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Neue Quartiersmanagerin in der nördlichen Innenstadt

Cansin Köktürk bringt neue Ideen in das Viertel: „Hier wird sich was entwickeln“

Die nördliche Innenstadt hat jetzt eine Quartiersmanagerin: Cansin Köktürk hat im März den neu geschaffenen Job bei Bochum Marketing angetreten. Die 27-Jährige hat die ersten Projekte bereits ins Rollen gebracht. Für die Zukunft hat sie schon jetzt viele Ideen, um das Viertel einladender zu gestalten.

Die nördliche Innenstadt, das ist grob gefasst das Geschäftsviertel von der Hans-Böckler-Straße über die Brückstraße, die Citypassage bis hin zur unteren Kortumstraße. „Mein Ziel ist es, die Geschäftstreibenden und Bewohnerschaft besser in die gesamte Innenstadt zu integrieren. Die Menschen des Quartiers möchte ich auch zu Akteuren der Entwicklung der Innenstadt machen. Dazu will ich unter anderem auf soziale Projekte setzen und Begegnungen fördern. Das Viertel soll lebendiger, attraktiver und grüner werden. Alle Innenstadtbesucher und -besucherinnen sollen sich hier wohlfühlen können“, beschreibt Köktürk ihre Idee.

Die studierte Sozialarbeiterin, die zuletzt in Bochum als Heimleitung in der Flüchtlingshilfe gearbeitet hatte, will ihre bisherigen Berufserfahrungen in ihren neuen Job mit einbringen: „Es gibt viele Schnittpunkte zwischen Sozialarbeit und Stadtmarketing – das eine kann das andere positiv beeinflussen. Wenn das Viertel zum Beispiel einladender gestaltet wird, dann kommen auch mehr Menschen. Das sorgt für weitere Interaktion. Ich will das Wort ‚sozial‘ hier mit Leben füllen“, so Köktürk.

400 Postkarten verteilt
In einem ersten Schritt hat sie sich innerhalb des Viertels zunächst einmal vorgestellt. Weil das wegen der Corona-Pandemie momentan nicht persönlich geht, hat Köktürk in der vergangenen Woche zur ersten Kontaktaufnahme insgesamt 400 Postkarten und Anschreiben in die Briefkästen geworfen, in drei Sprachen. Die multikulturelle Anwohner- und Kaufmannschaft soll gemeinsam anpacken, um das Viertel nach vorne zu bringen. „Es geht nur gemeinsam. Das langfristige Ziel ist es, dass das Quartier von alleine lebt. Gern würden wir dazu später auch einen Verein gründen und eine digitale Vermarktungsplattform entwickeln. Dazu müssen wir zuerst das Vertrauen untereinander stärken und viel Netzwerkarbeit betreiben. Ich sehe mich auch als Vermittlerin zwischen dem Quartier und der Stadtverwaltung“, erklärt Köktürk.

Engagement ankurbeln
Um das Engagement im Viertel anzukurbeln, hat sich Cansin Köktürk für die kommenden Monate einige Projekte vorgenommen. Zuerst soll ein regelmäßiges Treffen mit den Anwohnern und Geschäftsleuten ins Leben gerufen werden, das zunächst digital organisiert wird. Außerdem auf dem Ideen-Zettel hat die 27-Jährige unter anderem Baumbänke im Rahmen eines Projektes mit Jugendlichen, das sie gern mit der Stadt abstimmen möchte. Denkbar ist auch eine Quartierszeitschrift mit Unterstützung der Geschäftsleute und eine Kooperation mit dem Seniorenbüro Mitte. Gut für das WIR-Gefühl wäre es zudem, wenn sich die Quartiersgemeinschaft mit Blick auf das, wofür ihr Viertel steht und womit sich die Anwohner identifizieren, einen Namen geben würde.

Alle Generationen können mitmachen
„Wir wollen alle Generationen ansprechen“, bekräftigt Köktürk und wagt einen Ausblick: „Wir müssen schauen, was wir trotz der Corona-Beschränkungen aktuell umsetzen können. Es wird sicherlich eine Herausforderung. Aber klar ist, hier wird sich was entwickeln. Wir wollen die nördliche Innenstadt zu einem attraktiven Ort machen, an dem man sich gerne trifft und aufhält.“

Wer sich in der nördlichen Innenstadt engagieren will, Ideen oder Wünsche hat, kann sich an Cansin Köktürk wenden:
T 0234 9049678
koektuerk(at)bochum-marketing.de

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