
Veranstaltung
Vortrag: Der Synagogenvorsteher Philipp Würzburger-Initiator des Bochumer Stadtparks Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, 44789 Bochum
Dr. Manfred Keller
Der Synagogenvorsteher
Philipp Würzburger – Initiator
des Bochumer Stadtparks
Der Bochumer Stadtpark, der älteste kommunale Park im Ruhrgebiet, wurde im Stil eines
englischen Landschaftsgartens angelegt und im Jahr 1876 eröffnet. Seine Existenz
verdankt er dem jüdischen Kaufmann Philipp Würzburger, dem bedeutendsten Vertreter
der Bochumer jüdischen Gemeinschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Philipp Würzburger entstammte einer angesehenen jüdischen Familie, deren Bedeutung
für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Bochums im Vortrag eingangs beleuchtet
wird. Entsprechend seiner Familientradition engagierte Würzburger sich sowohl in der
jüdischen wie in der bürgerlichen Gemeinde. Jahrzehntelang war er zugleich Vorsteher der
Jüdischen Gemeinde und Stadtverordneter mit Sitz im Magistrat, zuletzt als Stellvertreter
des Bürgermeisters.
Sichtbares Zeichen seines Wirkens in der Jüdischen Gemeinde war der Bau der Synagoge
von 1863, die allerdings in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde.
Dauerhaft erhalten blieb als Ertrag seines Wirkens in der Kommunalpolitik der Stadtpark.
Der Vortrag folgt den Spuren dieses ebenso weitsichtigen wie erfolgreichen Mannes,
der als liberaler Jude und als Bochumer Bürger stets ein Ziel verfolgte: Er suchte „der Stadt Bestes“.
Der Synagogenvorsteher
Philipp Würzburger – Initiator
des Bochumer Stadtparks
Der Bochumer Stadtpark, der älteste kommunale Park im Ruhrgebiet, wurde im Stil eines
englischen Landschaftsgartens angelegt und im Jahr 1876 eröffnet. Seine Existenz
verdankt er dem jüdischen Kaufmann Philipp Würzburger, dem bedeutendsten Vertreter
der Bochumer jüdischen Gemeinschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Philipp Würzburger entstammte einer angesehenen jüdischen Familie, deren Bedeutung
für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Bochums im Vortrag eingangs beleuchtet
wird. Entsprechend seiner Familientradition engagierte Würzburger sich sowohl in der
jüdischen wie in der bürgerlichen Gemeinde. Jahrzehntelang war er zugleich Vorsteher der
Jüdischen Gemeinde und Stadtverordneter mit Sitz im Magistrat, zuletzt als Stellvertreter
des Bürgermeisters.
Sichtbares Zeichen seines Wirkens in der Jüdischen Gemeinde war der Bau der Synagoge
von 1863, die allerdings in der Pogromnacht 1938 zerstört wurde.
Dauerhaft erhalten blieb als Ertrag seines Wirkens in der Kommunalpolitik der Stadtpark.
Der Vortrag folgt den Spuren dieses ebenso weitsichtigen wie erfolgreichen Mannes,
der als liberaler Jude und als Bochumer Bürger stets ein Ziel verfolgte: Er suchte „der Stadt Bestes“.
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