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Applaus, Applaus

Ohne Proben ganz nach oben

Das inklusive Musiktheaterprojekt „Applaus, Applaus: Ohne Proben ganz nach oben“ von der Musikschule Bochum in Kooperation mit dem LWL-Universitätsklinikum Bochum wird am Sonntag, 27. März, um 20 Uhr im Kleinen Saal im Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Marienplatz 1, seine Premiere haben. Nach einem halben Jahr intensiver Probenarbeit wird dieses selbst entwickelte Stück unter der Regie von Sandra Anklam in vier Aufführungen präsentiert. Weitere Termine sind der 28. und 29. März sowie der 1. April, jeweils um 20 Uhr. Die musikalische Leitung hat Maik Horstmann von der Musikschule, Bühne und Kostüme sind von Mara Henni Klimek.

Applaus ist das Brot der Kunstschaffenden. Eine Gruppe von Spielerinnen und Spielern hat sich auf die Suche gemacht, was dieses Hauptnahrungsmittel aller Künstlerinnen und Künstler auszeichnet. Das Publikum begleitet das Ensemble auf eine erstaunliche, sinnliche und lustvolle Entdeckungsreise des facettenreichen Phänomens Applaus.

Das Projekt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin des LWL-Universitätsklinikums Bochum und der Musikschule Bochum schafft einen außergewöhnlichen Ansatz an der Schnittstelle von Kunst und Heilung: Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende stehen gemeinsam auf einer Bühne und setzen sich über das Medium Theater mit ästhetischen Mitteln, einem Thema und mit sich selbst auseinander. Die Idee des Projektes ist auch, sich für die Entstigmatisierung von Menschen einzusetzen, die an einer psychischen Erkrankung leiden. Die Theaterbühne ist ein öffentlicher Raum. Entstigmatisierung bedeutet hier, dass sich Menschen mit Psychiatrieerfahrung und professionell in der Psychiatrie Tätige diesen Raum erobern, sich in ihrer Theaterrolle darstellen und behaupten. Der Fokus wird verschoben auf künstlerische Ausdrucksformen, auf Fähigkeiten und Kompetenzen. Alle stehen unter gleichen Voraussetzungen auf der Bühne, mit der Inszenierung als verbindendem Element. Es darf gerätselt werden, wer Patientin beziehungsweise Patient und wer Nicht-Patientin beziehungsweise –Patient ist, da Kreativität, Originalität und künstlerischer Wert vom Publikum unabhängig vom Krankheitssymptom erlebt werden.

Dieses Projekt wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Kemnader Kreises und der Stiftung der Sparda West Bank.

Eintrittskarten können für acht Euro unter Musikschulticket(at)bochum.de bestellt werden.

Es gelten die 3G-Regel und die FFP2-Maskenpflicht.

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