Die Geschichte des Telefons

Lisa unterwegs im Telefonmuseum Ein historischer Ausflug in die Vergangenheit des Telefons

Ein Leben ohne Handy ist für viele von uns unvorstellbar. Doch wie kam es überhaupt zur Erfindung des Telefons? Wann hat alles begonnen und wer waren die wichtigsten Personen und Erfinder in der Geschichte des Telefons? Und wie sahen die ersten Telefone überhaupt aus? Diesen und anderen Fragen können die Besucher des Telefonmuseums in Bochum bei einem Ausflug in eines der vermutlich spannendsten Museen der Stadt auf den Grund gehen.

Herzblut und besonderes Engagement
Unsere Mitarbeiterin Lisa Schaffrin-Schneider hat dem Telefonmuseum zusammen mit dem Blogger Thomas Dörmann einen Besuch abgestattet. Das Fazit der beiden fällt absolut positiv aus. „Es ist einfach unglaublich, wie interaktiv das Museum ist. Man kann mit sehr alten Telefonen telefonieren – sie funktionieren tatsächlich noch“, berichtet Lisa. Auch Blogger Thomas Dörmann ist begeistert: „Ich kenne kein anderes Museum, deren Mitarbeiter ehrenamtlich derart viel Herzblut in ihre Arbeit investieren. Sie haben uns bei unserem Besuch begleitet und wussten schöne Geschichten hinter der Technik zu erzählen.“

Technik zum Anfassen in Bochum: Ein Ausflug in die Zeit der Fernsprecher und Verbindungsstellen
Von außen mag das Telefonmuseum auf dem Gelände der Telekom unscheinbar wirken. Doch drinnen eröffnet sich dem Besucher eine völlig andere Welt. „Es ist wie eine Zeitreise“, erzählt Lisa. „Nie hätte ich gedacht, dass man hier eine echte Abhöranlage benutzen kann oder eine alte Vermittlungsstelle bedienen darf.“ Lisa und Thomas wurden von den Mitarbeitern des Museums herzlich empfangen. Kurz darauf begann auch schon der Museumsrundgang. „Wir haben quasi eine private Führung durch das Telefonmuseum bekommen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben uns alles ganz genau erklärt und uns gezeigt, welche Technik in den einzelnen Geräten steckt“, erzählt Thomas.

Die ersten Fernsprecher von Reis und Bell
Wie in puncto Telefon alles begann, haben Lisa und Thomas anhand von Modellen der Fernsprechanlagen von Philip Reis und Graham Bell gesehen. Bell meldete seine Erfindung schließlich zum Patent an. Das war quasi der Start der Telekommunikation. „Zu sehen, wie die allerersten Telefone aussahen, war schon ein Erlebnis. Noch spannender wurde es dann aber, als wir einige über 100 Jahre alte Telefone auch benutzen durften.“

Es ist wie eine Zeitreise.

Akordeon

Telefonzelle: telefonieren mit alten Groschen
Im Telefonmuseum gibt es übrigens auch Telefonzellen. Diese funktionieren nur durch das Einwerfen von 10-Pfennig-Stücken. „Unglaublich eigentlich, dass man bis 1980 nicht einfach so ein Telefon kaufen konnte. Entweder gehörte es mit zur Wohnung oder man hatte eben keins. Kein Wunder, dass Telefonzellen da mega beliebt waren“, findet Lisa.


Telefone aus drei Jahrhunderten
Vom Morseempfänger über den Fernsprecher bis zum Handy – im Telefonmuseum finden sich Telefone in allen Variationen und aus drei Jahrhunderten. „Total kurios fand ich ein Telefon, in das tatsächlich ein Blitz eingeschlagen ist – das sah aus, als ob Lava darüber geflossen wäre“, berichtet Lisa begeistert. „Plötzlich klingelte auch eins der Telefone. Da mussten wir erstmal herausfinden, welches Telefon das war – und natürlich, wer dran war. Das war echt spannend – und lustig.“


Vermittlung, bitte! Das soziale Medium des letzten Jahrtausends
Kommunikation durch die lange Leitung, gerne auch als Ferngespräch: Was sich technisch dahinter verbarg, wenn zwei Menschen miteinander telefonierten, können Besucher anhand der Handvermittlungen und Verbindungsstellen sehen. Letztere befinden sich in einem riesigen Raum und stellen das Herz des Museums dar. „Es sieht ein bisschen aus wie ein riesiger Serverraum“, meint Lisa.


Die Zeit vor dem Internet: Ansagen per Telefon
Welcher Film läuft gerade im Kino? Wie spät ist es eigentlich? Wie wird das Wetter morgen und wie viel Schnee liegt gerade im Sauerland? Als das Internet noch nicht von Privatpersonen genutzt wurde, konnten derartige Fragen per Telefonanruf beantwortet werden – bei den Ansagediensten der Deutschen Bundespost. Zu diesem Zweck wurden spezielle Ansagegeräte eingesetzt. Die Mitarbeiter erklärten Lisa und Thomas auch diese Geräte ganz genau.

Aus der Geschichte in die Gegenwart
Der Rundgang endete für Lisa und Thomas schließlich in einem Raum, der den Besuchern die heutige Glasfaser-Technologie besonders anschaulich erläutert. „Ich habe mich gefühlt, als stünde ich mitten auf einer Straße, in der gerade neue Internet-Anschlüsse verlegt werden“, sagt Lisa lachend auf dem Weg nach Hause.


Immer dienstags möglich: ein Ausflug in Bochums Telefonmuseum
Das Telefonmuseum Bochum ist jeden Dienstag geöffnet. Der Eintritt ist frei – für alle. Schulklassen melden sich am besten vorher an, damit die Mitarbeiter auf ihren Besuch vorbereitet sind. In Ausnahmefällen können auch andere Besuchszeiten vereinbart werden.

Plötzlich klingelte auch eins der Telefone. Da mussten wir erstmal herausfinden, welches Telefon das war – und natürlich, wer dran war. Das war echt spannend – und lustig.

Lisa Schaffrin-Schneider, Bochum Markteing GmbH

Weitere Informationen zum Telefonmuseum erhalten Sie bei uns auf der Webseite. Mehr erfahren.

Wie Thomas Dörmann den Besuch erlebt hat, können Sie auf seinem Blog nachlesen.

Telefonmuseum

Karl-Lange-Straße 23
44791 Bochum
T 0234 516601970

post(at)telekom-historik.de
www.telekom-historik.de

Öffnungszeiten
Dienstag 10 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung
letzter Einlass: 14:30 Uhr

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