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Neuer „Kemnade Chor“ startet

Offenes Chorprojekt verbindet Musik, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Austausch.

Mit dem „Kemnade Chor“ entsteht in Bochum ein offenes Chorprojekt, das durch den Bochum-Fonds gefördert wird. Der Chor knüpft an die Geschichte des Festivals „Kemnade International“ an und lädt Menschen dazu ein, gemeinsam zu singen, sich auszutauschen und musikalische Traditionen neu zu interpretieren. Die ersten Proben beginnen am 21. Mai im atelier automatique an der Rottstraße 14 und finden alle zwei Wochen donnerstags von 18:30 bis 20:30 Uhr statt. Initiiert wird das Projekt von der Kuratorin Eva Busch in Zusammenarbeit mit dem atelier automatique. 

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, Musik als Ort des gemeinsamen Lernens und Erinnerns zu verstehen. Gesungen werden Stücke aus internationalen, antifaschistischen, gewerkschaftlichen und migrantischen Musiktraditionen, die in eine zeitgenössische Form überführt werden. Die Liedauswahl entwickelt der Chor gemeinsam im Prozess, begleitet von Chorleiterin Rebecca Fischer.

Anmeldung per Mail

Teilnehmen können alle Interessierten – musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Chor versteht sich als offener und solidarischer Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zusammenkommen. Besonders migrantische Stimmen und Perspektiven sollen dabei sichtbar und hörbar werden. Anmeldung und weitere Infos per Mail an: chor(at)atelierautomatique.de.

Projektleiterin Eva Busch

Geleitet wird das Projekt von Eva Busch. Die Kuratorin und stellvertretende Direktorin des Kunstmuseums Bochum beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit machtkritischer Erinnerungsarbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und Formen des gemeinsamen Handelns. Neben Kooperationen mit Institutionen wie der Akademie der Künste der Welt in Köln oder der Kunstsammlung NRW war sie in den vergangenen Jahren insbesondere im atelier automatique in Bochum tätig.

Bochum-Fonds

Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie, die die Stadtentwicklung bis 2030 fördern will, und wird seit 2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die volljährig sind, können gemeinwohlorientierte Ideen für ihre Stadtteile einbringen, ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die Bürgerprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert. Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden kann. Ideen können weiterhin bei Projektmanagerin Inga Wiesen eingereicht werden, die auch bei der Umsetzung hilft. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen schnell realisiert werden. Für Pläne ab 7.501 Euro ist ein Gremium zuständig, das sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses zusammensetzt.

 

Kontakt: 
Inga Wiesen
fonds(at)bochum-marketing.de
T 0234 9049638
Website: www.bochum-fonds.de 

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