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Konzerte und Karrieresprung

Musikalische Mailights im Musikforum

Wie facettenreich, berührend und unterhaltsam die Musik als universelle Sprache ist, beweist einmal mehr das Programm im Musikforum. Für alle Musikliebhaber gibt’s im Mai aber nicht nur die Chance auf beeindruckende Konzerte, sondern auch vielleicht auf den (ersten) eigenen Karrieresprung. Am 10. Mai ab 19:30 Uhr bietet der 6. Bochumer singer songwriter contest den zehn Finalisten mit dem Sieg die Chance auf einen Auftritt beim diesjährigen Festival Bochum Total und beim Bochumer Musiksommer. Aus Bochum auf die Bühnen Bochums!
 

Die Bühne im Großen Saal ist am 12. Mai um 18 Uhr der Schauplatz des Abschlusskonzertes der Orchestertage. Alljährlich treffen sich ehemalige Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Bochum und weitere Musikbegeisterte und bilden für wenige Tage ein großes Sinfonieorchester. Im Abschlusskonzert präsentiert das Orchester unter der Leitung von Norbert Koop ein anspruchsvolles Programm in erstklassiger Qualität. Solist in diesem Jahr ist der exzellente junge Bochumer Geiger Darius Preuß.
 

Auf den Bühnen der Jazzwelt ist Brad Mehldau bereits seit den 1990er-Jahren zu Gast und gehört zu den wichtigsten Musikern der internationalen Jazzszene. Als Bandleader oder Ko-Leader hat der Amerikaner mehr als 40 Alben veröffentlicht, überwiegend im Jazztrio-Format (Klavier, Bass, Schlagzeug). Auf mehr als 70 weiteren Alben ist er als Sideman am Klavier zu hören. Neben der Klassik erkundet Brad Mehldau auch gerne die Weiten der Popmusik, weil sie die Formalismen des Jazz sprengen kann: „Gerade das macht sie für mich interessant“, erklärt der Pianist im Interview. „Oft lasse ich mich nur von einer Figur inspirieren, die im Gitarrenpart eines Popsongs erscheint, von der Art, wie der Sänger singt, vom Akkord selber. Das macht es für mich zu einer neuartigen Sache – und hoffentlich auch fürs Publikum.“

Sein Können zeigt er am 18. Mai um 20 Uhr zusammen mit den Bochumer Symphonikern mit der Musik von Johann Sebastian Bach. Die Affinität von Jazzmusikern zum Werk von Bach klingt im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich, hat aber eine lange Tradition. Der motorische Puls, die Bass-Harmonik, die Variationstechnik, die Ad-libitum-Instrumentierung, die Themenstruktur – vieles verbindet den Jazz mit Bach. Der Jazzpianist und Bachkenner Jacques Loussier sagte einmal: „Bach war der erste Jazzmusiker der Welt.“

Einen Tag später lädt Brad Mehldau das Publikum um 18 Uhr mit einem Soloabend am Klavier in seine musikalische Welt mit Eigenem und Fremden aus Jazz, Pop und Klassik ein. Die Times nennt ihn „einen der furchtlosesten Jazz-Improvisatoren“.

In eine weitere kulturelle und klangliche Ecke der Musikwelt führen die Werke von Zülfü Livaneli. Als einer der intellektuellsten und vielseitigsten Künstler der Türkei bekannt, haben Livanelis Kompositionen, Interpretationen, Drehbücher und Bücher die Kunstwelt geprägt. Seine Kompositionen und Lieder, die in viele Sprachen übersetzt wurden, haben die Zuhörer immer mit ihren tiefgründigen Gedanken und emotionalen Reichtümern beeindruckt.

Am 25. Mai um 20 Uhr interpretieren der Nefes Chor und Instrumentalisten der Folkwang Hochschule der Künste die beliebtesten Werke des künstlerischen Multitalents neu. Die Tiefe und Emotionen in Livanelis Werken werden sich mit der kraftvollen Interpretation eines mehrstimmigen Chores unter der Leitung von Enver Yalçın Özdiker verbinden. So wird auch der inzwischen dritte Auftritt des Nefes Chores die Zuhörer wieder auf eine beeindruckende musikalische Reise mitnehmen.

 

Vorverkauf
Der Vorverkauf für die Konzerte läuft. Karten gibt es in der Bochum Touristinfo und an der Konzertkasse im Musikforum, telefonisch unter 0234 9108666 oder per E-Mail an tickets(at)bochum-tourismus.de sowie online unter www.bochumer-symphoniker.de bzw. www.reservix.de.

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