Zehn Jahre Elektromobilität in Bochum

Sauber unterwegs Zehn Jahre Elektromobilität in Bochum

Vor zehn Jahren haben die Stadtwerke Bochum die ersten Parkhäuser in Bochum mit Ladeinfrastruktur ausgestattet. „Das fing ganz einfach an“, erinnert sich Jannis Bär, Leiter Elektromobilität. „Wenn man jetzt sieht, wie sich die Ladetechnologie entwickelt hat, liegen in technischer Hinsicht Welten dazwischen.“ Für ihn bietet das Jubiläum gleich zwei Gründe zum Feiern.

Zunächst das Ende der Pilotierungsphase, in der sich jede Menge getan hat. Inzwischen steht die Elektromobilität an der Schwelle zur Marktdurchdringung. „Diese erste Phase war sehr erfolgreich. Und jetzt wollen wir mit Elektromobilität voll durchstarten.“ Die Stadtwerke sind in Bochum erster Ansprechpartner in Sachen Ladelösungen im privaten, öffentlichen und gewerblichen Bereich. Und führender Betreiber, was öffentliche Ladestruktur in Bochum angeht.

Mittlerweile haben die Stadtwerke Bochum über 100 öffentliche und über 200 Ladepunkte im Kundenauftrag installiert. In den kommenden zwei Jahren sollen nochmal über 200 weitere, von Kunden beauftragte Ladepunkte hinzukommen. „Wir sind gerade dabei, die fünf Technologie- und Gründerzentren der Bochum Wirtschaftsentwicklung mit Ladepunkten auszustatten.“ Dabei wird die komplette Ladeinfrastruktur mit Ökostrom der Stadtwerke betrieben. Mit dem „Stadtwerke Lade Paket“ bietet der Versorger allen Privat- und Gewerbekunden Ladelösungen zum Kauf und zur Pacht an.

Man kann bares Geld sparen, wenn man sich jetzt für Elektromobilität entscheidet.

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Jannis Bär verweist auf die Fördermöglichkeiten und rät interessierten Privatkunden:„Man kann bares Geld sparen, wenn man sich jetzt für Elektromobilität entscheidet.“ Mit seinem Team kümmert er sich komplett um Aufbau, Betrieb und Wartung der Ladepunkte. Und er berät gerne bei der Beantragung von Fördergeldern. Die Website www.stadtwerkedrive.de gibt Auskunft über weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten.

Auf eine bereits fast 125-jährige Erfahrung blickt die Bogestra zurück. Sowohl die ersten Bahnen Ende der 1890er-Jahre als auch die nun rund 140 Stadt- und Straßenbahnen sind rein elektrisch unterwegs. Seit
diesem Jahr auch mit Ökostrom. Auch im Busbereich war die Bogestra bei der Elektrisierung Vorreiter. Anfang 2008 wurde der erste diesel-elektrische Hybridbus in NRW auf die Straße geschickt. Aufgrund der guten Ergebnisse der Pilotphase wurde die Anzahl der mit klimaschonenden Antriebssystemen ausgestatteten Fahrzeuge auf 15 erhöht.

Ab 2020 rollen dann auch 20 E-Busse durch das Betriebsgebiet. Auch bei der Bogestra-Dienstwagenflotte hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Aktuell sind 28 E-Autos und E-Transporter im Betriebsgebiet unterwegs. Nicht zu vergessen, die E-Tretroller. Seit einer Kooperation mit dem Anbieter Circ im vergangenen Jahr sind die Standorte
der E-Tretroller auch über die Bogestra-App „Mutti“ abrufbar.

In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bochum und der Bogestra hat die VBW Bauen und Wohnen GmbH vereinbart, in
diesem Jahr zwei E-Mobilitätsstationen zu errichten. Geplant sind Stationen in der Flüssesiedlung und in der Huestadt. E-Autos, E-Bikes und E-Lastenräder stehen hier zur Auswahl. Dadurch bietet die VBW den Bochumern die Möglichkeit, Einkäufe und Spritztouren komfortabel und CO2-neutral zu erledigen. Die auf dem Dach der VBW-Tiefgarage montierte Photovoltaikanlage versorgt die 13 Elektrofahrzeuge des Unternehmens.

Die USB Bochum GmbH sorgt nicht nur für saubere Straßen, sondern auch für saubere Luft. Mit hybrid- bzw. vollelektrischen Nutzfahrzeugen und Pkw ist sie bereits seit einem Jahrzehnt unterwegs.

Sven Berger

Dieser Artikel ist in der BOMA-Ausgabe März 2020 erschienen.

Stadwerke Drive

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