Baustellen-Blog

Alles, nur nicht oberflächlich

Seit Anfang Februar wird nun kräftig in der Kortumstraße gebuddelt, um bis zum Beginn des Weihnachtsmarktes im November alles schick zu haben; und das soll laut Tiefbauamt denn auch klappen.

Ganz schön zur Sache ging es zunächst, als zu Beginn ein riesiger Bagger anrückte und sich die vor ihm liegende Kortumstraße zu Eigen machte. Die Passanten hatten im Angesicht  dieser geballten Technik indes schnell gelernt, dass ihr Weg zum Husemannplatz  (oder aber zum Bermuda3eck) nunmehr nahe an den Angeboten in den Schaufenstern des Einzelhandels vorbeiführte.  Eigentlich, so hätte man meinen können, macht eine Kanalerneuerung, bei der ja viel Erde bewegt wird, viel Dreck und damit den Passanten schmutzige Füße. Durch umsichtiges Arbeiten der Baufirma und Teppiche aus Plastikrasen konnte jedoch häufiges Schuheputzen vermieden werden.  Gleich einem leichten Erdbeben weithin spür- und hörbar war jedoch das Schlagen und Kratzen der Baggerschaufel nahe den Fundamenten der benachbarten Gebäude. Gut, dass man sich das merkwürdige Gerumpel mit der Nähe der Baustelle erklären konnte. 
 
Über sieben Brücken….

Während in der Osterwoche der neue Kanal bereits  wieder von Erde bedeckt war, machten sich die Stadtwerke auf, um nahe an der östlichen Häuserwand auf 60 m Länge ihre Fernwärmeleitungen zu verlegen. Über den Verlegegraben mussten etliche Brücken (ob´s wirklich nur sieben waren?) von der Laufzone auf der westlichen Seite zu den Geschäften geschlagen werden. Nun ja, das Brückenschlagen hat ja auch was mit sich arrangieren zu tun, und wenn man sich das Geschehen so ansieht, dann scheinen sich Einzelhändler und Passanten durchaus zu arrangieren: Die Geschäfte locken mit besonderen Angeboten über die Brücken und die potenziellen Kunden finden so  animiert ihren Weg über den Steg.
Ende April legten die Kanalbauer noch einmal mächtig zu: Es musste in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fußgängerüberweg am Südring eine Grube ausgehoben werden. Von hier aus musste  der neue Kanal mit dem bereits fertigen Kanal auf der anderen Seite des Südrings verbunden werden. Zum Glück geschah dies mittels Stollenbauweise. Damit konnte das unliebsame komplette Aufreißen der Südringkreuzung vermieden werden.

Ungewollte Verkehrsberuhigung

Allerdings gingen die Arbeiten in der Kreuzung am Südring nicht ganz ohne eine Behinderung des Verkehrs ab. Von Ende April bis Mitte Mai musste der Südring in Fahrtrichtung Hauptbahnhof sowie der Fußgängerüberweg komplett gesperrt werden. Nur so war es möglich, dass die Stadtwerke ihre Fernwärmeleitung im Kreuzungsbereich verlegen konnten. Derweil wurden die Autofahrer über den frisch fertiggestellten Weg Oskar-Hoffmann-Straße / Universitätsstraße Richtung Hauptbahnhof geleitet und die Fußgänger in Richtung der Überwege an der Luisenstraße und der Viktoriastraße verwiesen. Es war vor allem für die Anlieger des gewohnt verkehrlich gut frequentierten Südrings schon eine ungewohnte Ruhe und Entspanntheit, heißt doch Vollsperrung des Südrings ansonsten eher das Gegenteil („Bochum Total“). Das Tiefbauamt nutzte die Zeit der Sperrung auch, um das fehlende Stück Gehweg vom seit letztem Jahr fertigen Teilstück der Kortumstraße bis zur Fahrbahn mit Orientierungshilfen für Sehbehinderte und Bordsteinen anzuarbeiten. 
Zum verkaufsoffenen Sonntag am 10.05.2015 machte es das Tiefbauamt den Fußgängern dann möglich, die Kreuzung am Südring, wenn auch bis zur Straßenmitte leicht um die Baustelle herum verschwenkt, zu nutzen. So konnten die Citybesucher bei schönstem Frühlingswetter fast wie gewohnt den Weg zu ihren Geschäften entlang der Kortumstraße und ins Bermuda3eck finden.
Inzwischen ist seit Mitte Mai auf dem Südring auch schon wieder freie Fahrt und freies Gehen  für Autofahrer und Fußgänger.

Die Karawane zieht weiter…

Ende Mai wollen die Stadtwerke die Leitungen  von der Huestraße bis zur Hausnummer 54 unter der Erde haben. Deshalb verspricht das Tiefbauamt, dass dieser östliche Teil der Kortumstraße, also die Verweil-oder Flanierzone entlang der Schaufenster, ab Anfang Juni gepflastert wird. Fertig wird dieses Pflaster voraussichtlich bis zu „Bochum Total“.
Zeitgleich zu den Pflasterern werden sich die Leitungsverleger der Stadtwerke die nächsten 30 m in Richtung Südring vornehmen. Noch in der letzten Maiwoche rückt der Bagger an und schachtet dazu den Verlegegraben aus und das „Brückenszenario“ wandert weiter gen Süden.

Bühne frei für Bochum Total

Ende Juni wird dann die Baustelle bereit gemacht für die Mutter aller Innenstadtfestivals, die 30. Auflage von „Bochum Total“ vom 02. bis 05. Juli. Alle Flächen, die noch nicht endgültig gepflastert sind, werden provisorisch asphaltiert. Auch das Lager in der Viktoriastraße wird vorübergehend aufgelöst. Schließlich muss für die Besucher des Rock-Pop-Festivals, das zu den größten kostenlosen Festivals dieses Genres in Europa gehört, alles nicht nur sauber, sondern auch sicher sein.
In der Woche nach der Veranstaltung geben dann wieder die weniger rhythmischen „Beats“ der Baustelle den Ton an.

Farbenfrohe Randerscheinungen am Husemannplatz

Neues zieht an, gerade wenn es so poppig bunt daherkommt: Die neue Filiale der Modekette Desigual an der Ecke des Husemannplatzes schafft allen Bauarbeiten zum Trotz guten Zulauf.
Farbenfroh, genau gesagt blau und weiß, wird sich nach und nach auch der Husemannplatz zeigen. Um in unmittelbarer Nachbarschaft der Baustelle für Aufenthaltsqualität zu sorgen, hatte Bochum Marketing als Initiator gemeinsam mit der Commerzbank, der Deutschen Bank, mit Vapiano, den Stadtwerken, der Entwicklungsgesellschaft Ruhr Bochum, dem Umweltservice Bochum, der Stadt und mit tatkräftiger Unterstützung der Auszubildenden der Garten- und Landschaftsbaubetriebe Holthaus, Menke und Planta Verde die Beete des Husemannplatzes Anfang Mai neu bepflanzt. Die Auszubildenden hatten ein eigenes Pflanzkonzept entwickelt und dieses dann auch vor Ort ins Werk (besser: ins Beet) gesetzt. Schon während der Arbeiten riefen ihnen viele Passanten aufmunternd zu, wie toll der Platz jetzt aussehe. An jedem warmen Frühlingstag sieht man nun viele Citybesucher, entspannt  auf den Bänken sitzend, in die Sonne blinzeln.

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