„Einfach machen“ der Evangelischen Hochschule am Schwanenmarkt 1

Seminare im Kiosk „Einfach machen“ der Evangelischen Hochschule am Schwanenmarkt 1

Vielleicht ist es dem einen oder anderen schon aufgefallen, am Kiosk am Schwanenmarkt tut sich etwas. Seit September wird das Häuschen „Schwanenmarkt 1“ von Studierenden und Lehrenden der Evangelischen Hochschule RWL wieder fit gemacht. Ziel des Projekts ist es, einen kulturellen Ort für ästhetische und soziale Forschung zu schaffen und die Bürger aktiv mit einzubeziehen.

„Das Häuschen ist etwas anderes als ein Ausstellungsraum, es ist auch etwas anderes als ein Seminarraum“, erklärt Stephan Strsembski, Lehrbeauftragter und Kunsthistoriker an der EVH. Das Häuschen soll der Anker der Stadt für die Evangelische Hochschule sein, dieser ist besonders wichtig für Pendler, die sich in Bochum noch nicht so gut auskennen. Außerdem soll es studentisches Leben in der Innenstadt sichtbar machen.

Auf die Frage, warum dafür gerade der Kiosk am Schwanenmarkt gewählt wurde, antwortet Matthias Schamp, bildender Künstler und Lehrbeauftragter an der EVH: „Es steckt Potential im Rohbauzustand des Häuschens.“ Der Platz davor sei wie eine Bühne nutzbar, neben dem Häuschen liegt ein Brachgrundstück, das auch genutzt werden soll, und die Lage am Ring sei optimal. Auch funktional wichtige Gebäude wie die Synagoge, das Stadion oder das Planetarium sind fußläufig zu erreichen, das erhöhe auch die Sichtbarkeit des Schwanenmarktes.

Das Lernziel dabei ist, dass man versteht, dass die Welt selber ein Gestaltungsraum ist, den ich auch selber mitgestalten kann.

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Im „Schwanenmarkt 1“ finden Seminare der EVH mit dem Titel „Einfach machen“ statt, währenddessen wird das Häuschen noch weiter hergerichtet. „In jeder Bauphase soll am Ende eine Veranstaltung stehen“, erklärt Matthias Schamp. „Das Lernziel dabei ist, dass man versteht, dass die Welt selber ein Gestaltungsraum ist, den ich auch selber mitgestalten kann“. Neben Veranstaltungen sind auch Ausstellungen in Planung, wie eine historische Ausstellung, in der auch der Bauprozess dokumentiert wird. Außerdem gibt es viele weitere Ideen für die Nutzung des Häuschens.

Helene Skladny, Professorin an der EVH für Soziale Arbeit im Bereich ästhetische Bildung erzählt begeistert, dass ganz verschiedene Kompetenzen der Studierenden während des Bauprozesses zum Vorschein kommen und so ganz viele Ideen zusammenkommen. „Wir machen das wirklich gemeinsam, es ist unser Projekt. Das kriegt man auf der Hochschule auch mit“, so Helene Skladny. Das Zusammengehörigkeitsgefühl spiegelt sich auch im eigens entworfenen Logo für den Schwanenmarkt wider, welches einen weißen Kampfschwan auf schwarzem Untergrund zeigt. Matthias Schamp erzählt, dass sie eine Fahne und Aufkleber mit dem Logo haben anfertigen lassen, und dass sich viele der Studierenden die Aufkleber direkt auf die Mütze geklebt haben, „da merkt man, dass sich viele damit wirklich identifizieren“.

Das Häuschen wird der EVH seitens der Stadt Bochum zur Verfügung gestellt. Die Umgestaltung passiert mit Unterstützung von Bochum Marketing im Rahmen des Projekts „Tapetenwechsel“, einer Kernaktivität der Bochum Strategie 2030.

Lisa Schaffrin-Schneider

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe Januar/Februar 2020 erschienen.

Adresse

Schwanenmarkt 1
44787 Bochum

 

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