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Festivalzeit beim Campus Spring Break

Feiern mit Hip-Hop-Konzerten und DJ-Bühne im Westpark. Wir waren bei der Premiere dabei.

Es ist Festivalzeit – auch in Bochum. Mit dem Campus Spring Break hat diesen Sommer eine ganz neue Veranstaltung die Saison eröffnet. Auch wenn es der Name nahelegt, fand das Festival nicht an der Uni statt, sondern hinter der Jahrhunderthalle im Westpark. Genau dort, wo im Sommer vor acht Jahren noch die große Leinwand für das Public Viewing der WM 2014 stand, waren im Juni 2022 zwei Bühnen aufgebaut, auf denen angesagte Hip-Hop-Künstler das Publikum begeisterten. Wir waren bei der Premiere dabei.

Ein Hip-Hop-Festival im Westpark: Das klingt im ersten Moment ganz nach meinem Geschmack. Allerdings ist mein letztes Festival, auch wegen der Corona-Pandemie, ganz schön lange her. Ob ich mich an so große Menschenmengen wieder gewöhnen kann? Wir werden es sehen. Außerdem ist auch mein Wissen über die aktuellen Künstler etwas eingerostet. Spontan kenne ich vom Lineup nur Nura, die 257er und Finch – mehr oder weniger. Also ist am Abend vorher erstmal Musikhören auf der eigenen Soundanalage angesagt. Die Vorfreude steigt mit jedem Song.

Start mit Nura und Majan

Das Festival beginnt um 16 Uhr an einem Donnerstag, etwas zu früh für mich, zumal sich gerade im Himmel die Schleusen öffnen. Meine Freundin Toey und ich warten den ersten großen Regen ab und schaffen es um 17.45 Uhr gerade noch rechtzeitig zu Nura, die den Massen ordentlich einheizt. Wir schauen uns das Geschehen erstmal kopfnickend aus respektvoller Entfernung an. Doch lange hält es uns nicht. Der Bass durchfährt den Körper von den Zehenspitzen bis in die letzten Gehirnnerven. Das Festival-Feeling kommt so langsam an. Unten vor der Bühne feiern die Menschen die Musik, oben reißen die Wolken auf, die Sonne kommt durch und beschert ein malerisches Panorama. Wir lassen uns mitreißen und sind beim nächsten Konzert von Majan schon mittendrin im Pulk, wenn auch am hinteren Ende. Die Festivalstimmung hat uns eingefangen!

Majan spielt seine letzten Songs und der Himmel reißt auf.
Währenddessen bildet sich vor der Bühne der 257ers schon eine große Menschentraube.

Beim Campus Spring Break stehen zwei Bühnen direkt nebeneinander, sodass die Konzerte nahtlos ineinander übergehen können. Während des Auftritts von Majan füllt sich der Zuschauerraum vor der anderen Bühne schon mächtig. Die 257ers machen sich bereit, die wollen wir auf keinen Fall verpassen. Vorher wollen wir uns aber einen Überblick über das Festivalgelände verschaffen. Das ist schnell gemacht. Wir lernen den Bierstand kennen, auch Miss Hops ist hier, außerdem Stände für Pizza, Döner und Nudeln. Eine kleine Erfrischung nehmen wir mit, Essen ist später angesagt, noch haben wir genug Kraft zum Tanzen. Die führt uns als nächstes zur DJ-Bühne, die noch ziemlich leer ist. Wir entscheiden uns, später wiederzukommen und zu den Hauptbühnen zurückzugehen.

Auf dem Weg sehen wir eine kleine Menschentraube, die sich langsam auflöst. Dahinter erscheint im Sonnenlicht „VfL-Jesus“ Thomas Dragunski. So ein Original kann ich nicht einfach stehen lassen. Wir stoßen an und tauschen uns über die Saison des VfL aus. Herrlich – oder watt! Dann geht’s weiter zu den Bühnen, wo wir uns auch bei den 257ers einreihen, denn die legen gleich los. Wir stellen uns mit etwas Abstand nach hinten und sind nach ein paar Minuten trotzdem mittendrin, da es sich immer weiter füllt. Ein bisschen Abstand wird hier hinten trotzdem gehalten, von daher fühlen wir uns wohl. Und dann gehen Sound und Licht an – und die Party geht so richtig los.

Die 257ers machen auf der Bühne richtig Alarm.

Zwar fällt am Anfang kurz der Sound aus, aber das Publikum feiert das Duo aus Essen trotzdem. Die 257ers geben auf der Bühne alles, mit Gästen, Kostümen, Pyroshow und einer riesigen Schaumparty für die ersten Reihen des Publikums, die später noch im Kreis wild miteinander tanzen werden. Da sind wir etwas weiter hinten ganz gut aufgehoben, auch hier steigt die Party, mit etwas mehr Abstand. Zufrieden waren nach dem Konzert, das mit den großen Hits Holz und Holland zu Ende ging, aber alle, der Applaus will kaum enden und ist völlig verdient. Diese verrückte Show war auf jeden Fall ein Highlight!

Auch das anschließende Konzert von SSIO lässt die Massen abgehen. Der Rapper bringt das Publikum zu später Stunde in Bewegung. Bei jedem Lied fordert er, dass alle mit den Armen mitgehen. „Das wird wie eine Einheit im Fitnessstudio“, sagt er. Als sich dann noch alle erst setzen und dann springen sollen, habe ich auch langsam den Eindruck. Aber wir machen mit, denn es macht einfach nur Spaß. Und bei den Beats ist es sowieso unmöglich, sich der Musik zu entziehen. Das Festival-Feeling hat uns voll gepackt!

Tanzen, bis die Sonne untergeht

Zum Abschluss wartet das Konzert von Finch, der die Beats per Minute deutlich hochdreht. Vor dem wohl größten Publikum des Abends beginnt der Rapper mit einem pompösen Intro und legt voll los. Wir feiern die ersten Songs noch mit, dann brauchen wir eine Stärkung. Mit Snack und Getränk probieren wir anschließend nochmal die etwas gemütlichere DJ-Bühne aus. Hier haben sich auch mittlerweile einige Besucher versammelt, die vor der Kulisse der Jahrhunderthalle zu einem Hip-Hop-Dance-Mix tanzen. Die Musik stimmt, also lassen wir hier den Abend ausklingen – mit Sonnenuntergang und einem Mix von „Still D.R.E.“. So muss ein Festival sein ...

verfasst von Felix

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