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„Time Signals“ führt durch 700 Jahre Bochum

Neustes Projekt des Bochum-Fonds wird zunächst an zwei Standorten gezeigt

Wer abends am Stadtpark oder auf der Alten Bahnhofstraße in Langendreer lang flaniert, sollte die Augen offen halten: Das Projekt „Time Signals“ ist gestartet und zeigt an bisher zwei Standorten eine Videoinstallation zu 700 Jahre Bochum. Initiator war der Verein „Urbane Kunst“, für die Umsetzung hat Künstler Olaf Rauch gesorgt. Unterstützung hat er sich dabei von Bildspezialist Markus Lutter und Autor Frank Dengler geholt. Möglich geworden ist das Projekt durch den Bochum-Fonds der Stadt Bochum, den Bochum Marketing koordiniert.

Die rund 100-minütige Videoinstallation präsentiert die Meilensteine der Bochumer Stadtgeschichte von der Vorzeit um 800 bis zum Jubiläumsjahr 2021 in Text, Film, Fotografie, Malerei und Animation. „Time Signals“ umfasst rund 480 Ereignisse aus den Bereichen Architektur, Religion, Kunst, Kultur, Sport und Stadtgeschichte. Gezeigt wird das Video am Haus der Kortumgesellschaft, Bergstraße 68a, und an der Alten Bahnhofsstraße 19 in Langendreer. An allen Spielorten wird die Installation täglich von 20 bis 24 Uhr zu sehen sein.
 

„Ich lebe seit Anfang der 90er-Jahre in Bochum und bin historisch sehr interessiert. 700 Jahre Bochum hat sich für dieses Projekt einfach angeboten“, erklärt Olaf Rauch. Der Künstler kümmerte sich um das visuelle Konzept und die Umsetzung. Autor Frank Dengler sorgte für die Texte, Markus Lutter von der Pressestelle der Stadt Bochum unterstützte mit Bildmaterial.

Einige Herausforderungen
In den sechs Monaten der Entstehung stieß das Trio auf einige Herausforderungen. „Die bildliche Überlieferung in Bochum ist vor 1801 nicht wirklich vorhanden, da gibt es eigentlich nur zwei Karten. Bei Time Signals gab es prima Ideen, dies zu überbrücken“, sagt Lutter. Wo es keine bildlichen Darstellungen gab, wurden etwa Visualisierungen oder Zeichnungen genutzt. Teilweise mussten sogar Playmobilritter herhalten, um die Geschichte für die Zuschauer erlebbar zu machen. „Wir wollten die Stadtgeschichte möglichst umfassend darstellen, aber es ist auch nicht immer stockernst“, verrät Rauch.

Premiere bei der Kortumgesellschaft
Seit Mittwochabend läuft die Videoinstallation in der großen Fensterscheibe im Haus der Kortumgesellschaft, wo Lutter als Teil des weiteren Vorstands bei der Vermittlung helfen konnte. „Ich kenne Olaf Rauch seit Jahren, er leistet gute Arbeit, und wir haben hier die Möglichkeit, das Video zu zeigen“, begründet Lutter: „Das Ergebnis ist wirklich sehr gut geworden.“

Weitere Installationen in Langendreer
In Langendreer sind die „Time Signals“ seit Donnerstag in der Fensterscheibe des „Ambulanten Seniorendienst“ von Petra und Benjamin Siena untergebracht. Die entscheidende Hilfe dazu leistete Stadtteilmanager Karsten Höser: „Ich stehe immer im regen Austausch mit Bochum Marketing, wir unterstützen uns gegenseitig – und ich habe ja den Überblick, wo hier im Eck die räumlichen Möglichkeiten bestehen“, so Höser, der auch selbst Spaß an der Installation hat: „Da sind einige Bilder von Langendreer dabei, das finde ich ganz spannend.“

Neue Aussteller gesucht
Das Projekt soll während des Jubiläumsjahres durch möglichst viele Stadtteile reisen. Hierfür sind sowohl Leerstände in zentraler Lage mit möglichst viel Laufkundschaft und großem Schaufenster als auch geschlossene Räume mit Warte- oder Empfangsbereich geeignet. Bei Interesse, die „Time Signals“ zu zeigen, kann Kontakt per Telefon oder Mail aufgenommen werden: T 0157 57905697 oder orga@urbane-kunst.eu. Sobald es neue Standorte gibt, werden diese im Internet veröffentlicht, unter: www.bochum-fonds.de/projekte/time-signals.

An folgenden Standorten ist „Time Signals“ schon täglich von 20 bis 24 Uhr zu sehen:
23. Juni bis 3. Juli: Kortumgesellschaft Bochum, Bergstr. 68a
24. Juni bis 31. Juli: Bochum-Langendreer, Alte Bahnhofstr. 19

 

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