Persönlich und gut beraten

Persönlich und gut beraten

Der Markt lebt von seinen Händlern und ihren Persönlichkeiten. Manchmal sind die Frauen und Männer hinter der Theke allein schon einen Besuch des Wochenmarkts wert. Dabei sind die Händler ebenso vielfältig wie ihre Produkte. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie alle kommen aus der Region und stehen für Kundennähe.

Die oft familiengeführten Traditionsbetriebe kennen ihre Waren besser als ihre Westentasche, haben immer ein offenes Ohr und halten mit ihren Kunden auch gerne mal einen Plausch. Ohne diese Persönlichkeiten wäre es einfach kein authentischer Markt.

Wir stellen Ihnen hier einige Gesichter des Bochumer Wochenmarktes vor.

 

Die Händler sorgen für eine besondere Atmosphäre auf dem Wochenmarkt. Die meisten von ihnen sind schon viele Jahre hier unterwegs. Das ist wie eine große Familie.

Thomas Weckermann, Bochum Markteing GmbH

Clemens Baum

Ursprünglich hatte Clemens Baum mit seiner Gärtnerei einen reinen Produktionsbetrieb geplant, vor 30 Jahren aber sattelte er um und ist seitdem auch auf den Bochumer Wochenmärkten zu finden. Die Produkte kommen bei den Kunden gut an, der Ausbildungsbetrieb hat sich immer weiter vergrößert und ist auf acht Mitarbeiter angewachsen. Mit seiner Schwester Petra, die Meisterfloristin ist, verkauft der Gartenbaumeister Zierpflanzen, Stauden, Kräuter und kümmert sich auch um Floristik. Vor allem für ihre wunderschönen Stiefmütterchen und Geranien ist die Gärtnerei Baum bekannt. „Den Schritt, direkt zum Kunden zu kommen, habe ich nie bereut. Ich liebe den Kontakt zu den Menschen. Und hier in Bochum liegt mir die Mentalität“, so Clemens Baum.

Wo und wann?  Zu den Markthändlern.

Martktportrait Christina Brendt

Christina Brendt

Der Stand von Obst & Gemüse Brendt ist schon seit über 20 Jahren der Anlaufpunkt für frische und regionale Waren. Von Frühjahr bis Herbst stammen viele Obst- und Gemüsesorten aus dem eigenen Freiland-Anbau, ansonsten von Bauern direkt aus der Umgebung. Auch Kartoffeln, Eier, Säfte, Honig und Aufstriche werden angeboten. Darüber hinaus gibt es einige außergewöhnliche und trotzdem regionale Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel schwarze Paprika oder blauen Senf. „Ich bin einfach fasziniert von Lebensmitteln und habe einen großen Bezug zu unseren Waren. Es ist immer wichtig zu wissen, woher sie kommen“, sagt Christina Brendt, die Anfang 2020 in dem Familienbetrieb das Ruder von ihren Eltern übernommen und seitdem das Bio-Angebot stetig erweitert hat.

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Michael Greife

Obst & Gemüse Greife ist ein echtes Familienunternehmen, das seit über 70 Jahren besteht. Michael Greife selbst ist seit 40 Jahren auf dem Markt mit dabei. Vor 25 Jahren hat er mit seinem Bruder Jürgen den Stand von seinem Vater übernommen. Mittlerweile ist er allein der Betreiber, die Familie ist trotzdem mit dabei: Neben bis zu sechs Angestellten helfen seine Frau Melanie, die Tochter Ann-Kathrin und die Schwägerin Rita regelmäßig mit aus. Auch bei der Ware, die neben Obst und Gemüse Kartoffeln umfasst, wird nicht weit in die Ferne geschweift. Greife setzt ganz auf ein regionales Angebot. „Bei uns weiß man, wo das Obst und Gemüse herkommt“, bekräftigt Michael Greife, der jeden Bauern persönlich kennt, von dem er seine Ware bezieht.

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Martktportrait Sascha Michels

Sascha Michels

Auf dem ein Hektar großen Hof von Sascha Michels nimmt alles seinen natürlichen Lauf, damit die Kunden auf den Bochumer Wochenmärkten auf ein frisches, regionales und nachhaltiges Angebot zurückgreifen können. Michels zieht fast alle Waren, die er auf dem Markt anbietet, selber hoch. Auf seinem neu gebauten Hof hat er mit seiner Frau Nina und seinem Vater Uli eine große Auswahl an Kräutern, Obst und Gemüse geschaffen, auch außergewöhnliche Lebensmittel wie Artischocken, Melonen, Süßkartoffeln, Feigen oder Kürbisse sind dabei. „Ich experimentiere gerne ein bisschen. Wenn es ein Erfolg wird, kann ich den Kunden wieder etwas Neues direkt von meinem Hof anbieten“, so Michels. Und alles, was er nicht selbst anbaut, besorgt er direkt aus der Umgebung, zum Beispiel Kartoffeln.

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André Neubauer

Bei Geflügel Neubauer finden Fleischfreunde eine große Auswahl höchster Qualität vor. Ob artgerechtes Freiland-Geflügel und Bio-Hähnchen aus Frankreich, Pute höchster Kategorie von einem Hof in Paderborn oder Wurstwaren aus dem Tecklenburger Land. Mit seinem Wagen ist André Neubauer, der auch Eier und Wild anbietet, in Wattenscheid eine echte Institution. Der 56-Jährige führt den Stand in dritter Generation, seit 1983 steht er regelmäßig auf dem Alten Markt. „Ich habe hier mit 18 Jahren angefangen, da wirst du mit den Kunden groß. Markt ist für mich Familie“, sagt Neubauer, bei dem Frau Susanne und Sohn Julius regelmäßig mit aushelfen: „Wir wollen mit unseren Waren überzeugen, aber der Kunde muss sich immer auch wohlfühlen.“

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Martktportrait Ralf Overhes

Ralf Overhues

Ralf Overhues ist ein echtes Markt-Original und hat immer den passenden Spruch auf den Lippen. Der 54-Jährige ist auf dem Markt quasi groß geworden: Als Kind half er bei seinen Eltern aus, 1996 wurde der Betrieb auf ihn umgeschrieben. Die Wünsche seiner Kunden kennt er fast auswendig. Aber der Stand ist nicht nur für seinen sympathischen Verkäufer, sondern auch für sein großes, hochwertiges Warenangebot bekannt. Das eine Steckenpferd sind Eier, die größtenteils aus dem eigenen Stall stammen und durch ihre besondere Färbung sowie natürlich durch den Geschmack überzeugen. Außerdem werden regionale Fleisch- und Wurstwaren angeboten. „Ich habe alles da. Mir macht es Spaß, gute Ware zu verkaufen. Und ich hab meine Freude daran, wenn die Leute ihren Spaß haben“, so Ralf Overhues.

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Gerrit Plaesier

Die Blumen von Gerrit Plaesier begleiten die Menschen ein ganzes Leben lang. „Wir machen alles, was mit Blumen zu tun hat – von der Geburt bis zur Beerdigung und die ganze Spanne, die dazwischen liegt“, erzählt Plaesier, der seit 26 Jahren auf den Bochumer Wochenmärkten unterwegs ist. Mit seinem Stand hat er sich den Wunsch nach Selbstständigkeit verwirklicht. Zu den Blumen ist er damals eher zufällig gekommen, heute sind sie seine Leidenschaft. Zwischenzeitlich hatte Plaesier auch ein Ladenlokal. „Ich habe beides kennengelernt, und auf dem Markt ist es schöner. Die Kommunikation ist eine ganz andere als im Laden“, sagt er. Blumen sind Plaesiers Kernarbeit, ob Schnittblumen, Sträuße oder als Dekoration. Auch Pflanzen sind hin und wieder an seinem Stand zu finden.

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Martktportrait Christine Schäpers

Christine Schäpers

Seit 2001 bestückt Blumen Christine die Bochumer Wochenmärkte mit einem saisonalen sowie vielfältigen Sortiment an Blumen und Pflanzen. Besonders bei Rosen gibt es eine große Auswahl. Betreiberin Christine Schäpers kann dabei auf die große Erfahrung ihrer Familie zurückgreifen, die eine langjährige Gärtnertradition hat, und auf die Hilfe ihrer beiden Töchter, die regelmäßig mit aushelfen. Christine Schäpers ist bekannt für ihr kreativen Blumenarrangements, die sie mit viel Liebe zum Detail gestaltet – für jeden Anlass, ob Sträuße, Pflanzschalen, Kränze, Gestecke, Trauer- oder Hochzeitsfloristik. „Ich gehe auf jeden Wunsch ganz individuell ein. Der Service ist für uns ebenso wichtig wie die Qualität, der Markt lebt von den Menschen“, sagt Christine Schäpers.

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Michael Schulz

Viele Betriebe bezeichnen sich als Traditionsunternehmen, Obst & Gemüse Schulz kann das mit Sicherheit machen, denn bereits im Jahre 1905 wurden erstmals Äpfel, Birnen & Co. verkauft. Michael Schulz bildet seit 2001 nun bereits die vierte Generation an Markthändlern aus seiner Familie. „Ich wurde da hineingeboren, mir wurde das quasi in die Wiege gelegt“, erzählt Schulz, der gerne irgendwann die Geschäfte an Sohn Luis übergeben würde, und die Marktarbeit liebt: „Anfangs fiel mir der viele Kontakt mit den Leuten noch schwer, heute finde ich es genial.“ Der Wattenscheider kennt seine Kunden – und die kaufen bei ihm am liebsten regionale Produkte ein. Die Auswahl ist groß. „Ich selbst bin ein großer Fan von Aprikosen und Kirschen“, verrät er.

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Martktportrait Frank Sieg

Frank Sieg

So eine Tradition können nur wenige Unternehmen vorweisen: Kartoffeln sind seit 1907 das Steckenpferd der Familie Sieg. Was der Großvater angeschoben hat, setzt heute Frank Sieg fort. Angeboten werden, neben Zwiebeln, Kartoffeln aus kontrolliertem und biologischem Anbau. Dabei setzt Sieg vor allem auf Waren aus der Lüneburger Heide, je nach Jahreszeit auch aus Rheinland-Pfalz, Italien und Zypern. „Wir haben durch unsere jahrelangen Kontakte die besten Kartoffeln. Die Bauern bauen für uns auch speziell an. Wir können uns also an Kundenwünschen orientieren“, erzählt der gelernte Kaufmann und sagt: „Kartoffeln sind eine Wissenschaft für sich.“ Der Mann kennt sich aus: Frank Sieg, dessen Eltern Mitbegründer einiger Märkte sind, ist seit seinem 14. Lebensjahr mit vollem Herzen dabei.

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Volker Skrotzki

Wer Käse mag, ist bei Volker Skrotzki genau richtig. Der Bochumer hält ein internationales Sortiment an Käsespezialitäten bereit – aus Frankreich, Österreich, Holland, der Schweiz und Deutschland. Darüber hinaus ist Frischkäse seine Leidenschaft. Jeden Tag bereitet er seine leckeren Cremes zu Hause vor. Vor Ort können die Marktbesucher dann beim letzten Schritt über die Schulter schauen, wenn noch die Kräuter hinzugeführt werden. Ein Highlight ist auch Skrotzki selbst, der als echtes Ruhrpott-Original um keinen Spruch verlegen ist. Der Käseliebhaber steht schon seit fast 40 Jahren auf dem Markt, seit 2013 in Eigenregie. „Ich bin wie die Jungfrau zum Kinde dazu gekommen, jetzt kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen“, so Skrotzki, der mittlerweile über zwei Stände verfügt.

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Martktportrait Mario Tidili

Mario Tidili

Die Kunden bei Mario Tidili schätzen seit über 15 Jahren die große Vielfalt, die der 59-Jährige an seinen Ständen auf den Wochenmärkten anbietet: von weit verbreiteten Fischen wie dem Seelachsfilet bis zu eher speziellen Produkten wie Langusten, Wildgarnelen, Austern und feinstem Kaviar – alles möglichst naturschonend gefangen. „Wir sind breit aufgestellt. Und was wir nicht haben, das besorgen wir“, sagt Tidili, der früher auf dem Fischgroßhandel arbeitete und nun schon seit 2005 auf den Märkten unterwegs ist: „Ich habe alles selbst aufgebaut. Am meisten macht mir auf dem Markt der ständige persönliche Austausch mit den Menschen Spaß.“ Im Familienunternehmen packen auch seine Frau und Sohn Marvin mit an.

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