100 % Bochum

Tipps von Julius Brockmann

Julius Brockmann
 

Der Morgen beginnt in Bochum am besten mit einem Kaffee im RöstArt. Schwierig, dort einen Platz zu bekommen, aber es lohnt sich, die Café-Ketten der Innenstadt links liegen zu lassen und dort in den Tag zu starten. Das inhabergeführte Café besticht durch leckeren Kaffee aus eigener Röstung und eine angenehme Atmosphäre. Am Rathaus vorbei und einmal unter die Glocke geschlüpft, die auf dem Willy-Brandt-Platz steht, sollte man in die Straßenbahn Richtung Gelsenkirchen steigen. Nächster Halt: Jahrhunderthalle.

Die Jahrhunderthalle mit Wasserturm und Westpark geht immer. Im Sommer auf den Wiesen den anderen beim Grillen zugucken, im Herbst einen Drachen steigen lassen oder im Winter die Weite genießen. Nur unterbrochen von rostiger Ruhrgebietsromantik in Form der alten Industriegebäude. Entschleunigung pur. Besonders der Kontrast aus Schwerindustrie und Natur fasziniert mich hier. Führungen durch die Jahrhunderthalle gibt es übrigens auch.

 

Im Sommer sollte man den Kemnader See natürlich nicht außen vor lassen. Vor allem abends lohnt es sich, auf die Wittener Seite zu wechseln, sich auf einer Decke nieder zu lassen und zuzusehen, wie die Sonne langsam untergeht. Ruhrpottsound inklusive liefert die A43. Stilechte Verpflegung: Eine Bügelflasche Pils von Fiege.

Bei klarem Wetter ist es Zeit für den Tippelsberg in Riemke. Der ist auch was für Fußfaule. Im Gegensatz zur Halde Hoheward in Herten ist man hier schnell oben, sieht aber fast genauso gut. Mit Blick auf das Bergbaumuseum, die Zwillingstürmchen des Park Inns und das Exzenterhaus kann man hier sehr gut picknicken.

Wandern macht hungrig, von daher auf nach Ehrenfeld. Hier, wo 70er Jahre-Ästhetik auf Hipster-Romantik trifft, isst man im Kugelpudel ein Gurkeneis, lässt sich lecker Kniften in der Butterbrotbar servieren oder schlürft eine weiße Schokolade bei Fräulein Coffea. Eine Himbeertarte dazu und der wohlige Nachmittag ist perfekt. Der Besuch des Schauspielhauses nebenan ist natürlich Pflicht. Oder man spaziert die Oskar-Hoffmann-Str. entlang bis zum neuen Büroturm Exzenterhaus, der sich auf einem ehemaligen Hochbunker in den Himmel zwirbelt.

 

Sehr zu empfehlen ist eine Tour abseits der Hotspots. Beispielsweise kann man am Zechentürmchen des Bergbaumuseums starten, das übliche Touriprogramm mit Fahrt unter Tage und auf den Turm machen und danach in die Speckschweiz aufbrechen. Die liegt zwischen Herner und Dorstener Straße. Hier ist Bochum, wie Herbert Grönemeyer es besingt. Ein Hochbunker in der Zechenstraße bollt sich unter Efeu empor und wird ab und zu von der freien Szene mit Leben gefüllt, im Supermarkt nebenan erzählen dir die Kassiererinnen, was sie zum Abendbrot hatten und im Restaurant L'Anfora fühlt man sich in einen Italienurlaub seiner Kindheit versetzt. Wer hier die Abkürzungen und richtigen Bahnübergänge kennt, ist kaum 10 Minuten später übrigens wieder im Westpark.

Und nicht zuletzt sollte man die Ruhr-Uni besuchen. Der graue Betonkoloss beherbergt mittlerweile NRW's größte Volluniversität. Hier studieren mehr Menschen als in Köln oder Münster! Mag die Uni von vielen doch als Bausünde abgetan werden, bietet sich von der Terrasse der Mensa ein atemberaubender Blick ins Ruhrtal. Auch hier ist es wie so oft in Bochum: Natur und Bebauung kontrastieren um die Wette und langweilen nicht mit dem harmonischen Einerlei anderer Städte.

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