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Bochum gedenkt

 

 

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in unserer Stadt 190 Mitbürgerinnen und Mitbürger an bzw. mit Covid-19 gestorben. Durch die geltenden Kontaktbeschränkungen war es für sie, aber auch für viele andere im letzten Jahr verstorbene Menschen ein einsamer Tod. Angehörige, Freundinnen und Freunde konnten nicht bei ihnen sein, sie nicht begleiten und sich oftmals noch nicht einmal von ihnen verabschieden. Trauerfeiern fanden – wenn überhaupt – nur in engstem Familienkreis statt.

Mit dieser schmerzlichen Erfahrung wollen wir die Trauernden nicht allein lassen. Deshalb haben wir beschlossen, an dem vom Bundespräsidenten initiierten nationalen Gedenktag auch in Bochum unserer verstorbenen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu gedenken – auch jener, die nicht an oder mit Covid-19, pandemiebedingt jedoch ebenso einsam gestorben sind.
Wir glauben, dass ein gemeinsames Gedenken wichtig ist – für uns alle.

Leider ist es noch immer nicht möglich, dass wir in großer Gemeinschaft zusammenkommen.

Deshalb werden wir das Bochumer Gedenken am Sonntag, 18. April, 17:30 Uhr – ca. 18:00 Uhr als Livestream unter https://youtu.be/LM4xbuHQzXA auf dem YouTube-Kanal der Stadt Bochum senden. (Die Gedenkveranstaltung wird von einer Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt.)

Eine Trauerbeflaggung an allen städtischen Gebäuden wird das Gedenken an diesem Tag begleiten und ein Glockengeläut vieler Kirchen in ganz Bochum ruft zur Teilnahme auf.

Wir laden alle Bochumerinnen und Bochumer herzlich ein: Schalten Sie sich dazu. Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass die Opfer der Corona-Pandemie in unserer Stadt nicht vergessen werden.

Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister, Stadt Bochum
Dr. Gerald Hagmann, Superintendent, Ev. Kirchenkreis Bochum
Michael Kemper, Stadtdechant, Kath. Stadtkirche BO und WAT
Grigory Rabinovich, Jüdische Gemeinde, Bochum – Herne – Hattingen 
Tolga Ahiskali, Arbeitsgemeinschaft, Bochumer Moscheen

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