Was gibt es Schöneres, als es sich in der kalten Jahreszeit zu Hause bei einer Tasse Tee gemütlich zu machen und ein neues Buch zu lesen? Auch Bochumer Autor*innen bieten mit ihren aktuellen Neuerscheinungen abwechslungsreichen Lesestoff. Ein Weihnachtsroman über zwei junge Frauen, ein Kurzroman über den Bahnhof Bochum Nord, eine Sammlung von Rockstorys und Popgeschichten sowie ein Sachbuch rund um das Thema Tattoos sorgen für vielseitige Lektüre.
Passend zur Weihnachtszeit erzählt die Bochumer Autorin Hanne Benden in ihrem neuen Roman Der Weihnachtsbrief (erschienen bei BoD – Books on Demand) die Geschichte von zwei jungen Frauen, die – obwohl sie in ganz unterschiedlichen Zeiten leben – auf besondere Weise verbunden werden. Der Roman springt in 24 Kapiteln, die sich dementsprechend auch als Adventskalender lesen lassen, zwischen der Geschichte von Jette, die im Winter 2018 im Nachlass ihres Großvaters einen geheimnisvollen Brief aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges findet, und der Perspektive von Agnes, die sich im Jahr 1942 mit ihrem Freund verlobt, kurz bevor er seinen Einberufungsbefehl erhält. Auf einfühlsame Art verknüpft die Autorin Vergangenheit und Gegenwart und kreiert so eine stimmungsvolle Weihnachtsgeschichte.
Der neue Kurzroman Bahnhof Nord der in Bochum lebenden Autorin Andrea Behnke wurde im August im Klartext Verlag veröffentlicht. Das Buch zeichnet in 40 kurzen Episoden die Geschichte des Bahnhofs Bochum Nord am Ostring nach und entwirft dabei mosaikartig ein Portrait eines Gebäudes, das sinnbildlich für die deutsche Geschichte steht – von der Eröffnung des Bahnhofs im Jahr 1874 über Weltkriege, den Nationalsozialismus und das Wirtschaftswunder bis hin zur Gegenwart im Jahr 2025. In kurzen Momentaufnahmen, in denen die Autorin Fiktion und historische Realität miteinander verwebt, gibt sie Einblick in die Leben der Menschen, die am Bahnhof ankamen und abfuhren und zeichnet dabei ein Bild der deutschen Sozial- und Zeitgeschichte. Das Buchprojekt wurde gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
In seinem neuen Buch Klaus Nomi war ja eigentlich Konditor (erschienen bei BoD – Books on Demand) geht Bochum-Urgestein und Musik-Enthusiast Ulli Engelbrecht mit kurzen Erzählungen und Gedichten rund um die Pop- und Rockmusik der 1970er- und 1980er-Jahre dem damaligen Lebensgefühl auf die Spur. Auf humorvolle und teils surreale Art verflechtet der Autor Anekdoten von Musikikonen und Erinnerungen an ihre Meisterwerke mit autobiografischen Erlebnissen, Gedankenspielen und aktuellen Ereignissen. Das in kurze Episoden unterteilte Buch erzählt von der Nostalgie dieser Ära und dem anhaltenden Einfluss, den ihre Musik bis heute hat. Die persönlichen Erzählungen des Autors regen dazu an, die eigene Beziehung zur Musik der 70er und 80er zu erkunden.
Ebenso bunt, aber durchaus sachlicher, widmet sich der neue Tattoo Collectors Guide, den Natalie Sondermann und Timo Lessmöllmann anlässlich des achten Jubiläums des Bochumer Tattoo-Online-Magazins Feelfarbig veröffentlicht haben. Die praktische und liebevoll zusammengestellte Print-Publikation, die Anfang August 2025 im Eigenverlag erschienen ist, bietet einen Leitfaden für alle Tattoo-Fans und solche, die es werden wollen. Dabei stellt das Duo nicht nur 100 ausgewählte Tattoo-Artists aus dem deutschsprachigen Raum vor, sondern gibt auch einen Überblick über unterschiedlichste Stile und den gesamten Prozess des Sich-Tätowieren-Lassens: Von der ersten Ideenfindung über die Etikette im Studio bis hin zur Pflege des fertigen Tattoos informiert der Guide über alle Schritte hin zum neuen Kunstwerk auf der Haut.
Alle vier Titel sind im stationären Buchhandel sowie online erhältlich.
