BoMa Stadtmagazin

Extraraum für Dreck

atelier automatique im Viktoriaquartier: Coworking Space für Kunstschaffende

„Ein Ort, um mal allein, mal gemeinsam zu arbeiten, sich zu vernetzen, sich gegenseitig neue Impulse zu geben und miteinander sowie mit dem Umfeld in den Dialog zu treten.“

So definieren die Gründer des atelier automatique im Viktoriaquartier in der Rottstraße ihren neu geschaffenen Raum. Dort arbeiten seit Januar dieses Jahres Kreative aus den verschiedensten Sparten der Kunst an ihren Werken und Performances.

Fünf der elf Künstlerinnen und Künstler haben das Atelier gegründet, da sie raus aus den eigenen vier Wänden und mehr Platz für ihre kreativen Arbeiten wollten. So entstand die Idee eines Coworking Spaces. Das atelier automatique sollte ein Raum sein, der da Arbeiten, Diskutieren, Proben und Präsentieren von Kunst ermöglicht. Ein Raum von Künstlern für Künstler also. Dies ist den Kunstschaffenden auch gelungen: wohnlich eingerichtet, großräumig, hell und familiär – so wirkt das Atelier auf den ersten Blick.

Im November 2016 begannen die Bauarbeiten in der Rottstraße und am 28. Januar 2017 konnte das Atelier dann die Türen öffnen Inzwischen sind es elf Künstler im Alter von 20 bis 40 Jahren, die den Coworking Space nutzen. Seit Mitte November gibt es deshalb die fabrique automatique, direkt angrenzend an das atelier automatique. So wurde das Atelier um eine geräumige Werkstatt erweitert – „ein extra Raum für Dreck“, wie es die Künstlerinnen liebevoll sagen. In der fabrique automatique können bis zu fünf Künstler gleichzeitig experimentieren, proben und kreieren. Durch die Erweiterung können Workshops abgehalten werden, die die Kunstschaffenden zu verschiedenen Themen für alle Interessierten anbieten. Termine, Themen und Anmeldeinformationen sind online unter www.atelierautomatique.de einzusehen. Veranstaltungen, wie Filmvorführungen, Ausstellungen, Diskussionsrunden, Flohmärkte u. v. m., finden ebenfalls in den Räumlichkeiten des Ateliers statt.

Um das Projekt zu tragen, wurde ein Verein gegründet, die „Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums e. V. “. Mithilfe von Fördermitteln der Quartiersförderung (ecce) und der Stadt Bochum konnte das Atelier um die fabrique erweitert werden und so mehr Kunst schaffen und Künstlern einen Raum bieten.

Grundsätzlich kann sich jeder Kunstschaffende im Verein anmelden und im Atelier arbeiten. Zurzeit nutzen beispielsweise Künstlerinnen und Künstler der darstellen den Kunst, des Physical Theaters, der Szenischen Forschung und auch der Lichtkunst den Coworking Space in der Rottstraße. Durch Absprachen und die unterschiedlichen Projekte der Künstlerinnen und Künstler sind noch Kapazitäten für zusätzliche Kunstschaffende offen. Neue Pläne für weitere Umbauten gibt es ebenfalls: der Garten im Hinterhof des Hauses soll noch als erholender und zugleich inspirierender Ort ausgebaut werden.

ATELIER AUTOMATIQUE
ROTTSTRASSE 14
44793 BOCHUM
WWW.ATELIERAUTOMATIQUE.DE


Text: Kyra Stockebrandt
Foto: Andreas Molatta



Dieser Artikel ist in der Dezember-Ausgabe der BOMA erschienen.


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