasst:

"War - das ist etwas, das jeden treffen kann".

Diejenigen, die nicht politisch sind, diejenigen, die bis zum Schluss nicht glauben können, dass es passieren kann, diejenigen, die sich auch für den Frieden in der ganzen Welt einsetzen.

Krieg - ist etwas, das du nicht planst, nicht glaubst, aber es passiert.

Ob du es willst oder nicht. Keiner von uns plante oder wollte es, weit weg von zu Hause zu leben. Niemand träumte davon, im Winter in einer kalten Wohnung ohne Strom zu leben, Straßen in völliger Dunkelheit zu überqueren, langsam und vorsichtig durch die nachtschwarze Stadt zu fahren, ohne Licht und Ampeln, um niemanden zu verletzen. Niemand plante es, Kinder von Alarmen zu beruhigen, versuchte, erschreckte Tiere in Schutz zu bringen.

Wir planten Reisen, Bildung, das Schaffen neuer Bedeutungen. Wir strebten (прагнули) nach Veränderungen zum Besseren, nach Entwicklung und Wachstum (зростання) unseres Landes und uns selbst. Wir wollten Erneuerung, Bekanntschaften, Partnerschaften.

Wir planten nicht, in der Dunkelheit nach Licht zu suchen. Aber wir haben es gefunden. Ukrainische Künstler präsentieren auf der Ausstellung #Kiyw_ohne_Licht ihr Licht, das in jedem von uns ist. Es gibt uns die Kraft, zu kämpfen und zum Sieg zu gelangen.

Die Ausstellung wird am 17. Dezember um 16 Uhr eröffnet. Zudem sind die Kuratorinnen am 20./21./28./29. und 30. Dezember von 16 bis 19 Uhr vor Ort. 

Wer möchte, erhält einen Kalender mit zwölf Fotos als Geschenk. 

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