Mittagstisch vom Markt

Mittagstisch vom Markt Eine kulinarische Reise über die Bochumer Wochenmärkte

Wenn bei der Arbeit der kleine Hunger kommt, führt viele Menschen der erste Weg in der Mittagspause zum Wochenmarkt. Denn hier gibt es nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch einen leckeren Mittagstisch. Auf dem Dr.-Ruer-Platz in der Innenstadt ist sogar eine „kulinarische Reise“ möglich. Der Klassiker auf dem Markt ist der Backfisch, kompakt im Brötchen oder als Menü mit Salat. Auch der Kibbeling und die verschiedenen Fischbrötchen sind ein Renner, wenn der Magen grummelt und nicht viel Zeit bleibt.

„Bei uns kommen viele zur Mittagspause vorbei, egal ob es schnell gehen muss oder die Leute etwas Zeit mitgebracht haben“, sagt Klaus Schwirske, der seit 20 Jahren auf den Bochumer Wochenmärkten unterwegs ist und dabei vor allem auf eines setzt: „Qualität und Geschmack.“ Die Gerichte werden frisch zubereitet, die Salate selbst gemacht. Ein paar Meter weiter wartet auf dem Dr.-Ruer-Platz ein anderer typischer Mittagssnack, der mit seinem Duft schon von Weitem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Bei Udos Bulettenbude schmecken die Frikadellen wie bei Muttern.

Die Buletten gibt es in verschiedenen Varianten, ganz klassisch mit selbst zubereitetem Kartoffelsalat, im Brötchen mit Kraut oder als Spezial-Variante, zum Beispiel mit Käse. Auch Schnitzel sind im Angebot. Betreiber Udo Voss ist dazu ein echtes Original, der 57-Jährige hat immer einen Spruch parat: „Hier in der Umgebung gibt es viele Geschäfte und Büros, deren Mitarbeiter seit Jahren zu mir kommen. Das geht querbeet, von jung bis alt. Und ich mache mit jedem gerne mal einen Spaß, der Kontakt mit den Leuten ist doch das Schönste."

Wir achten vor allem auf die Qualität und die Haltung der Tiere. Als Händler habe ich den Kunden gegenüber eine Verantwortung.

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Verantwortung den Kunden gegenüber
Das Fleisch beziehen die Bontrups größtenteils aus der Umgebung, das Bio- und Freilandgeflügel kommt exklusiv aus Frankreich. „Es macht sich beim Geschmack und der Verarbeitung bemerkbar, wenn man die beste Ware hat. Wir achten vor allem auf die Qualität und die Haltung der Tiere. Als Händler habe ich den Kunden gegenüber eine Verantwortung“, sagt Bontrup. Neben Fleisch gibt es auch viele andere Dinge zu kaufen – wie Eier, selbst gemachte Marmeladen, Erdbeeren und Kartoffeln – die von den umliegenden Höfen eingesammelt werden.

Zu Hause ist er in Lüdinghausen, wo er mit seiner Familie einen Hof besitzt. Früher gab es dort Gänse und Hühner, mittlerweile wurde die Landwirtschaft verpachtet, die Konzentration gilt ganz dem Marktgeschäft. Und das fordert ihn voll, berichtet Bontrup. „Da braucht es manchmal viel Geduld und Aufklärungsarbeit. Viele Leute greifen heutzutage auf Fertigprodukte zurück, aber das ist nicht der richtige Weg. Man sollte sich mit dem Essen auseinandersetzen. Es lohnt sich zum Beispiel, ein ganzes Tier zu kaufen, wenn man flexibel ist und alles verarbeitet, nicht nur das Bruststück. Wir können es auch direkt vor Ort zerlegen.“ Und die passenden Tipps für Schmorbraten, Suppe und Co. hat Bontrup auch gleich auf Lager.

 

Text: Bochum Marketing GmbH, Felix Kannengießer

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