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Brücken der Kreativität

Deutsch-marokkanischer Kunstdialog widmet sich Nachhaltigkeit.

Vom 2. bis 6. Juli wird Bochum zum Schauplatz eines besonderen internationalen Kunstdialogs. In der Produzentengalerie Alte Seifenfabrik in der Erzstraße 7a treten Künstlerinnen aus Deutschland und Marokko unter dem Titel „Brücken der Kreativität – Perspektiven der Nachhaltigkeit“ mit Besuchenden in den Austausch. Interessierte können die Ausstellung besuchen, an Workshops teilnehmen, mit den Künstlerinnen ins Gespräch kommen und ein Abschlusskonzert besuchen – alles kostenlos durch die Förderung des Bochum-Fonds. Die Ausstellung ist am Freitag von 14 bis 19 Uhr, am Sonntag von 15 bis 18 Uhr sowie am Montag von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

Brücken der Kreativität“ versteht sich als Plattform für kulturelle Begegnung. Künstlerinnen und Publikum kommen über Kunst, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung ins Gespräch. Ziel des Projekts ist es, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen künstlerisch zu reflektieren und neue Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit zu eröffnen. Die Produzentengalerie Alte Seifenfabrik Bochum organisiert das Projekt in Kooperation mit Le Caméléon des Arts Plastiques in Fès in Marokko.

Vielfältiges Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung erwartet die Besuchenden vom 2. bis 6. Juli ein abwechslungsreiches Kulturprogramm mit Workshops, Vorträgen, Podiumsgesprächen und musikalischen Beiträgen. Die Vernissage findet am Freitag, 3. Juli, um 14 Uhr statt. Alle beteiligten Künstlerinnen werden anwesend sein und freuen sich auf den persönlichen Austausch mit dem Publikum.

Zum Programm gehört der Workshop „Pouring“ (Acryl-Gießen) für Erwachsene, der am Freitag, 3. Juli, von 15 bis 17 Uhr stattfindet und von der marokkanischen Künstlerin Khaoula Zaoudi geleitet wird. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge am selben Tag von 18 bis 19 Uhr zu den Themen Kunsttherapie und nachhaltige Arbeitsweisen in der Kunst sowie eine Diskussionsveranstaltung über Frauen in Kunst und Literatur im interkulturellen Vergleich.

Der Workshop „Gewebte Erinnerung“ am Montag, 6. Juli, von 16 bis 18 Uhr richtet sich speziell an Frauen und verbindet Stickerei mit abstrakter Malerei. Geleitet wird er von der marokkanischen Künstlerin Fadoua Gaddor. Den Abschluss des Kulturprogramms bildet am Montag um 20 Uhr das Konzert „Eden Machine“. Die Musikerin Mylène Kroon und der Visualkünstler Frederik Werth verbinden Musik und audiovisuelle Installationen zu einer eindrucksvollen künstlerischen Auseinandersetzung mit Klimawandel, technologischer Entwicklung und möglichen Zukunftsszenarien. Der Einlass beginnt bereits um 19 Uhr.

Aufgrund begrenzter Kapazitäten ist für die Workshops, die Vorträge sowie das Konzert eine Anmeldung unter d-werth(at)online.de erforderlich. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei. 

Kunst als Brücke zwischen Kulturen

Das deutsch-marokkanische Austausch- und Ausstellungsprojekt vereint insgesamt 17 bildende Künstlerinnen – neun aus Deutschland und acht aus Marokko. In ihren Werken setzen sie sich mit zentralen Zukunftsthemen wie Klimagerechtigkeit, Ressourcenschutz, soziale Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltiger Konsum auseinander.

Die Ausstellung versteht Kunst als verbindendes Element zwischen Kulturen und Lebenswelten. Sie schafft Raum für Begegnung, Austausch und neue Sichtweisen auf globale Fragen. Im Mittelpunkt stehen weibliche Perspektiven und die Kraft kreativer Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg.

Zu den beteiligten Künstlerinnen aus Deutschland gehören Heidi Becker, Karin Christoph, Liane Lonken, Stefanie Kamrath, Susanne Müller-Kömel, Jutta Höfel, Ilona Reinhardt, Karola Teschler und Daniela Werth. Aus Marokko nehmen Khadija Madani Alaoui, Dounia el Hajiaji, Nada Ezzekkari, Fadoua Gaddor, Houda Gueddari, Sara El Atrache, Lamyaa Sabor und Khaoula Zaoudi teil.

Künstlerischer Austausch zwischen Fès und Bochum

Seinen Auftakt nahm das Projekt im Frühjahr 2026 in Fès. Dort entwickelten die beteiligten Künstlerinnen in Workshops, Atelierbesuchen und persönlichen Begegnungen erste künstlerische Arbeiten zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. 

Die Zusammenarbeit der Künstlerinnen aus Marokko und dem Ruhrgebiet besteht bereits seit 2022. Nach einer ersten Präsentation der entstandenen Werke in Fès werden die Ergebnisse nun in Bochum gezeigt. Ziel ist es, den interkulturellen Dialog zu stärken, weibliche Stimmen in der zeitgenössischen Kunst sichtbarer zu machen und langfristige künstlerische Netzwerke aufzubauen.

Förderung durch den Bochum-Fonds

Ermöglicht wird das Projekt durch den Bochum-Fonds. Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie und wird seit 2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die volljährig sind, können gemeinwohlorientierte Ideen für ihre Stadtteile einbringen, ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die Bürgerprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert. Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden kann. Ideen können weiterhin bei Projektmanagerin Inga Wiesen eingereicht werden, die auch bei der Umsetzung hilft. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen schnell realisiert werden. Für Pläne ab 7.501 Euro ist ein Gremium zuständig, das sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschusses zusammensetzt.

Kontakt:
Inga Wiesen
fonds(at)bochum-marketing.de
T 0234 9049638
Website: www.bochum-fonds.de 

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