Baustellen-Blog

Hallo von Fred H. Erdmann

Haaalloooo,

können Sie mich hören – Ihren Fred H. Erdmann?

Ich befinde mich gerade in einer für meine Spezies typischen Mission:

Die Baustelle Kortumstraße dehnt sich in diesen Tagen weiter Richtung Husemannplatz aus, denn zwischen der Harmoniestraße und dem Husemannplatz muss der Kanalbau vorbereitet werden. Dazu muss eine Grube erstellt und ein Stollen unterhalb eines hier vorhandenen Bauwerkes in Richtung Husemannplatz vorangetrieben werden. In diesem Stollen wird anschließend der neue Kanal verlegt.

Grube und Stollen bauen, das ist doch total mein Job!

Also, das ist doch so bei uns Erdmännchen: Eine Kolonie von uns, die natürlich weit größer ist als die Baukolonne der Baufirma auf der Kortumstraße, unterhält gemeinsam einen Bau. Bevor das passiert, schauen wir erst einmal, ob nicht Erdhörnchen in der Gegend sind. Dann würden wir nämlich lieber deren Bau kapern und uns einen guten Teil der Arbeit ersparen.

Ich hab die Jungs von der Baufirma schon darauf angesprochen, leider haben wir keine Erdhörnchen in der Kortumstraße gesehen. Schade, müssen wir also selbst ran.

Meinen Freunden von der Baufirma hab ich dann erklärt, wie wir Erdmännchen es machen: Im Zuge der Arbeitsteilung hocken mehrere Mitglieder unserer Kolonie vor den Eingängen zum Bau, nur auf den Hinterbeinen sitzend, und halten Ausschau nach Feinden, während andere Mitglieder unten buddeln. Als Alarmzeichen geben wir ein charakteristisches Bellen von uns, das für alle Tiere der Kolonie das Zeichen ist, schnellstmöglich Zuflucht im Bau zu suchen. Das Wachehalten geht bei uns auch im Schichtbetrieb. Während einige Kollegen Wache halten, suchen andere nach Nahrung. Diese besteht zu fast 90 % aus Insekten und zu kleineren Anteilen aus Vögeln, Eidechsen, Skorpionen und Eiern. Erdmännchen sind tagaktiv; bei Nacht, aber auch an regnerischen Tagen und bei besonders extremer Mittagshitze verbergen sie sich in ihrem Bau.

Meine Kollegen Bauarbeiter haben mich dann nur mit zunächst sprachlosem Unverständnis angesehen. Und dann fielen alle über mich her „…auf den Hinterbeinen sitzen?….nach Feinden Ausschau halten?…charakteristisches Bellen von sich (uns) geben?…bei Regen und Hitze sich im Bau verstecken?...“ Das ginge nun wirklich nicht. Einzig das „nach Nahrung suchen“ wäre ein Punkt, auf den man sich im übertragenen Sinne verständigen könne – wenn der Speiseplan etwas modifiziert würde.

Nun ja, mit so viel Unverständnis hatte ich jetzt nicht gerechnet, habe ich doch eigentlich die größere Erfahrung, weil ich ja schon im Bau geboren bin. Aber so ist das eben, da bin ich dann leider überstimmt worden.

Wie dem auch sei, die Fußgänger können die Arbeitsstelle bequem von beiden Seiten entlang der Geschäfte passieren und beobachten, und die Tür zu jedem Geschäft ist erreichbar.

Das war´s für heute, bis die Tage

Ihr Fred H. Erdmann

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