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Vortrag im Stadtarchiv

Jens Tampier berichtet über Denkmalkult und Denkmalsstreit in Bochum

Im Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, finden ab September wieder Veranstaltungen statt. Den Auftakt macht am Mittwoch, 9. September, der Bochumer Journalist und Historiker Jens Tampier mit einem Vortrag über „Denkmalkult und Denkmalsstreit in Bochum. Eine Geschichte über rollende Köpfe, abgesägte Soldaten und aufgebrachte Heimatforscher“.
Der Vortrag beleuchtet das Verhältnis der Bochumerinnen und Bochumer zu ihren Denkmälern, den Erinnerungsmöglichkeiten und den Gebrauchsformen des Andenkens an die kleine und große Geschichte. In Bochum wird sich gerne über Denkmäler, Kunstwerke und Heimatgeschichte gestritten, sowohl mit Worten als auch mit Sachbeschädigungen oder Beschimpfungen. Grundlage genug also für eine kleine Geschichte und vor allem einen launigen Abend zu all den vielen Streitereien in Bochum der letzten Jahrzehnte. Damit ist der „Denkmalskult und Denkmalsstreit“ ein steiniger Weg durch die Geschichte der Stadt Bochum.
Dieser Weg führt auch zu der Geschichte des Kopfes eines Soldaten aus Langendreer, der erst enthauptetet, dann entführt wurde und später verschwundenen war. Es wurde sogar ein Kopfgeld ausgesetzt, um den Kopf wiederzubekommen. Doch er blieb verschwunden. Erst vor kurzem tauchte der Kopf in einem Bochumer Gartenteich wieder auf. Diese Kriminalgeschichte begann bereits im Jahr 1987 und wirkte noch bis 2020 nach. Das Objekt, um das es sich handelt, heißt offiziell „KriegerEhrenmal“. Errichtet wurde es im Jahr 1929 und gut 90 Jahre später ist es noch immer ein Stück umstrittene Geschichte.

 

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