Fritzi Bender über ihren Beruf als Kinderbuchautorin, Clownin und Puppenspielerin

Lachen ist Medizin Fritzi Bender über ihren Beruf als Kinderbuchautorin, Clownin und Puppenspielerin

Kinder zum Lachen zu bringen ist ihr Beruf. Fritzi Bender ist Kinderbuchautorin, Komikerin und Kabarettistin, Klinikclownin und Puppenspielerin. Ursprünglich ist die Bochumerin ausgebildete Logopädin. In einem Bericht im Fernsehen über Klinikclowns ist sie das erste Mal auf den Beruf aufmerksam geworden. „Ich fand das so toll, das wollte ich auch machen“, erzählt sie. Daraufhin hat sie sich in dem kreativen Bereich fortgebildet und viel Neues ausprobiert.

Zunächst nur als Hobby, denn lange fehlte der Mut, den alten Beruf aufzugeben und den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. Schließlich wurde sie in dem kreativen Bereich immer aktiver und konnte so u. a. erste Bühnenerfahrungen als Komikerin im Kabarettduo Suse und Fritzi sammeln. 2003 gab sie ihren Job als Logopädin schließlich auf.

Ich hoffe, dass sie etwas mitnehmen, sei es die Freude am Lesen, der Spaß an den Puppen oder auch der Stolz, sich in einer Lesung beteiligt zu haben.“

Akordeon

Eine Leidenschaft für das Schreiben hatte die Autorin schon immer. Als Kind habe sie durch ihre Geschichten und Tagebucheinträge viele Eindrücke verarbeitet. Auch heute noch inspiriert ihre Kindheit sie für ihre Erzählungen, aber auch Begegnungen des Alltags und Erfahrungen aus dem früheren Beruf bringen Ideen. Fritzi will den Kindern mit ihrer Arbeit einen pädagogischen Mehrwert bieten: „Ich hoffe, dass sie etwas mitnehmen, sei es die Freude am Lesen, der Spaß an den Puppen oder auch der Stolz, sich in einer Lesung beteiligt zu haben.“ In ihren Lesungsshows, die oft in Schulen oder Stadtbibliotheken stattfinden, interagiert sie nicht nur mit Handpuppen, sondern auch mit den kleinen Zuschauern. In einer anschließenden Fragerunde und Autogrammstunde kann sich jeder beteiligen. „Ich glaube, die Kinder gehen glücklich nach Hause, und ich tue das auch“, erzählt sie.  

Glücklich versucht Fritzi Bender die Kinder auch in ihrer Tätigkeit als Klinikclownin zu machen. Im Duo besucht sie Kinder im Krankenhaus und möchte ihren Alltag dort etwas schöner gestalten. „Jedes Kind soll seinen eigenen schönen Moment bekommen. Wir versuchen, das mit Spiel, Witz und Improvisationstheater zu erreichen“, erklärt sie dazu. Gelegentlich ist sie auch bei Demenzerkrankten zu Besuch, wo sie die Menschen vor allem mit Musik und Gesang berührt.  Mit der Arbeit als Klinikclownin hat sie sich ihren ursprünglichen Traum erfüllt, der sie in die neue berufliche Richtung gelenkt hat.

Einen neuen Traum konnte sich Fritzi Bender im Herbst 2019 mit der Veröffentlichung ihrer CD „Fritzi Benders Zwergenlala mit Karlotta und Herr Kauz“ und der Premiere der gleichnamigen Kinderliedershow erfüllen. Mit dem Schritt, nun auch Kinderlieder zu singen, hat sie eine weitere innere Hürde überwunden. Denn sie weiß, es ist nicht einfach, Fuß zu fassen: „Man muss immer wieder Mut finden, Neues zu schaffen.“  Und dieser Mut zahlt sich aus, so erzählt Fritzi weiter. „Ich habe mich mittlerweile in der Selbstständigkeit etabliert und will diesen Weg weiterhin verfolgen.“

Leandra Ogbodo

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe April 2020 erschienen.

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