1 Euro pro Einwohner für Bürgerprojekte

Möglichmacher Bochum-Fonds 1 Euro pro Einwohner für Bürgerprojekte

Das Hochbeet im Gemeinschaftsgarten, das Lastenfahrrad fürs Quartier oder der Upcycling-Workshop für Kinder – all diese Projekte können bald über den Bochum-Fonds mit einem jährlichen Volumen von 372.000 Euro finanziell unterstützt werden. Freiwilliges Engagement wird in Bochum großgeschrieben. Mehr als 40 Prozent der Einwohner sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich tätig. „Engagierte Akteure setzen viele schöne Ideen in und für Bochum um. Deswegen ist es wichtig, dieses Engagement finanziell zu unterstützen“, erklärt Projektleiterin Charlotte Kreckel von Bochum Marketing.

Bisher konnten sich Organisationen und Gruppen beim Stadtteilwettbewerb bewerben. Jährlich stellte Bochum Marketing ein Budget von 15.000 Euro für Bürgerprojekte zur Verfügung. Auf diese Weise konnten in den letzten zwölf Jahren rund 80 Projekte finanziell unterstützt werden, die ein hohes Maß an Kreativität aller Beteiligten zu Tage förderten, wie z. B. Boule-Bahnen, Stadtteilfeste oder Graffiti-Festivals. Auf diesem Erfolg aufbauend stellt sich der Bochum-Fonds als eine inhaltliche und finanzielle Erweiterung des Stadtteilwettbewerbes dar.

Für die Realisierung bürgerschaftlicher Ideen stehen nun 372.000 Euro jährlich zur Verfügung – vom Material für ein Streetart-Projekt über die Raumkosten für den Stadtteiltreff bis hin zum integrativen Kunstprojekt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Manche Ideen lassen sich bereits mit 200 Euro umsetzen, größere Projekte können mit bis zu 25.000 Euro gefördert werden.

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Vorangetrieben wurde dieser Fördertopf im Rahmen der Bochum Strategie, die 2017 vom Rat der Stadt Bochum beschlossen wurde und als Leitbild den Weg der Stadt bis 2030 ebnet. Mithilfe von Projekten, den sogenannten Kernaktivitäten, soll die Stadt noch lebenswerter gestaltet werden.

Fast jeder kann eine Projektidee einreichen – von der Privatperson über die Nachbarschaftsinitiative bis zum Verein. Das Antragsverfahren ist bewusst kurzgehalten und auf einfachem Wege online über eine Ideenplattform (www.bochum-fonds.de) ab Herbst möglich. Wichtig ist nur, dass Projekte erst ab dem 1. Januar 2021 umgesetzt und abgerechnet werden können.

Um vor allem kleineren Maßnahmen eine kurzfristige und schnelle Realisierung zu ermöglichen, gibt es keine Antragsfristen. Ideen können jederzeit eingereicht werden. Alle Projektideen müssen nur folgende Kriterien erfüllen: Die Idee muss im Stadtgebiet Bochum umgesetzt werden, gemeinwohlorientiert sein und im weitesten Sinne das Ziel „Aktivierung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements“ verfolgen.

Die Höhe der Förderung beläuft sich auf 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Das bedeutet aber nicht, dass der Antragssteller Eigenmittel aufbringen muss. Da der Gemeinschaftsgedanke und die Eigeninitiative gefördert werden sollen, kann der Antragssteller die zusätzlichen 20 Prozent auch als Sach- und Arbeitsleistungen in sein Projekt einbringen. Dies kann etwa in Form von eigenen Arbeitsleistungen (z. B. Aufbau des Mobiliars, Abstimmungstreffen), von der Bereitstellung von Gerätschaften oder dem Überlassen von Räumlichkeiten geschehen.

Alle Bürger Bochums und engagierten Akteure werden herzlich dazu aufgerufen, ihre Ideen für Bochum einzureichen. Falls ein Antragssteller Unterstützung benötigt, kann er sich gerne melden. Bochum Marketing begleitet die Antragssteller, egal ob diese sich über den Bochum-Fonds informieren wollen, Hilfe beim Schreiben des Antrags oder der Umsetzung ihres Projektes benötigen. Das Team des Bochum-Fonds steht mit Rat und Tat zur Seite und freut sich über viele schöne Ideen für unsere Stadt.

Charlotte Kreckel

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe September 2020 erschienen.

 

 

Bochum-Fonds

T 0234 9049652
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