Im Musikforum wird endlich wieder vor Publikum gespielt

Neustart mit Traditionen Im Musikforum wird endlich wieder vor Publikum gespielt

Die BoSy, die neue Saison, der neue Generalmusikdirektor – Bochums neuer Dreiklang. Am 1. September starten die Bochumer Symphoniker nach ihrem Auftritt bei der Ruhrtriennale auch im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in die Saison 2021/2022. Trotz der Unsicherheit, die mit den jeweiligen Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus einhergeht, herrscht im Musikforum Aufbruchsstimmung und der innige Wunsch aller Beteiligten auf und hinter der Bühne nach Konzerten mit Livepublikum. Ein Wunsch, den das Publikum von ganzem Herzen teilt. „Ich freue mich so, wenn ich endlich wieder Konzerte im Musikforum besuchen kann. Sie fehlen mir sehr“, erzählt Musikliebhaberin Elisabeth Schneider. Sie ist außerdem gespannt auf „den Neuen“.

Nach 27 Jahren haben die Bochumer Symphoniker seit August einen neuen Generalmusikdirektor: Tung-Chieh Chuang. Beim traditionellen Antrittskonzert am 1. September wird der 37-Jährige erstmals in der neuen Position am Pult stehen. „Wie könnte ich mich Ihnen besser vorstellen als durch Musik? Bei der Auswahl der Werke für mein Antrittskonzert und das erste Konzertwochenende habe ich deshalb sehr bewusst Stücke ausgewählt, die mich wesentlich geprägt haben“, schreibt er im Programm zum Saisonauftakt. Für das Antrittskonzert hat sich der aus Taiwan stammende Dirigent für Werke der Komponisten Igor Strawinsky, Dmitri Schostakowitsch und Wolfgang Amadeus Mozart entschieden.

In seiner neuen Konzertreihe Von Herzen am darauffolgenden Wochenende werden Alban Berg, Camille Saint-Saëns und Johannes Brahms im Fokus stehen. Was diese Künstler und Ihre Werke für ihn ganz persönlich bedeuten, erklärt Tung-Chieh Chuang vor den beiden Konzerten am Samstagabend und Sonntagnachmittag am Klavier sitzend in der neu geschaffenen Einführung jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn im Großen Saal. Eine tolle Gelegenheit für ein gegenseitiges Kennenlernen und einen intensiven Einblick in die spannende Orchesterarbeit.

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Diese ist weiterhin wie Großteile unseres Alltags durch die jeweils aktuellen Vorschriften zur Eindämmung der Pandemie bestimmt. Kürzere Vorverkaufszeiträume, reduzierte Platzkapazitäten, Maskenpflicht, Abstandsregeln, Kontaktnachverfolgung, die 3 Gs – Schlagworte, die alle Beteiligten und das Publikum auch weiterhin beschäftigen werden und bis zum Jahresende dafür sorgen, dass ein voll besetztes Haus noch nicht in Aussicht steht und die bisherigen Abonnements weiterhin ruhen. Trotzdem überwiegen im Musikforum die Zuversicht und Vorfreude. Denn der dringende Wunsch nach Publikum im Saal wird sich sehr bald erfüllen. Alle Konzepte rund um den Spielbetrieb sind flexibel und haben eine Maxime: Gesundheit.

Trotz aller aktuellen Beschränkungen hat sich Tung-Chieh Chuang mit seinem Team für seine erste Saison für einen spannenden Mix aus etablierten und besonders beliebten Formaten entschieden. Im September und Oktober wird es ein Wiedererleben mit BoSy Pur, BoSy Familie, BoSy Quartett und Bosy Concerto sowie der Symphonie-Reihe am Donnerstag und Freitag geben, die jetzt unter dem Namen BoSy Meisterstücke zu finden ist. Hinzu kommt die Konzertreihe BoSy Camera im Kleinen Saal, deren ungewöhnliche Programme von den Musiker:innen der BoSy gestaltet werden, und die oft inspirierende Überraschungen bereithält. Das giltauch für BoSy Fokus im Oktober, wenn die Scheinwerfer ihr Licht auf die große Ära der Radiomusiken zwischen eingängigen Unterhaltungsmelodien und Musikexperimenten werfen. Im Scheinwerferlicht werden am 31. Oktober auch endlich wieder die Sänger:innen des Chorwerk Ruhr stehen, wenn sie mit ihrem Brahms- und Fauré-Programm das Publikum begeistern dürfen. Die große Vielfalt der Livemusik im Musikforum – mit Publikum!


Michaela Schloemann

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe September 2021 erschienen.

Musikforum Bochum

Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr ist das neueste kulturelle Prunkstück Bochums. Die Heimstätte der Bochumer Symphoniker wurde im Oktober 2016 feierlich eröffnet und besitzt zwei Aufführungssäle, von denen der größte rund 960 Zuschauer fasst.

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