Der Bochum-Fonds macht die Stadtteile bunter, auch im Oktober, wo gleich vier neue Projekte an den Start gehen. Am kommenden Samstag, 15. Oktober, steigt ein Bürgerfest in Leithe und in der Rottstraße wird ein Radcafé eröffnet. Tags darauf wird an der Alsenstraße für Ehrenamtler ein Lobbüro ins Leben gerufen. Und ab dem 19. Oktober steigt das Wright-Festival.
Am 15. Oktober laden engagierte Bürger zum interkulturellen Stadtteilfest „Leithe kunterbunt“ ein. Von 13 bis 22 Uhr wird rund um den Spielplatz Krayerstraße / Ecke Kemnastraße und den Kirchplatz der katholische Kirche St. Johannes ein vielfältiges Programm geboten: Auf einer Bühne wird Musik gespielt, drumherum finden Workshops und Führungen statt, am Lagerfeuer wird gesungen, für Kinder gibt es eine Vielzahl von Spielen, ein Flohmarkt und ein Handwerksmarkt laden außerdem zum Stöbern ein. Für das leibliche Wohl ist durch ein Spendenbüffet der Leither Bürgerschaft gesorgt. Wer einen Flohmarktstand anbieten möchte, kann über E-Mail anfragen, unter: leithe-kunterbunt(at)riseup.net.
Der Bochum-Fonds unterstützt das Fest mit 3.210 Euro. Antragstellerin war Anwohnerin Sarah Jane Collins, die sich mit weiteren aktiven Bürgern und Akteuren aus dem Viertel zusammengetan hat. Gemeinsam soll auch die Vielfalt im Stadtteil gefeiert werden. Das Fest soll ein Ort der Begegnung werden, von Anwohnern und Nachbarn, aber auch für Besucher aus der Umgebung. Langfristig ist das Ziel, „Leithe kunterbunt“ zu einem jährlichen Stadtteilfest zu etablieren.
Radcafé
In der Rottstraße werden immer wieder neue Ideen geboren, nun entsteht ein Radcafé. Am 15. Oktober feiert der „Windkante Cycling Club“ ab 16 Uhr in der Rottstraße 17 seine Premiere. Eingeladen sind alle Radfreunde, die sich ungezwungen bei Kaffee und Kuchen austauschen wollen. Auch ein Reparatur-Service wird angeboten, dabei soll Hilfe zur Selbsthilfe der Schlüssel zur Lösung sein. Immer mittwochs werden außerdem gemeinsame Ausfahrten unternommen, weitere Angebote sollen folgen. Noch formt sich der Club, neue Mitglieder sind ebenso wie Interessenten willkommen. Das Angebot, das vom Verein Windkante e. V. beantragt wurde, wird mit 7.500 Euro durch den Bochum-Fonds unterstützt.
Lobbüro
Ehrenamtliche Arbeit ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft. Oft werden die ehrenamtlichen Helfer aber nicht wirklich gewürdigt. Diesen Umstand wollen Sara Hasenbrink und das Alsenwohnzimmer ändern, deswegen haben sie das Lobbüro ins Leben gerufen. Am 16. Oktober ab 15 Uhr werden Besucher am Haus der Begegnung an der Alsenstraße 19a rund 30 Minuten lang gelobhudelt und gebauchpinselt, auf dass die Zuschauerschaft anschließend glücklich und gewürdigt nach Hause geht. Um eine Anmeldung per E-Mail unter gemeinschaftsgarten-bo(at)nadir.org wird gebeten. Zu Gast sind, neben Experten für angewandte Anerkennung, auch zwei Puppenspieler zur weiteren Unterhaltung. Das Projekt wird vom Bochum-Fonds mit 5.885 Euro gefördert.
Wright-Festival
Schon seit einigen Jahren begeistert das Wright-Festival, bei dem an verschiedenen Orten in Bochum Kunst an Wänden entsteht. Den Auftakt macht der Künstler Tona am 19. Oktober. Gegenüber vom Schauspielhaus wird dann ein markantes Graffiti gleich vor den Toren der Innenstadt entstehen. Die Künstler Bender und Choko folgen anschließend im November, sie malen unter anderem an der Matthias-Claudius-Schule in Bochum-Weitmar. Im Rahmen des Wright-Festivals werden auch Graffiti-Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten, die schon restlos ausgebucht sind. Der Bochum-Fonds fördert das Gerüst, Honorare und Materialien für das Festival, das von dem Verein Streetart/Graffiti Bochum e. V. organisiert wird. Mehr Infos im Netz: www.wright-festival.de
Bochum-Fonds
Der Bochum-Fonds ist eine der Kernaktivitäten der Bochum Strategie, die die Stadtentwicklung bis 2030 fördern will, und wird seit 2021 von Bochum Marketing im Auftrag der Stadt Bochum durchgeführt. Alle, die volljährig sind, können nicht kommerzielle Ideen für ihre Stadtteile einbringen, ob Privatperson, Initiative, gemeinnützige Organisation oder Verein. Die Bürgerprojekte werden mit einer Summe von bis zu 25.000 Euro gefördert. Voraussetzung dafür ist eine Eigenbeteiligung in Höhe von 20 Prozent der Gesamtkosten, die auch in Form von Sach- und Arbeitsleistungen erbracht werden kann.
Die Stadt Bochum stellt im Jahr 2022 insgesamt 372.000 Euro für den Bochum-Fonds zur Verfügung. Ideen können weiterhin bei der Bochum Marketing GmbH eingereicht werden, die auch bei der Umsetzung hilft. Kleinere Projekte können bei der Erfüllung aller Voraussetzungen schnell realisiert werden, für Pläne ab 7.501 Euro ist das Gremium zuständig, das sich aus Mitgliedern der Bezirksvertretungen sowie des Ausschusses für Strukturentwicklung, Digitalisierung und Europa zusammensetzt.
Kontakt: Julia Wittmann, fonds(at)bochum-marketing.de, T 0234 9049652
Website: www.bochum-fonds.de
