Bochum geht aus

Gastronomie im Kolpinghaus

Alles gut gemacht

Ob das Kolpinghaus in der Innenstadt etwas davon hat, quasi unmittelbar im Rücken des im Jahr des Herrn 2015 eröffnenden Musikzentrums zu existieren, wird sich zeigen. Gibt es da wohl einen Hinterausgang? Doch die gute katholisch orientierte Stube ist auch ohne Gästeströme aus der Hochkultur satisfaktionsfähig bei vielen Stammgästen. Patron Hans-Jörg Hausberg leitet ein gut eingeführtes Haus, das auch bei Events und Keglern gefragt ist. Das Restaurant ist hell und modern eingerichtet, ist geräumig und verfügt über einen gut eingespielten und aufgelegten Service mit entweder sehr bravem oder sehr ironischem Humor. Beides völlig in Ordnung. Hier essen gerne Familien feierlich, auch Paare machen sich einen schönen Abend, am Tresen trifft sich das sich aufgeräumt gebende gutsituierte Bürgertum zum lokalen Pils mit Schaumkrone – freilich ohne jede Störung für den abendlichen Restaurantbetrieb. Auch die Karte könnte man für brav halten, ist sie weitgehend auch, „Toast hat Tradition“, doch dafür wird das meiste herrlich bravourös auf den Teller gebracht. Oft ist es eine Art: eine Braumeister Art, eine Puszta-Art, eine Chef-Art, eine Art des Hauses, eine Genießer-Art. So werden zumeist klassische Fleischgerichte artgerecht serviert, Schnitzel, Steaks und Filets, wie sie der gutbürgerliche Esser sehen möchte (ab 13,50 bis 19,90 Euro, Steak-Spezialitäten teurer). Von der saisonalen Tageskarte, die sich zudem auch dem Thema „Italien“ verschrieben hat, kommen nach sehr gutem Brot und edlem Gruß aus der Küche einige Schweinefiletspitzen mit Pfifferlingen in einer hellen Rahmsauce, einige Tomaten sorgen für Frische, ein Zweig Thymian für Aroma und Optik (16,90 Euro). Diese Mischung beherbergt vier runde Röstitaler, zusammen ein nicht unraffiniertes Mahl, das geschmacklich natürlich sehr kräftig über die gut abgeschmeckte Sauce kommt. Der dazu gereichte Salatteller ist den meisten seiner anderswo lieblos servierten Kollegen weit überlegen in Sache Frische und Dressing. Hier arbeitet ganz offenbar ein Könner in der Küche. Zum Finale reicht das Haus etwas Besonderes, der Hausschnaps kommt aus alter Wattenscheider Bergmannstradition, wird auch dort noch hergestelt, ist mit Schwarzkümmel und Anis gemacht und verfügt über freundlich überschaubare Prozente und einen sehr herrlichen Geschmack. Ein würdiger Abschluss, wahrlich.

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Adresse

Gastronomie im Kolpinghaus
Maximilian-Kolbe-Straße 14-18
44793 Bochum
Tel.: 02 34. 1 43 38
Fax: 02 34 .68 70 988

Website

www.gastronomie-im-kolpinghaus.de

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