BoMa Stadtmagazin

Fein auf der Zunge im Abgang

Die Mönche in Stiepel produzieren Monastic Dry Gin

In einer Idylle der Abgeschiedenheit liegt in Bochum-Stiepel seit nun genau 30 Jahren das Kloster der Zisterziensermönche des Stifts Heiligenkreuz.

Hinter den klösterlichen Mauern wird jedoch nicht den ganzen Tag, den der liebe Gott hat werden lassen, die Bibel abgeschrieben, sondern Gin in Eigenproduktion hergestellt.

Der Bochumer Monastic Dry Gin ist eine Kreation von Pater Justinus. „Ich habe schon immer gerne Gin getrunken“, verrät er mit einem Augenzwinkern. Jedes Kloster habe seinen eigenen Klosterlikör. „Das war früher ganz typisch.“ Als er vor zwei Jahren nach Bochum kam, hatte er sich überlegt, welches spannende Projekt er angehen könnte, das eine Relevanz für Bochum und das Kloster Stiepel hat und aus einer monastischen Tradition bzw. eigenen Produktion kommt. „Ein weiterer Kräuterlikör bringt keine Uniqueness“, sagt der geistliche Marketingexperte. Es sollte ein Produkt mit „einer starken unique selling proposition“ sein, einem Alleinstellungsmerkmal. Schon während der Auseinandersetzung mit der Gin-Herstellung habe er für die Zusammenstellung eine gewisse geschmackliche Sensibilität entwickelt.

Das Besondere an dem Gin ist seine unverkennbare und einmalige Note. Seine Wacholdernote ist zuerst herauszuriechen. „Wenn man nachspürt, wird man merken, dass er etwas frisch-spritzig Zitronenhaftes hat.“ Mit 42% zwar ziemlich heftig, „aber sehr mild und fein auf der Zunge beim Abgang.“ Damit schmeckt er sowohl als Cocktail oder Gin Tonic als auch pur. „Mich hat selbst überrascht, wie gut er als Verdauungsschnaps schmeckt.“ Pater Justinus empfiehlt, den Monastic Dry Gin zimmerwarm zu genießen. Schon beim Eingießen zeigt sich, wie wichtig ihm die Bewahrung der Schöpfung ist. Durch den besonderen Ausguss geht kein Tropfen verloren. Sein Etikett, das an das Mönchsgewand der Zisterzienser erinnert, macht den in Stille hergestellten Gin auch von außen unverkennbar.

Der selbst angebaute Weizen dient als Grundbestandteil des Alkohols für das Destillieren. Die Zitronen kommen aus Zisterzienserklöstern in Frankreich; Wachholder, Basilikum und Zitronenmelisse aus dem eigenen Kräutergarten. Erhältlich ist der Monastic Dry Gin zurzeit u. a. im Klosterladen, dem klostereigenen Online-Shop und in der Bochum Touristinfo, Huestraße 9, für 34,50 Euro je 0,5-Liter-Flasche. „Passt ideal als Überraschung und Geschenk, das man nicht überall kaufen kann.“ Im Kloster Stiepel wird aber nicht nur Alkohol gebrannt. Getreu dem Motto der Zisterzienser „Porta patet – magis cor“ (Die Tür steht offen – mehr noch das Herz) ist das Kloster ein für jeden frei zugänglicher Ort. Neben Gottesdiensten mit verschiedenen musikalischen Gästen und stets wechselnden Predigern finden u. a. regelmäßig im Rahmen des Auditoriums unterschiedliche akademische Vorträge statt, Konzerte und Seminare des Instituts für Führungsethik. Im Sommer jeden Jahres wird das Kloster in Stiepel Ziel von tausenden Marienwallfahrern. Das Klosterfest am 21. Mai steht in diesem Jahr im besonderen Zeichen des 30-jährigen Jubiläums der Gründung.

Führungen der Bochum Marketing GmbH geben am 13. April, 13. Juli und 7. September Einblicke in das Leben im Kloster. Buchung unter 0234 9049630.

Am 23. März verlosen wir unter allen Abonnenten des Bochum Marketing Whats-App-Services eine Flasche Monastic Dry Gin: www.bochum-tourismus.de/de/service/WhatsApp.php.
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Zisterzienserkloster Stiepel
Am Varenholt 9
44797 Bochum
www.kloster-stiepel.org



Text: Sven Berger
Foto: Andreas Molatta


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