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Mehr als nur ein Ort

„Experiment HEIMAT“ im Stadtarchiv

„Ein Land, Landesteil oder Ort, in dem man geboren und aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt.“ Zu dieser Definition gelangt, wer sich auf die Suche nach der Bedeutung von Heimat begibt. Den Begriff jedoch so herunterzubrechen, wäre eindeutig zu einfach. Denn gerade in einem Zeitalter der Migration gewinnt die Debatte um Heimatbegriffe immer mehr an Bedeutung. In dem Literatur- und Fotografie-Projekt „Experiment HEIMAT“ gehen deshalb international renommierte Autoren und Fotografen unter anderem Fragen wie „Was brauchen Menschen, damit ein fremder Ort zur Heimat wird?“, „Gibt es nur eine Heimat oder existiert sie vielleicht überhaupt nicht mehr?“ auf den Grund.

Initiiert wurde das Projekt vom Westfälischen Literaturbüro in Unna e. V. in Kooperation mit diversen Städten, LWL-Industriemuseen, Kulturämtern sowie zahlreichen weiteren Vereinen, Einrichtungen und Initiativen in Westfalen. Gefördert wurde das Experiment HEIMAT vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

In Zweierteams wurden an neun unterschiedlichen Orten in Westfalen die verschiedenen Aspekte zum Thema Heimat untersucht und dokumentiert. Für Bochum begaben sich die Lyrikerin Safiye Can und Fotografin Aleksandra Weber an die RUB, um herauszufinden, was die Menschen unter dem Begriff Heimat verstehen. Gemeinsam mit Bochum Marketing haben Studierende der Fakultät Philologie der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Dr. Stephanie Heimgartner für die beiden Künstlerinnen ein vielfältiges Programm organisiert.

Aus dem Experiment HEIMAT resultierten zwei künstlerische Ergebnisse – ein Text-Foto-Band mit 138 Farbabbildungen sowie eine Ausstellung, die in diesem Jahr an alle HEIMAT-Orte zurückkehren wird. In Bochum macht die Wanderausstellung vom 24. Juni bis zum 17. Juli Halt im Stadtarchiv – dem Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte. Während dieses Zeitraums haben Besucher die Möglichkeit, Passagen aus ausgewählten Texten zu lauschen und die eindrucksvollen, großformatigen Fotografien zu bewundern.

Am ersten Veranstaltungswochenende, dem 25. und 26. Juni, wird die Ausstellung mit einem unterhaltsamen Begleitprogramm eingeläutet. Safiye Can und Aleksandra Weber werden anwesend sein, um über ihre Erfahrungen während des Projekts zu berichten. Mit von der Partie sind ebenfalls Sebastian 23, deutscher Slam-Poet und Buchautor, Frank Goosen und die Kortum-Gesellschaft, welche eigene Beiträge zum Thema Heimat präsentieren werden.

Der bei Hartmann Books parallel zum Veranstaltungsstart erschienene Text-Foto-Band enthält alle Fotoserien und Beiträge der Autoren in ganzer Länge. Die Publikation ist am Eröffnungswochenende im Stadtarchiv und während der kompletten Ausstellungszeit in der Bochum Touristinfo, Huestraße 9, für 28 Euro erhältlich.

Programmflyer zu Experiment HEIMAT

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