100 Tonnen schwer und 12 Meter hoch sind die vier trapezförmigen Platten aus Cortenstahl, aus denen das Terminal besteht.

1977 nahm Richard Serra damit an der documenta VI teil. Die Stadt Bochum kaufte es und 1979 wurde es auf Wunsch des Künstlers am jetzigen Standort aufgestellt. Daraufhin entbrannte in der Stadt, die, laut einem ein paar Jahre später erschienenen Lied von Grönemeyer, einen Pulsschlag aus Stahl hat, eine Diskussion über ein Werk aus ebendiesem Material. Es wurde zum Wahlkampfthema und auch 2014 blieb der Protest nicht aus, als eine Sandstrahlreinigung durchgeführt wurde. Danach entstand wieder eine neue Rostschicht auf der Oberfläche, welche die Platten vor Wettereinflüssen schützt. Die einzelnen Teile wirken nur lose aneinander gelehnt und bilden einen kleinen Innenraum, der den Blick, vollkommen quadratisch, in den Himmel freigibt. Ansonsten ist das Werk von Schrägen gekennzeichnet, was einen Teil der vermeintlichen Leichtigkeit ausmacht.

Zwei weitaus unauffälligere Werke Serras sind im Schlosspark Weitmar installiert. Elevational Circles: In and Out besteht aus zwei runden Stahlplatten mit fast drei Metern Durchmesser. Eine ist Boden versenkt, die anderen hebt sich ein paar Zentimeter von der Wiese ab. In der Sylvesterkapelle stehen zwei massive Stahlblöcke mit jeweils fast einem Kubikmeter Volumen. Vielleicht stammt der Name O. I. C. (Oh I see) von einem Betrachter der entdeckt, dass die beiden Quader gleich groß sind. Dieses Tatsache wird dadurch verschleiert, dass der eine aufrecht steht und der andere auf der Seite liegt.

Richard Serra wurde 1938 in San Francisco geboren und ist einer der renommiertesten lebenden amerikanischen Bildhauer. Er studierte ab 1957 englische Literatur und arbeitete zur Finanzierung in Stahlwerken. 1961-1964 widmete er sich dann der bildenden Kunst an der Yale University. Es folgten Experimente mit industriellen Stoffen, am bekanntesten ist er für seine Arbeiten aus wetterfestem Stahl, die meist begehbar sind.. Seine Plastiken sind konkrete Kunst, die Objekte stellen also nichts anderen dar, als eben den verwendeten Stahl. Gerade dadurch laden sie aber zu Assoziationen ein, auch durch ihre spezifische Beziehung zum Raum.

Weitere Informationen zu Kunst im öffentlichen Raum gibt es unter anderem bei Welt der Form und Artibeau.

Lesen Sie mehr zum Terminal im digitalen Buch zur Stadt: www.zeitreise-bochum.de

Detailinformationen

Adresse

Verkehrsinsel am Hauptbahnhof
Ostring/Wittener Straße/Massenbergstraße

Anreise

U 35, 302, 306, 308, 310, 318, CE 31, SB 37 – Haltestelle: Hauptbahnhof
336, 345, 368 – Haltestelle: Hauptbahnhof/Boulevard

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