Sieben Stahlstelen, zwischen 1,80 und 3,30 m hoch, stellen die Auseinandersetzung Friedrich Gräsels mit der DIN 1511 (Formschräge für Gießerei-Modelleinrichtungen) dar.

Die farbigen und spielerischen Skulpturen stehen im Kontrast zum massiven Colosseum. Gräsel fertigte sie aus genormten Industrieteilen und malte sie mit Farben nach Industrienorm an. Sie entstanden zwischen 1985 und 1990 und wurden 1994 hier im Rahmen der IBA erstmals aufgestellt. Nach einer Wanderausstellung und dem Ankauf von sechs Stelen (die siebte war ein Geschenk des Künstlers) durch die „Stiftung der Sparkasse Bochum zur Förderung von Kultur und Wissenschaft“ im Jahr 2001 stehen sie an diesem Platz. Während der Restaurierung des Colosseums (2005-2010) standen sie vorübergehend am Kunstmuseum.

Weitere Werke von Friedrich Gräsel sind in Bochum frei zugänglich, darunter "Tor und Doppelwinkel" (Beitrag zur Internationalen Biennale in Venedig 1972) auf dem Campus der Ruhr-Universität und die Edelstahlreliefs am Krupp Werksgelände in der Essener Straße.

Friedrich Gräsel wurde 1927 in Bochum geboren und ging zum Studium der freien Kunst, Kunstpädagogik und Germanistik nach Hamburg und München. Er arbeitete als Kunstpädagoge an Gymnasien, später als Professor für bildnerisches und plastisches Gestalten. Seine Kunst konzentrierte sich ab 1968 auf die Bildhauerei. Als Material wählte er vorgefertigte Industrieteile, vor allem Röhren.

Weitere Informationen zu Kunst im öffentlichen Raum gibt es unter anderem bei Welt der Form und Artibeau.

Detailinformationen

Adresse

Colosseum am Westpark, ehemaliges Krupp-Gelände „Bochumer Verein“
Alleestraße
Bochum

Anreise

302, 310 – Haltestelle: Jacob-Mayer-Str./Jahrhunderthalle

Ausstattung/Service
Parkplätze Busparkplätze Behindertengerecht

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