Ein Ladenlokal mitten in der Innenstadt: eine Werkbank, eine Kreidewand, ein Tauschregal, Gespräche, Vorträge, Workshops. Und Menschen, die nicht nur über Nachhaltigkeit reden, sondern sie leben. Ab Dienstag, 16. Juni, wird die Kortumstraße 93 zum Treffpunkt für alle, die Bochum nachhaltiger mitgestalten wollen. Bochum Marketing eröffnet dort die Nachhaltigkeitszentrale und setzt damit in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum einen zentralen Impuls für das Jahresthema Nachhaltigkeit. Eine aktuelle Übersicht der Termine und die Möglichkeit, sich noch zu beteiligen, gibt es unter: www.bochum-tourismus.de/nachhaltigkeit.
Bis Ende August wird aus einem leerstehenden Ladenlokal ein offener Raum für ökologische, ökonomische und insbesondere soziale Nachhaltigkeit. Dienstags bis freitags von 12 bis 16 Uhr sowie zu weiteren Aktionszeiten am Abend und am Wochenende ist die Zentrale für alle Interessierten zugänglich. Schon vor der Eröffnung am 16. Juni können erste Veranstaltungen besucht werden: Am 10. Juni um 10 Uhr ein Häkelkurs und tags darauf ab 16 Uhr ein Sprachcafé. Die Teilnahme an den Angeboten ist kostenfrei. Ziel ist es, bestehendes Engagement sichtbar zu machen, neue Kooperationen zu fördern und Bürger*innen aktiv einzubinden. Nachhaltigkeit soll nicht abstrakt bleiben, sondern im Alltag generationenübergreifend erfahrbar werden.
Sechs Bereiche
Die Nachhaltigkeitszentrale ist in mehrere Bereiche gegliedert: Im Foyer wird diskutiert, an einer großen Kreidewand können Besuchende Fragen rund um Nachhaltigkeit beantworten. Ein Tauschregal lädt dazu ein, Bücher und gut erhaltenes Spielzeug weiterzugeben statt neu zu kaufen. Im „Hör zu“-Bereich finden Vorträge und Gesprächsformate statt. Der Bereich „Schau genau“ bietet Raum für Ausstellungen. Und im „Mach was“-Bereich stehen Werkbank und Material für Workshops, Upcycling-Angebote, Repaircafés und mehr bereit.
Offen für Ideen
Die Nachhaltigkeitszentrale versteht sich als lebendiger Ort. Das Konzept ist bewusst offen angelegt. Bochum Marketing gibt keine festen Themen vor, sondern schafft einen Rahmen. Ob nachhaltige Mobilität, Energiefragen, soziale Gerechtigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder kreative Wiederverwertung: Ideen aller Art, einen der Bereiche der Nachhaltigkeitszentrale zu bespielen, sind ausdrücklich willkommen. Die Nutzung der Räume ist kostenfrei und flexibel. Über einen Seiteneingang ist auch ein barrierearmer Zugang möglich. Interessierte können sich per E-Mail melden unter: nachhaltigkeit(at)bochum-marketing.de.
Erste Programmpunkte
Zum Start im Juni steht bereits ein vielfältiges Programm. Ein Häkelkurs lädt wöchentlich zum gemeinsamen Handarbeiten ein, ein Sprachcafé bringt Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, ein Repaircafé verlängert die Lebensdauer von Alltagsgegenständen. Aktionen wie Elektroschrott-Basteln, Siebdruck-Workshops oder Upcycling-Angebote zeigen, wie Nachhaltigkeit konkret und kreativ aussehen kann. Auch Hochschulen, Initiativen und städtische Einrichtungen beteiligen sich mit Aktionstagen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen.
Alle können mitmachen
Ein erstes Programm steht, gleichzeitig sind noch Zeitfenster frei. Wer selbst ein nachhaltiges Projekt vorstellen, einen Workshop anbieten oder eine Diskussion anstoßen möchte, kann sich unkompliziert beteiligen. Auf der Website zum Jahresthema von Bochum Marketing findet sich ein entsprechendes Formular: www.bochum-tourismus.de/nachhaltigkeit. Das vollständige, stetig wachsende Programm sowie Informationen zur weiteren Beteiligung sind ebenfalls auf der Website zu finden. Bei Fragen und Ideen ist nachhaltigkeit(at)bochum-marketing.de die richtige Adresse.
Highlights aus dem Programm der Nachhaltigkeitszentrale
Regelmäßige Angebote
Mittwochs, 10 bis 12 Uhr (Juni bis August): Häkelkurs mit Margot (erste Veranstaltung bereits am 10. Juni)
Donnerstags, 16 bis 18 Uhr (Juni bis August): Welcome Office Sprachcafé (erste Veranstaltung bereits am 11. Juni)
Montags, 15 bis 19 Uhr (Juli und August): Repaircafé von Thales Ruhr
Auszug aus den Einzelveranstaltungen
Do., 18. Juni, 14 bis 16 Uhr: Elektroschrott basteln mit der bib der dinge
Ab Die., 22. Juni: Ausstellung zu Leichter Sprache (Referat für Familie, Gleichstellung + Inklusion der Stadt Bochum)
Di., 30. Juni, 15 bis 18 Uhr: Infonachmittag „Auf dem Weg zum Haus des Wissens“
Mi., 15. Juli, 17:30 bis 19:30 Uhr: Stadtlabor zu Besuch – Nachhaltige Mobilität
Di., 28. Juli, 14 bis 16 Uhr: Informationsveranstaltung mit Workshops des USB
Mi., 19. August, 18 Uhr: Führung „Abends im Park“ (für Familien)
Enge Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum
Nachhaltigkeit ist längst ein zentrales Thema der Stadtentwicklung. Dementsprechend hat die Stadt Bochum eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Damit einher geht ein umfassender Plan, der festlegt, wie sich die Stadt langfristig ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig entwickeln soll. Sie orientiert sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs) und enthält über 200 konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern, etwa Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, Ressourcenschutz oder soziale Gerechtigkeit. Ziel der Strategie ist es, Bochum bis 2035 klimaneutral zu machen und gleichzeitig die Lebensqualität für alle Menschen in der Stadt zu verbessern. Sie dient als Leitfaden für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, um gemeinsam Lösungen für globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit oder soziale Ungleichheit zu entwickeln und umzusetzen. Dadurch soll Bochum langfristig zu einer klimafreundlicheren, resilienteren und lebenswerteren Stadt werden. Um dazu einen eigenen Beitrag zu leisten, suchen viele Menschen nach konkreten Orientierungspunkten, alltagstauglichen Handlungsmöglichkeiten und Vernetzung. Genau hier setzt das Nachhaltigkeitsjahr von Bochum Marketing an.
