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„Faire Woche“ 2021 auch in Bochum

Vom 10. bis 24. September liegt der Fokus auf „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“

Vom 10. bis 24. September findet bundesweit zum 20. Mal die „Faire Woche” statt. Auch Bochum ist mit dabei! Unter dem Motto „Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ rücken in diesem Jahr menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt. Zum Auftakt lädt die Steuerungsgruppe Fairtrade Bochum am Freitag, 10. September, ab 10 Uhr zum Wochenmarkt auf dem Dr.-Ruer-Platz ein. Es gibt Informationen, Aktionen, ein Glücksrad und faire Schokolade – alles unter dem Motto „Fair ist besser“. Doch auch weitere Aktivitäten sind in dieser Zeit geplant, wie zum Beispiel ein „fair-gnüglicher“ Stadtspaziergang im Stadtgarten Wattenscheid. Das ganze Programm ist online unter Faire Woche 2021 - „Menschenwürdige Arbeitsbedingungen“ unter dem Motto „Zukunft fair gestalten - #fairhandeln für Menschenrechte weltweit“ | Stadt Bochum abrufbar.

Seit 2013 ist die Stadt Bochum zertifizierte Fairtrade Town und setzt sich zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren für einen fairen Handel ein. Die Steuerungsgruppe Fairtrade Town Bochum informiert mit verschiedenen Aktionen und Projekten über den Themenkomplex fairer Handel. Sie setzt sich für einen kooperativen und solidarischen Umgang mit den Erzeugerinnen und Erzeugern am Anfang der Lieferkette ein. Viele wichtige Agrar-Rohstoffe wie Kaffee, Kakao, Orangensaft, Bananen oder Baumwolle stammen aus Ländern des globalen Südens. Niedrige und stark schwankende Weltmarktpreise sowie extrem geringe Löhne reichen oft nicht aus, um die Lebenshaltungskosten der Kleinbauern- und Arbeiterfamilien zu decken. Armut, Kinder- und Zwangsarbeit sind die Folgen.

Hier setzt der Faire Handel an. Ziel ist es, gerechtere Handelsstrukturen zu etablieren, damit benachteiligte kleinbäuerliche Betriebe und Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Plantagen und in den Fabriken ihre Existenz aus eigener Kraft nachhaltig sichern können. „Durch den Kauf fairer Produkte – neben Kaffee und Tee beispielsweise Schnittblumen, Südfrüchte, Schokolade oder Textilien – können Verbraucherinnen und Verbraucher dazu beitragen, dass Arbeitsbedingungen und teilweise auch Umweltstandards besser werden“, sagt Marina Grenz von der Steuerungsgruppe Fairtrade Bochum. Aufgrund der Pandemie war der Umsatz des Fairen Handels in Deutschland 2020 erstmals seit zehn Jahren rückläufig.

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