Direkt vor dem Eingang des Kunstmuseums ragt die sechs Meter hohe Skulptur Granit Bleu de Vire, Geschnitten in den Himmel und einen weiteren Meter in die Erde.

Seit 1988 stand das Auftragswerk in der Fußgängerzone und bezog sich auf die Architektur der Westfalenbank. Der in zwei Teile geschnittene Granitblock wurde neu aneinandergesetzt. Die Schnittstelle blieb als solche sichtbar, die Rückseite wurde in Bezug auf die glatte Fassade des Gebäudes poliert. Nach dem Verkauf der Bank stand ein größerer Umbau an und das Werk ging als Schenkung an die Stadt Bochum. Seit 2008 steht es vor dem Kunstmuseum.

Zwei weitere Werke Rückriems aus den Siebzigern (Dolomit, geschnitten und Dolomit, gespalten) sind im Schlosspark Weitmar ausgestellt. Wer genauer hinsieht, erkennt die Spuren der einzelnen Arbeitsschritte. Dolomit, gespalten, ruht auf einer dazugehörigen Bodenplatte.

Ulrich Rückriem wurde 1938 in Düsseldorf geboren und ist weltweit bekannt für seine Arbeit mit Stein. Rückriem ließ sich als Steinmetz ausbilden, arbeitete an der Dombauhütte Köln und studierte an den Kölner Werkschulen. Ende der Sechziger entstanden die ersten Werke in der heute für ihn bekannten Methode des Schneides oder Spaltens. Die so entstandenen Teile setzt er neu zusammen und bezieht sich damit oft auf die Umgebung des Standortes. Sein Archiv übergab er 2008 den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität.

Weitere Informationen zu Kunst im öffentlichen Raum gibt es unter anderem bei Welt der Form und Artibeau.

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Detailinformationen

Adresse

Kunstmuseum Bochum
Kortumstraße 147
44787 Bochum

Anreise

336, 353, 354, 394 – Haltestelle: Kunstmuseum

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