Bochum geht aus

Burgerado

Die neue Burgerinitiative

Ein aktueller Gastrotrend ist die Wiederentdeckung des Hamburgers. In Dortmund ist das Angebot besonders ideenreich. Die Burger dort heißen Altobelli, Bang Boom Bang oder Glückauf und die Food-Konzeption liegt mit veganen, vegetarischen oder glutenfreien Variationen absolut im Zeitgeist. Nur eines fehlt: ein guter Service! Die Kellner dort kennen weder Raum noch Zeit, sondern experimentieren mit der Geduld der Gäste auf „Jugend forscht“-Niveau herum. Die Kommunikation ist einsilbig und der Service mangelhaft, das Essen kommt viel zu spät und gerne mal falsch. Diese Armee von Trantüten sollte sich mal ein Beispiel am Burgerado in Bochum nehmen, hier stimmt einfach alles. Als wir in Begleitung eines siebenjährigen Kindes dort eintreffen, kann sich das Mädchen nicht entscheiden, welche Saftschorle es trinken will. Die Kellnerin geht mit einer Engelsgeduld auf das Mädchen ein. Sie sagt, sie bringe ihr mal eine Mango-Schorle, „und wenn die nicht schmeckt“, solle sie umgehend zum Tresen kommen, „dann wird man gemeinsam ein passendes Getränk aussuchen.“ So viel gütige Kinderfreundlichkeit ist in der Gastronomieszene von Nordrhein-Westfalen ganz selten anzutreffen und das verdient ein Extralob. Es soll nicht nach einer Binsenweisheit klingen, aber Güte in den Worten erzeugt Vertrauen, Aufmerksamkeit beim Mitdenken erzeugt Tiefe – und Freundlichkeit beim Repräsentieren kann Laufkundschaft einen festen Kundenstamm verwandeln. Das klappt perfekt beim Burgerado, denn nicht umsonst ist jedes Wochenende hier ausgebucht. Oft muss man schon ein paar Tage vorher reservieren, um noch einen Sitzplatz zu bekommen. Die Einrichtung kombiniert den schroffen Charme aus der Welt von Huckleberry Finn-Geschichten mit der Eleganz von trendiger Lifestyle-Gastronomie. Viel raues Holz wechselt sich hier mit Bänken und hellen Bistrostühlen ab, dazu selbstgemachte Tische, Raumteiler in Westernsaloon-Optik und gedämpftes Licht aus alten Werkstattlampen. Nachdem die Essens-Bestellung abgeben wurde, kommen die Gerichte rasend schnell auf den Tisch. Die Wahl ist schwierig, denn die Auswahl groß. Doch der „Fiege Burger“ ist klasse – mit Gartensalat, Tomaten, Zwiebeln, Schlangengurke, Jalapenos und etwas Käse in Fiegesoße. Die hausgemachten Frikadellen im Burger sind saftig, groß und schmackhaft. Der Preis ist mit 6,70 Euro ein faires Angebot. Als Beilage gibt es Pommes, Gitterkartoffeln oder Kartoffelspalten. Außerdem stehen auf der Karte etwa 20 verschiedene Milch-Shakes zur Auswahl, darunter auch einige mit Alkohol. Außerdem verschiedene Salate, eine faire Angebotspalette für Veganer und Vegetarier sowie viele Getränke von Fiege Pils bis Milchkaffee. Nachdem an gleicher Stelle die Vorläufer-Läden Spitz, Mangold sowie Schmitz & Stein gescheitert sind, wünschen sich die Bochumer ein langes Burgerado-Leben. Keine Frage: Hier sollte man mindestens einmal im Monat einkehren.

Die komplette Rezension lesen Sie in der aktuellen BOCHUM geht aus!

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Adresse

Burgerado
Große Beckstraße 13
44787 Bochum
Tel.: 02 34. 60 49 14 77

Website

www.burgerado.de

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