Zwei Studierende der Theaterwissenschaft, Puck Knäb und Malte Jacob, machen aus ihrer Forschungsarbeit zur queer-feministischen Stadtgeschichte eine Ausstellung. Am 12. September um 19 Uhr beginnt ihre einmonatige Rückschau „Im Treibsand“ im Café Tante Yurgan's in der Castroper Straße 79. In der Ausstellung werden Bilder, Zeitungsartikel und Flyer aus der damaligen Zeit des Cafés Treibsand gezeigt. Gefördert wird das Projekt durch den Bochum-Fonds.
Das Treibsand war jahrelang ein Ort, an dem jede*r willkommen war. Das Café wurde 1978 von einer Gruppe Studierender gegründet und entwickelte sich zu einem Safe Space für die queere Community. Vor allem die Trans-Community fand hier ihr Zuhause. Es wurden jahrzehntelang Partys, Lesungen und Ausstellungen veranstaltet, bei denen auch Schauspielende der Theater und Dragqueens einen Teil der Gäste ausmachten. „Schon damals spiegelte das Café einen wichtigen Teil der Bevölkerung wider“, sagt Puck Knäb. Die Ausstellung zeichnet diese Geschichte anhand historischer Dokumente nach.
Das Tante Yurgan's unterstützt die Ausstellung als Herzensprojekt: Jürgen Sippel, der Inhaber des jetzigen Cafés, arbeitete schon im Café Treibsand, als er erst 17 Jahre alt war. Später übernahm er das Café und änderte den Namen. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Cafés und bringt seine langjährige Erfahrung auch in die Ausstellung ein. Der Eintritt ist frei.
Förderung durch den Bochum-Fonds
Finanziell ermöglicht wird das Projekt in diesem Jahr durch den Bochum-Fonds. Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie und wird seit 2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die volljährig sind, können gemeinwohlorientierte Ideen für ihre Stadtteile einbringen, ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die Bürger*innenprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert. Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden kann. Ideen können weiterhin über die Mailadresse fonds(at)bochum-marketing.de eingereicht werden. Bochum Marketing unterstützt anschließend bei der Umsetzung. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen schnell realisiert werden. Für Pläne ab 7.501 Euro ist ein Gremium zuständig, das sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses zusammensetzt.
Kontakt:
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T 0234 9049638
Website: www.bochum-fonds.de
