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Fünf besondere Burger in Bochum im Test

Wir haben über den Burger-Rand hinausgeschaut und verrückte Kreationen getestet.

Bochum ist ein echtes Paradies für gute Burger. Ich liebe die klassische Variante, wollte aber mal ein kulinarisches Risiko wagen und über den Burger-Rand hinausschauen. Weg vom Standard, hin zum Verrückten. Was passiert zum Beispiel, wenn man ein Croissant oder Waffeln als Bun nutzt? Gehen Rippchen oder sogar Schokoriegel in einer Burger-Kombination auf? Und wie schmeckt ein Burger mit Cigköfte? Wir, das sind meine Kollegin Santina und ich, Felix, haben uns auf eine Tour durch Burger-Bochum begeben und Dinge probiert, bei denen man entweder „Wow“ oder „Hä?“ sagt. Schnallt euch an, es wird wild!

Wilma Wunder

Direkt am Dr.-Ruer-Platz hat mit Wilma Wunder vor Kurzem ein neuer Laden eröffnet und ich war ohnehin schon heiß darauf, den sagenumwobenen Croissant-Burger endlich zu probieren. Als wir eintreten, fühlen wir uns gleich wohl: Die Atmosphäre wirkt modern und gemütlich zugleich. Die Karte ist klein, aber fein und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Klassikern und ungewöhnlicheren Gerichten. Doch wir sind natürlich vor allem wegen des Smash Croissants hier. 

Als das Riesenteil vor uns auf dem Tisch steht, sind Santina und ich erst einmal beeindruckt: oben Croissant, unten Croissant, dazwischen ein ordentliches Patty, geschmolzener Bergkäse, geschmorte Zwiebeln, Gurken und dazu Spicy Mayo. Das klingt mächtig – und sieht auch genauso aus. Geschmacklich passt die Kombination aber erstaunlich gut zusammen: Das Patty ist schön saftig, das gesmashte Croissant ergänzt es perfekt und trotz des eher moderaten Soßeneinsatzes wird nichts trocken. Von keiner Zutat ist zu viel, von keiner zu wenig. Und so mächtig, wie der Burger aussieht, ist er gar nicht. Wir sind nachher zwar satt, aber auch nicht zu voll – höchstens voll mit Glücksgefühlen. Unser Fazit: eine richtig besondere Kreation, die man unbedingt einmal ausprobieren sollte. Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Heiter & Herrlich

Bei Heiter & Herrlich, seit April 2024 an der Kohlenstraße 138, wird schon beim Betreten klar: Hier darf es gern ein bisschen besonders sein. In dem lichtdurchfluteten Raum finden sich florale Elemente, Pflanzen an Wänden und Decken sowie ein großer Kirschblütenbaum mitten im Raum. Dazu kommt eine durchweg fröhliche und aufmerksame Bedienung, die den Namen des Restaurants wirklich lebt. Neben außergewöhnlichen Ideen wie Currywurst im Kartoffelmantel gibt es „Wolkenburger“ mit Kartoffelwaffeln statt klassischem Bun.

Santina entscheidet sich für den „Vegan Sate“: pflanzliches „Hähnchen“ mit Satesoße und Erdnüssen. Ich wähle die Variante mit Rinderpatty, Bacon und Umami-Soße. Als die Burger kommen, machen wir erst einmal große Augen: mächtig, appetitlich und allein durch die Waffeln ein echter Hingucker. Mein Burger liefert eine richtig starke klassische Kombination: Das Fleisch ist saftig und hochwertig, der Bacon schön knusprig, die Soße passt hervorragend dazu. Auch Santinas vegane Variante überzeugt auf ganzer Linie: Das pflanzliche „Hähnchen“ ist erstaunlich nah am Original und die Satesoße macht den Burger angenehm würzig und cremig. Und auch die Kartoffelwaffeln machen richtig was her. Sie sind tatsächlich himmlisch wolkig locker und verleihen beiden Burgern eine eigene, besondere Note. Einfach heiter und herrlich hier!

Take The Good Food

Weiter geht es auf der Kortumstraße 49 zu Take The Good Food, einem noch jungen Food-Spot in der Innenstadt. Beim Reinkommen gefällt uns gleich das Ambiente: modern, unkompliziert und begleitet von guter Musik. Eine Atmosphäre, in der man schnell hängen bleiben möchte. Doch die Konzentration gilt heute den Burgern. Für mich gibt es den Drip Burger. Das Besondere: In dem Bun steckt so zart gegartes Fleisch, dass sich das Rippchen einfach herausziehen lässt. Dazu kommen Coleslaw und eine angenehme Schärfe, die von einer dezenten Süße begleitet wird. Der Burger bietet eine wirklich ordentliche Portion, die satt macht und geschmacklich überzeugt. Das Fleisch erinnert eher an lange geschmorten Braten als an einen klassischen Burger. Genau das macht ihn so gut. 

Santina bestellt den Take Burger, einen besonders flach gedrückten Smash Burger. Das Patty ragt deutlich über das Bun hinaus und ist pfeffrig gewürzt. Wer mag, klappt ihn einfach zusammen oder genießt ein Stück Fleisch direkt so. Dazu bestellen wir Mozzarella-Sticks, die schön lange Käsefäden ziehen. Wir sind überzeugt! Weil Take The Good Food für uns von Bochum Marketing praktisch um die Ecke liegt und wir Fans von beiden Burgervarianten sind, wird es nicht bei diesem einen Besuch bleiben.

Traumkuh

Bei Traumkuh an der Viktoriastraße 69 fühlt es sich beim Reinkommen ein bisschen an, als würde man einen kleinen Wald voller Kirschblüten betreten. Die besondere Gestaltung, die ruhige Musik und das gemütliche Licht sorgen sofort für eine entschleunigte Atmosphäre. Ein guter Ort, um sich Zeit zu nehmen – was bei der Karte durchaus sinnvoll ist, denn hier warten einige ungewöhnliche Burger-Kreationen. Aber ich bin heute wegen des Tora Burgers hier: ein Burger mit Mars-Riegel. Klingt erst einmal gewagt und genau deshalb muss ich ihn probieren. 

Meine Neugier wird belohnt: Der kleingeschnittene Mars-Riegel schmilzt zwischen den Patties und bildet eine karamellisierte Masse. Dadurch entsteht ein richtig spannendes Spiel aus süß und salzig. Wer diese Kombination mag, findet hier seinen perfekten Burger. Ich war jedenfalls so überzeugt, dass ich ihn später privat direkt noch einmal geholt habe. Santina bestellt den M. Bison Sein Vater Burger mit doppeltem Angus Beef. Der ist das herzhafte Kontrastprogramm: Das Angus Beef ist gut gewürzt und genau richtig für alle, die es deftig mögen. Bei beiden Burgern stimmt außerdem die Menge an Soße, das Fleisch bleibt saftig, das Bun fluffig.  Auch die Chicken Pops, die wir nebenbei hatten, können wir empfehlen: extrem zart und saftig – ein rundes Gesamtpaket!

VeganLand

Bei VeganLand auf der Kortumstraße 25 dreht sich alles um pflanzlichen Genuss: Sämtliche Produkte sind vegan, Cigköfte und die meisten Soßen werden hausgemacht. Das Ambiente ist eher schlicht, aber durch helle Farben und Holzpaneele trotzdem angenehm. Wir entscheiden uns für den frisch zubereiteten Cigköfte-Burger und bekommen zunächst die wichtige Frage gestellt: „Scharf oder lieber nicht so scharf?“ Wir wählen die mildere Variante, die immer noch leicht pikant, aber absolut angenehm ist. Wir dürfen auch ansonsten selbst entscheiden, was draufkommt und wählen die „Art des Hauses“: (nicht so) scharfe Soße, Cigköfte, Salat, Gewürzgurke, frische Gurke, Tomate und Petersilie. 

Das Bun ist locker, das Cigköfte perfekt gewürzt und die Kombination herrlich frisch. Der Ayran fängt die leichte Schärfe wunderbar auf und rundet alles geschmacklich ab. Santina und ich sind uns schnell einig: Das ist ein perfekter Burger für den Sommer, aber natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit ein guter Snack. Was uns besonders gefällt: Nachher fühlen wir uns angenehm satt, aber nicht so erledigt wie nach manch schwerem Essen. Für uns als Innenstadt-Büro-Menschen ist VeganLand deshalb ein richtig guter Mittagstipp: lecker essen, kein Mittagstief riskieren und danach direkt weiterarbeiten. 

Verfasst von Felix September 2026

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