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Auf Spurensuche nach Heimat

Eröffnungswochenende von Experiment HEIMAT mit Frank Goosen und Sebastian 23

Das Literatur- und Fotografie-Projekt Experiment HEIMAT rückt den Heimatbegriff ins Zentrum eines künstlerischen Versuchs: International renommierte Autorinnen und Autoren sowie Fotografinnen und Fotografen haben sich auf den Weg zu Heimatorten in NRW gemacht und ihre Außensicht auf künstlerische Weise mit der Selbstwahrnehmung der Westfalen in Bezug gesetzt. Im Fokus die Frage: Was ist Heimat? Als Ergebnis ist ein Kaleidoskop höchst unterschiedlicher visueller und literarischer Interpretationen des Begriffes Heimat entstanden. Festgehalten wurde das in einem Text-Foto-Band und einer Wanderausstellung, die vom 24. Juni bis 17. Juli in Bochum Halt macht, wo Lyrikerin Safiye Can und Fotografin Aleksandra Weber im vergangenen Jahr dem Heimatbegriff an der Ruhr-Universität auf den Grund gegangen sind. Das Eröffnungswochenende im Bochumer Stadtarchiv wird von einem Programm begleitet, unter anderem mit der Kortumgesellschaft, Sebastian 23 und Frank Goosen.  

Die Ausstellung Experiment HEIMAT wird am Samstag um 12 Uhr offiziell eröffnet. Neben den Organisatoren sind auch die Künstlerinnen vor Ort. Ab 13 Uhr geben Safiye Can und Aleksandra Weber einen Überblick über ihre Arbeiten zum Projekt. Die beiden erzählen von ihrer Zeit in Bochum sowie von der Entstehung der (Portrait-)Fotoserie „44801 Bochum“ und der „Gedichtcollagen“, die aus den Wissenschaftsmagazinen der Ruhr-Universität und Flyern von Bochum Marketing erstellt wurden. Can liest außerdem ihre Gedichte. Danach wartet die Ausstellung darauf, entdeckt zu werden. Besucher haben die Möglichkeit, Passagen aus ausgewählten Texten zu lauschen und die eindrucksvollen, großformatigen Fotografien zu bewundern. Doch nicht nur das: Am Eröffnungswochenende gibt es ein unterhaltsames Rahmenprogramm, bei dem sich lokale Größen mit dem Thema beschäftigen. 

Poesie und Musik am Samstag 

Am Samstag um 14 Uhr erzählt Sebastian 23 von seinem Heimatbegriff. Der in Bochum-Weitmar lebende Slampoet, Buchautor und Comedian gewann 2008 die deutschen Poetry-Slam-Meisterschaften und hat sich auf Deutschlands Bühnen als Wortakrobat etabliert. Im Anschluss um 15 Uhr präsentieren „Sebastian Netta & Friends“ Musik am Küchentisch – ein Zusammentreffen von drei Vollblutmusikern, von denen jeder eine beachtliche Vita vorweisen kann, mit einem Repertoire von Rock/Pop über Klassik, Country und Jazz bis zum Schlager. 

Frank Goosen kommt am Sonntag 

Das Programm am Sonntag beginnt um 13 Uhr mit einer Lesung von Safiye Can, die ihre Gedichtreihe zum Experiment HEIMAT vorstellt. Auch andere Werke, wie „Poesie und Pandemie“, trägt die Lyrikerin vor. Um 14 Uhr wird der durch das Experiment HEIMAT entstandene Text-Foto-Band an die Studierenden der Ruhr-Universität übergeben, die sich ebenfalls für das Projekt engagiert und es wissenschaftlich begleitet haben. Von ihren Erlebnissen im Rahmen des Praxisseminars berichten sie anschließend. Der bei Hartmann Books erschienene Text-Foto-Band enthält alle Fotoserien und Beiträge zum Projekt in ganzer Länge. Die Publikation ist am Eröffnungswochenende im Stadtarchiv und während der kompletten Ausstellungszeit in der Bochum Touristinfo, Huestraße 9, für 28 Euro erhältlich. Ab 15 Uhr hält Dr. Hans Hanke einen Vortrag zum Thema Heimat. Der Vorsitzende der Kortum-Gesellschaft ist u.a. Autor zahlreicher Publikationen über Bochum. Ein Highlight wartet noch am Sonntag um 16 Uhr, wenn der in Bochum geborene Autor und Kabarettist Frank Goosen von seinem Bochum erzählt: in Geschichten von um die Ecke. 

Viele Förderer und Unterstützer 

Initiiert wurde das Experiment HEIMAT vom Westfälischen Literaturbüro in Unna in Kooperation mit diversen Städten, den LWL-Industriemuseen, Kulturämtern sowie zahlreichen weiteren Vereinen, Einrichtungen und Initiativen in Westfalen. Bochum Marketing hat sich um die lokale Organisation und das Rahmenprogramm gekümmert. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. 

Dritte Station auf der Reise durch Westfalen 

Im vergangenen Jahr waren jeweils Zweierteams an neun unterschiedlichen Orten in Westfalen unterwegs, um die verschiedenen Aspekte zum Thema Heimat zu untersuchen und dokumentieren. Die ersten Stationen des Experiment HEIMAT waren Coesfeld, Dortmund und Waltrop. Nach Bochum wandert die Ausstellung unter anderem noch nach Hattingen, Detmold und Unna.  

Mehr Informationen gibt es im Internet: www.experimentheimat.de

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