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Ensemble Ruhr

Freitag, 09.04.2021, 15:00 Uhr
Ensemble Ruhr

Sehnsucht und Ahnung

Trotz Lockdown kommt Bewegung in die stillgelegte Kulturszene: Das Essener Kammerorchester „Ensemble Ruhr“ hat eine coronakonforme Bühne entwickelt – und verspricht ein „völlig neuartiges Konzerterlebnis“. Die Premiere von „Sehnsucht und Ahnung“ in der Jahrhunderthalle Bochum ist am 9. April.

Mit einer völlig neuartigen Bühnenkonstruktion will das Ensemble
Ruhr so schnell wie möglich wieder mit dem Konzertbetrieb starten. Die Bühne ähnelt dabei einer in sechs Stücke geteilten Torte. Die Musiker des professionellen Kammerorchesters spielen mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand verteilt auf diese Tortenstücke, die durch Wände voneinander getrennt sind.
Das Publikum kann die so entstehenden, nach oben offenen Räume nacheinander und ebenfalls mit Sicherheitsabstand betreten. Alle
Räume sind unterschiedlich gestaltet und stehen jeweils für einen Gefühlszustand.
„Sobald Konzerte wieder erlaubt sind, haben wir mit dieser Bühne die Möglichkeit aufzutreten und gleichzeitig ein völlig neuartiges Konzerterlebnis zu bieten“, sagen die künstlerischen Leiterinnen des Ensemble Ruhr, Anna Betzl-Reitmeier und Antje Weltzer-Pauls.
Seit Oktober arbeiten sie mit Regisseurin Katrin Sedlbauer und Bühnenbildnerin Kristina Schmidt an dem Projekt mit dem Titel „Sehnsucht und Ahnung“.
Seine Premiere soll es am Freitag, 9. April, mit Franz Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ in der Kammerorchesterfassung von Gustav Mahler in der Bochumer Jahrhunderthalle feiern.
Weitere Aufführungen sind für den 10. und 11. April geplant.
Das Ensemble hat mit Absicht ein so dramatisches, emotionales Werk gewählt, das im Verlauf der Aufführung ziemlich „auseinandergenommen“ wird: Die Ensemblemitglieder spielen mit einzelnen Fragmenten der Komposition, teilweise setzen sie auf kreative Improvisation.
„Das Werk entstand, als Franz Schubert in einer Lebenskrise steckte“, erklärt der musikalische Leiter und Konzertmeister des Ensemble Ruhr, Stefan Hempel. „Und wir wollen die tiefe Erschütterung von Musikern und Kulturschaffenden widerspiegeln, die durch die Corona-Krise in persönliche und berufliche Existenznot geraten sind.“

„Sehnsucht und Ahnung“ beschäftigt sich also künstlerisch mit den Folgen von physischer und emotionaler Distanz. Mithilfe ihrer Instrumente finden die Musiker aber über alle physische Distanz hinweg den Kontakt zueinander. Die in sich abgeschlossene Bühne wird so zu einem eigenen Organismus, in den das Publikum, das alle Räume einzeln oder zu zweit
durchläuft, eintaucht und dabei unmittelbar erfährt, was Künstler derzeit bewegt.

Gefördert von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien im Rahmen des Programms "Neustart Kultur. Orchester vor neuen Herausforderunge", von der Kunststiftung NRW sowie von der Kulturstiftung Essen. In Kooperation mit der Jahrhunderthalle Bochum/ Bochum Veranstaltungen GmbH.

Alle Termine:
09.04.2021:
15:00 Uhr
19:30 Uhr

10.04.2021:
15:00 Uhr
17:00 Uhr
19:00 Uhr
21:00 Uhr

11.04.2021:
10:00 Uhr
12:00 Uhr
14:00 Uhr
16:00 Uhr

 


© 2021 Sabrina Jung & VG Bild-Kunst Bonn

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Weitere Informationen

WANN?
Freitag 09.04.2021
Beginn: 15:00 Uhr
Ende: ca. 19:30 Uhr
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WO?

Jahrhunderthalle Bochum

An der Jahrhunderthalle 1
44793 Bochum
Deutschland

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