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Das öffentliche Grün

Ausstellung zum 150. Geburtstag des Stadtparks

Der Stadtpark wird in diesem Jahr zarte 150 Jahre alt. Diesem besonderen Jubiläum widmet das Bochumer Kunstmuseum eine Gruppenausstellung. 20 Kunstschaffende aus der ganzen Welt haben sich an diesem Projekt, welches noch bis zum 1. November 2026 läuft, beteiligt. Die Ausstellung erstreckt sich durch das Museum bis in den Stadtpark selbst hinein. Eine besondere Bedeutung hat dabei das „Common Land“, also das gemeinschaftliche Land in unserer Gesellschaft. 

Die Ausstellung beginnt eine Reise durch die lange Historie des Stadtparks. Direkt zu Beginn dieser Reise werden Besuchende vom offiziellen Eröffnungsdokument des Stadtparks empfangen. Der Stadtpark wurde 1876 auf Acker- und Weideland angelegt. Damals gab es noch Öffnungszeiten für den Stadtpark. Im großen Ausstellungsraum wird unter anderem interessant dargestellt, wie sich die Stadtkarten über die Jahre verändert haben – beginnend mit dem Jahr 1755. Dort können in Bochum ansässige Menschen auch ihre eigenen Straßen wiederfinden. Im gleichen Raum befinden sich außerdem eine Slackline und ein interaktives Spiel über das Internationale Hirtenjahr 2026.

Im Seitenflügel des Museums malte das niederländische Kunst-Duo „FreelingWaters“ ein Kunstwerk über zwei Wände hinweg. In diesem großen, bunten Werk sind alle 700 Pflanzenarten des Stadtparks verewigt. Direkt davor erstreckt sich ein riesiger Baum stamm. Das Kunstwerk „Galvanize“ von Taka Kagitomi ist interaktiv. Der Baumstamm soll berührt werden, um Töne durch den Seitenflügel zu spielen. Mit Drähten, Flaschen und Gläsern, welche am und im Baum verankert sind, werden die Töne erzeugt. 

Im Oktober gibt es auch noch zwei Begleitprogramme. Der Eintritt kostet regulär 6 Euro, ermäßigt für Schüler*innen, Studierende und weitere Personen 3 Euro, und für Personen unter 18 Jahren ist der Eintritt kostenlos. 

Wer ab dem 24. Oktober in die Ausstellung gehen möchte, kann dazu kostenfrei auch noch eine weitere Ausstellung besuchen. Am Vorabend wird die neue Ausstellung von Maria Pinińska-Bereś, einer Künstlerin aus Polen, um 19 Uhr eröffnet. Lange stand sie im Schatten ihres Mannes, der Bildhauer war; dies soll sich nun ändern. Mit ihrer Ausstellung „Under the Pink Flag“ will sie zeigen, dass Weiblichkeit Stärke und Selbstbewusst sein bedeutet. Zudem kritisiert sie die Gesellschaft, welche Frauen oftmals auf Objekte des Begehrens für Männer reduziert. Die große Retrospektive der Künstlerin läuft bis zum 14. März 2027. Bis dahin können Interessierte unter anderem ihre Bildhauerei begutachten, welche nicht wie üblich aus schweren klassischen Materialen besteht, sondern aus Stoff, Watte und anderen weichen Materialien, welche oft die Farbe Pink tragen.

Die neue Ausstellung “Under the Pink Flag” ist ab dem 24. Oktober bis zum 14. März 2027 zu sehen. 

Kunstmuseum Bochum Kortumstr. 147 44787 Bochum 

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