Baustellen-Blog

Neues von Fred H. Erdmann

Hallo,

da bin ich wieder, Ihr flinker und neugieriger Baustellen-Blogger Fred H. Erdmann.

Was bin ich froh, dass die für mich als Scharrtier trostloseste Zeit des Jahres vorbei ist. Wie das gemeint ist, fragen Sie mich? Na ja, wenn Sie auf den Weihnachtsmarkt gehen wollen und der Einzelhändler richtig Umsatz machen will, müssen die Baustellen schließlich fertig sein oder zumindest durch Asphalt sauber abgedeckt sein. Nun, das ist für mich doch eher langweilig und geht  ja so langweilig auch noch bis nach dem Heilige Drei Könige-Tag weiter, da die Bauarbeiter sich ausruhen wollen. Was bleibt mir da? Einen Gang durch den Christstollen buddeln? Nee, das ist nicht mein Ding, stehe ich doch hauptsächlich auf Insekten, die ich aus der Erde buddele.

Ich kann die Menschen ja verstehen, aber ehrlich, das lässt mich nur gähnen. Nehmen wir doch jetzt mal den Januar zum Vergleich. Der war doch richtig spannend. So eine Bombenstimmung wie auf der Baustelle Kortumstraße ist doch auf dem Weihnachtmarkt nie. Nun gut, das ist jetzt wieder ein flapsiger Spruch aus der Schnauze des vorlauten Scharrtieres. Eigentlich meine ich damit ja die am 25.01. gefundene 10 Zentner-Bombe. Wenn alles glatt gegangen ist, dann haben sicher alle wieder gut lachen. Nur führe ich mir allerdings auch vor meine Knopfaugen, dass solche Dinge schließlich ganz anders abgehen können und daher meine Freunde, die Bauarbeiter, wirklich einen sehr gefährlichen Job haben.

Nicht immer läuft es so problemlos ab wie am 25.01. Besonders tragisch trug es sich dagegen 1978 im Münsterland zu.  Dort baggerte man die Baugrube für das neue Rathaus. Der Baggerfahrer stieß auf eine 10 Zentner-Bombe. Die ging sofort in die Luft. Der Baggerfahrer und zwei seiner Kollegen starben und weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Explosion schleuderte den Bagger – der Fahrer lebte noch – drei Stockwerke hoch in die Luft. Umherfliegende Ziegel und Betonbrocken beschädigten 40 Autos. Ein sechs Meter langer Eisenträger landete auf dem Dach eines Hauses und die Explosion riss einen acht Meter tiefen Krater und kappte eine Telefonhauptleitung; das Telefonnetz kollabierte. Wegen zerstörter Leitungen waren Teile der Stadt ohne Wasser und Gas. Experten sagten, es hätte alles sogar noch schlimmer kommen können.

Deswegen sage ich immer, Hut ab vor unseren Tiefbauarbeitern, die unsere Straßen und Leitungen erneuern und nachher alles wieder aufhübschen. Meinen Bauarbeiterfreunden sag ich immer, seid schön vorsichtig beim Buddeln – „vor der Hacke isset duster“, wie der Bergmann sagt. Nehmt die Schaufel nicht so voll und macht es besser wie die Erdmännchen: Wir scharren nur mit unseren Pfoten, aber dafür umso schneller.

Neben der Buddelei gibt es aber auch noch andere interessante Dinge auf der Baustelle zu besichtigen. Also, ich mache doch jetzt zusammen mit meinen Kollegen von Bochum Marketing hin und wieder die Baustelle zur Schaustelle – „Baustelle erleben“ heißt das. So waren wir am Samstag, den 28.01., zusammen mit den Treckerfreunden Itzen mit ihren Traktor-Oldtimern aus den 60er Jahren hinterm Bauzaun. Ganz viele große und kleine Menschen wollten sich mit mir auf einem Trecker ablichten lassen. Ich muss schon sagen, das macht mir tatsächlich genau so viel Spaß wie naseweis über die Baustelle zu berichten. Und am  10.02.2018 geht’s mit einem lustigen Kinderschminken in der Baustelle schon weiter (Näheres unter  https://www.bochum-tourismus.de/de/aktuelles/Mit-Fred-H.-Erdmann-auf-dem-Trecker-29.01.2018.php).

Bis die Tage

Ihr Fred H. Erdmann

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