Neue Perspektiven auf die Stadt

Neue Perspektiven auf die Stadt Instawalk: Ein Auge fürs Ungewöhnliche

Die Welt sei klein geworden. Man reise sehr viel, schnell und günstig um den ganzen Globus und bringe viele Fotos und Eindrücke mit. „Aber seine eigene Heimatstadt kennt man kaum“, beobachtet der Bochumer Instagrammer Dennis Brögelmann. Auf der Fotoplattform ist er unter dem Benutzernamen @fotosiasten zu finden. „Um den Leuten zu zeigen, wie schön Bochum ist“, organisiert er seit Anfang dieses Jahres Instawalks.

Dazu lädt er über seinen Instagram-Account ein. Mit steigender Resonanz. Mittlerweile stößt er mit zuletzt 20 Teilnehmern an die Grenze einer Gruppengröße, die er alleine noch betreuen kann. Fotografen, die durch Bochum ziehen, um ein paar schöne Bilder zu machen, gibt es viele. Aber „eine aktive Instagram-Szene gab es meines Wissens bis dahin nicht.“ Manche von den Fotobegeisterten, mit denen er unterwegs ist, haben keine Scheu davor, auch schon mal eine Stunde und länger anzureisen. „Die weiteste Anreise bis jetzt war aus Mönchengladbach.“ Es sind auch Leute aus dem Münsterland und den Nachbarstädten dabei.

Die Leute kommen, um Bochum zu entdecken.

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Auch wenn ein Instawalk kein Fotokurs ist, beantwortet Dennis Brögelmann gerne Fragen beispielsweise zur Kameraeinstellung und wie ein Fotoobjekt besonders gut abgelichtet werden kann. In erster Linie sind Instawalks eine schöne Gelegenheit, sich mit anderen Fotobegeisterten auszutauschen und über Fotografie zu unterhalten: Die neuesten Kameras, aber auch Techniken, wie jeder seine Bilder bearbeitet und aus welcher Perspektive er seine Motive findet. „Man holt sich darüber viele Anregungen, mal aus anderen Perspektiven zu fotografieren, die man selbst sonst nicht nutzt.“ So ergeben sich Blickwinkel, wie beispielsweise seine bodennahe Perspektive auf das Schauspielhaus. Einem Gebäude, das schon oft abgelichtet wurde, aus diesem Blickwinkel jedoch noch nicht bekannt ist.

Die Bilder von Dennis Brögelmann @fotosiasten und den Teilnehmern seiner Instawalks wie zum Beispiel @frankmichaelprescher, @kai.kost oder @pixelralli sehen zwar fast schon professionell aus, aber „wir sind alle Fotolaien, die sich über Umwege, Ausprobieren und YouTube-Videos alles selbst beigebracht haben.“ Die Qualität ihrer Bilder ist jedoch kein Maßstab, um an einem von Dennis Brögelmanns Instawalks teilzunehmen. „Beim letzten Mal war wirklich alles dabei, von Fotoanfängern, die sich gerade die erste Kamera gekauft haben, bis zu Leuten, die ganz genau wissen, wie sie ihre Motive fotografieren möchten.“ Die aber auch bereitwillig ihr Wissen weitergeben. Egal, ob es um Ausrüstung geht, Objektive, Brennweiten, Aufnahme- oder Bearbeitungstechniken.

Auf den Bildern vom Fotosiasten und seinen Fotokollegen sind meist gewöhnliche Orte und Szenen zu sehen, die dem einen oder anderen im Alltag so gar nicht auffallen, die durch Licht und Perspektive jedoch wunderschöne Motive abgeben. Wer an einem von Dennis Brögelmanns Instawalks teilnehmen möchte, folgt ihm auf Instagram unter @fotosiasten und achtet dort auf die Bekanntgabe des nächsten Termins in seinen Stories.

Von Sven Berger

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe April 2019 erschienen.

Kunstmuseum Bochum Beeindruckende Kunst ist in Bochum auch an anderen Orten zu finden, wie im Kunstmuseum Bochum. Eröffnet wurde es 1960 als städtische Kunstgalerie in der prächtigen Villa Marckhoff-Rosenstein, die einen Glanzpunkt in Bochums Stadtbild darstellt.

  • Ersteller: Fotosiasten, Instawalk

    Dateiname: Westpark_Jahrhunderthalle_Neue_Perspektiven_auf_die_Stadt_Instawalk.jpg

  • Ersteller: Stadt Bochum, Lutz Leitmann

    Dateiname: Innenstadt_Kunstmuseum_aussen.jpg

  • Ersteller: Fotosiasten, Instawalk

    Dateiname: Innenstadt_Planetarium_Neue_Perspektiven_auf_die_Stadt_Instawalk.jpg

  • Ersteller: Fotosiasten, Instawalk

    Dateiname: Westpark_Jahrhunderthalle_Neue_Perspektiven_auf_die_Stadt_Instawalk.jpg

  • Ersteller: Bochum Marketing GmbH, Sebastian Humbek

    Dateiname: Bermuda3Eck_Bochum_Total_Mark_Forster.jpg